Gedanken und Geschichten über Philosophie, Spiritualität und die Kunst zu kämpfen
00:00:13: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Chi Gong und eine Tasse T. Gedanken und Geschichten über Philosophie, Spiritualität und die Kunst zu kämpfen!
00:00:39: Ich bin Andreas, setz dich bequem hin spür deine Tasse in den Händen und atme einmal tief durch.
00:00:48: Heute begeben wir uns in eine Energie, die uns oft unsichtbar umgibt.
00:00:54: Die aber Berge versetzen kann!
00:00:57: Das Trigramm Sun, der Wind.
00:01:01: Der Wind ist die sanfte Macht.
00:01:03: Er bricht keinen Widerstand erum fließt ihn.
00:01:07: Er kennt keinen Kampf nur die Behaarlichkeit.
00:01:11: Er bewegt sich durch Durchdringung – er ist geduldig Aber er ist unaufhaltsam.
00:01:20: In unseren Chigong-Praxisalltagen ist das genau die Kraft, die uns hilft Blockaden zu lösen ohne den Körper zu zwingen.
00:01:33: Um zu verstehen wie diese Energie in dir selbst wirken kann bauen wir das Trigramm heute gemeinsam auf.
00:01:41: Wir nutzen eine klassische Münzmethode aus dem Buch der Wandlung, dem Yijing.
00:01:50: Dabei steht Kopf Der Münze für young?
00:01:54: Das aktive das helle.
00:01:56: Mit dem Wert drei Die Zahl steht für hin, Das Empfangene – das Stille.
00:02:05: Das hat den Wert zwei.
00:02:08: Wir werfen dreimal Immer von der Basis nach oben zum Himmel So wie sich das Leben Von der Wurzel zur Krone entfaltet.
00:02:18: Wie schon einmal erklärt hatte nutze ich sehr gerne Zwei Zentmünzen.
00:02:22: Warum die Zahl zwei Zahl wert zwei.
00:02:27: Der erste Wurf, die Basis Die Erde.
00:02:32: Wir werfen für das Fundament dass uns trägt.
00:02:36: Das Ergebnis Kopf-Kopfzahl Also drei plus drei plus zwei ergibt acht!
00:02:47: Das ist ein starkes Jinn.
00:02:49: wir zeichnen unsere erste Linie eine unterbrochene Linie.
00:02:53: Sie ist unser Anker, unser offener Boden in den der Wind hinein wehnen kann.
00:03:01: Der zweite Wurf Die Mitte – der Mensch.
00:03:05: Wir werfen für unseren Geist, für das was uns um hier und jetzt bewegt Kopfzahl zahl Das heißt drei plus zwei plus zwei ergibt sieben.
00:03:19: Das es ein starkes Yang.
00:03:21: wir zeichnen eine feste durchgehende Linie.
00:03:25: Und nun der dritte Wurf Wir werfen für unsere Visionen, für die Weite, die uns umgibt.
00:03:35: Noch einmal Kopfzahl und Zahl.
00:03:39: Das heißt wieder drei plus zwei plus zwei, wieder sieben.
00:03:43: Wieder ein starkes Yang!
00:03:45: Wir zeichnen also eine dritte durchgehende Linie oben auf.
00:03:51: Schau dir das Bild nun vor deinem inneren Auge an oder du hast es vielleicht aufgezeichnet?
00:03:57: Eine offene Yin-Linie als Fundament darüber zwei Yang-Lingien.
00:04:02: Das ist Sun, das Trigramm des Windes.
00:04:07: Es steht auf einem sanften Nachgiebinggrund aber es trägt den Himmel als Krone.
00:04:13: Lass uns also schauen was diese Struktur über uns verrät.
00:04:32: Wir haben unser Trigrammen nun vor uns liegen Von den Zahlenwerten von unten nach oben Die acht die sieben die siebene.
00:04:41: Ein starkes offenes Jinn am Boden Darüber zwei kraftvolle, feste Yang-Linien?
00:04:49: In der klassischen Lehre ist das die Essenz des Windes.
00:04:53: Das Trigramm Sun.
00:04:57: Betrachten wir es wie es die meisten tun Dann heißt es... Sun ist der Wind.
00:05:03: Sein Wesen ist die sanfte aber unaufhaltsame Durchdringung.
00:05:09: Sei wieder wind.
00:05:10: Behaarlich in deinen Zielen Aber flexibel in deiner Basis.
00:05:17: Ich finde, das ist eine wunderbare poetische Interpretation.
00:05:22: Aber wenn ich ehrlich bin... ...ist mir das viel zu statisch.
00:05:26: Es ist ein Bild, dass wir wie eine Fotografie an die Wand hängen.
00:05:32: Wir betrachten das Trigramm wie ein fertiges Haus und sagen So bist du eben!
00:05:38: Du bist die sanfte Kraft, du bleibst auch in der Krise beharlig.
00:05:44: aber genau hier liegt meiner Meinung nach Die Gefahr.
00:05:49: Wir lassen uns in dieser Deutung wie in einer Rolle nieder, wir glauben, wir müssen unten jen sein nachgiebig anpassungsfähig vielleicht sogar zögerlich nur weil die Form es uns so vorgibt.
00:06:05: Wir akzeptieren das Bild aber in diesem Moment stoppt der Prozess.
00:06:11: Stell dir eine Fotografie eines fließenden Flusses vor.
00:06:16: sie ist schön sie ist klar Sie zeigt dir, wo das Wasser einmal war.
00:06:22: Aber sie verschweigt dir das Wichtigste wohin das Wasser will!
00:06:26: Sie zeigt Dir den Fluss aber nicht das Fliesen.
00:06:31: Wenn wir das Trigramm nur als starres Symbol begreifen laufen wir Gefahr in der sogenannten Reife oder der Anpassung stecken zu bleiben.
00:06:43: Wir verbiegen uns um die Behaarlichkeit des Windes zu imitieren Während in unserem Inneren vielleicht eigentlich ein ganz anderes Feuer brennt, das nach Ausdruck sucht.
00:06:58: Wir dürfen den Wind nicht als Endzustand sehen!
00:07:01: Wir müssen verstehen dass er nur die Form ist, in der sich unsere Energie gerade jetzt zeigt und wir müssen bereit sein hinter diese Form zu blicken.
00:07:26: Lasst uns das Spiel verändern.
00:07:29: lasst uns die Wandlung direkt in die Basis bringen.
00:07:33: Stell dir vor wir hätten anders geworfen.
00:07:37: Was geschieht, wenn wir bei unserem ersten Wurf für die unterste Linie nicht die Acht geworffen hätten sondern eine Sechs?
00:07:46: Eine Sechs im Ijean ein Jinn im Wandel.
00:07:53: Dann passiert plötzlich etwas außergewöhnliches.
00:07:57: Diese Sechs ist kein statisches Jinn.
00:08:04: Sie ist eine in sich geschlossene Dynamik.
00:08:07: sie trägt die Energie der Umkehr bereits in ihrem Kern.
00:08:10: Wenn diese unterste Linie sich wandelt, kippt sie und aus dem empfangenen Jinn wird Aktives Yang.
00:08:21: Schau dir das Bild an wie es sich verändert!
00:08:24: Unsere untere unterbrochene Linie richtet sich auf Sie wird zu einer festen durchgehenden Linie.
00:08:31: Wir haben plötzlich yang-yang-yang drei feste Linien.
00:08:36: Aus dem sanften Windsun ist in der Basis der Kraftvolle Himmel Kean geworden.
00:08:44: Das ist meine Sicht auf das Trigramm.
00:08:48: Der Wind ist nicht dazu da sanft zu bleiben, um sich in der Welt zu verlieren.
00:08:53: Der wind ist dazu da dass sein Fundament sich zum Himmel erhebt.
00:08:57: Wenn diese Wandlung eintritt hören wir auf uns bloß anzupassen!
00:09:02: Das ist das alte zögerliche Jinn.
00:09:05: Wir beginnen schöpferig zu sein.
00:09:07: Das ist es neue Yang.
00:09:10: Die wahre Macht von Zun liegt also nicht in der Behaarlichkeit des Windes.
00:09:15: Sie liegt darin, dass der Wind unter seiner Oberfläche das Potenzial des Himmels verbirgt.
00:09:24: Verstehst du was das bedeutet?
00:09:27: Dein Fundament ist kein weicher Grund auf dem Du nur stehen bleibst.
00:09:32: Dein Fundament ist wie eine Rampe!
00:09:35: Dein Wind ist nur deshalb so durchdringend weil er in Wahrheit ein Himmel ist, der unter der Oberflächen darauf wartet sich zu entfalten.
00:09:45: Wenn Du Dich heute nur wie wind fühlst dann wisse Du bist diese Rampe, die gerade Anlauf nimmt um zum Himmel zu werden.
00:10:08: Wir haben gesehen was passiert wenn sich unser Fundament wandelt.
00:10:13: Doch das Leben ist selten so einfach dass nur eine einzelne Linie in Bewegung ist.
00:10:19: Oft ist die Dynamik in unserem Dasein komplexer – vordernder!
00:10:23: Was geschieht, wenn die Wandlung tiefer greift?
00:10:28: Lasst uns ein zweites Szenario entwerfen.
00:10:31: wir werfen erneut unser Trigramm.
00:10:34: Wieder erscheint vor und zu der Wind.
00:10:38: Jeden unten, yang in der Mitte, yang oben – doch etwas ist anders!
00:10:46: Heute haben wir bei der untersten Linie die sechs geworfen.
00:10:52: Jenen im Wandel Und bei der mittleren Linie eine neuen Yang-Im-Wandel.
00:10:58: Schauen wir genau hin Was passiert wenn diese beiden Linien ihre Identität tauschen?
00:11:04: Die unterste Linie, die sechs wird zu einer festen stabilen Yang-Linie.
00:11:11: Gleichzeitig wandelt sich die mittlere Linie – die neuen von ihrer festen Yangstruktur in eine nachgiebige Yin-Line.
00:11:20: Die oberste Linien bleibt als feste Yanglinie also sieben ganz treu stehen.
00:11:29: aus dem Bild Sunn das mit jenen unten und yang oben begann ist jetzt etwas völlig anderes geworden Li, das Feuer.
00:11:41: Yang unten?
00:11:42: Yin in der Mitte?
00:11:44: Yang oben.
00:11:46: Das ist für mich die wahre Meisterschaft des Lesens.
00:11:50: Wenn du nur auf das statische Bild des Windes staßt siehst du nur die Anpassung.
00:11:55: Du siehst jemanden der versucht durchs Leben zu wehen Aber wenn du die Wandlungen der Linien eins und zwei beachtest erkennst du die Wahrheit.
00:12:06: Dieser Mensch ist gar nicht in der Energie der sanften Behaarlichkeit unterwegs.
00:12:11: Er ist mitten in einem Transformationsprozess, der weit über bloße Flexibilität hinausgeht.
00:12:19: Er isst mitten im Feuer!
00:12:22: Das Windtrigramm war in diesem Moment nur eine äußere Hülle – eine Maske die den Blick auf das Eigentliche verstellt hat.
00:12:31: Die Wandlung zu lieferet uns was hier wirklich geschieht... Der Wind verbrennt gerade das, was nicht mehr zu ihm gehört.
00:12:40: Er brennt um zu leuchten!
00:12:42: Er brent... ...um den Ballast der alten Anpassung loszuwerden und zur reinen Sichtbarkeit zu gelangen.
00:12:50: Vielleicht fühlst du dich gerade unruhig oder heiß während du eigentlich sanft sein wolltest?
00:12:58: Das ist dann kein Fehler in deinem System – dass es das Feuer, das Platz schafft für deine Klarheit.
00:13:18: Und nun...?
00:13:19: Gehen wir noch einen entscheidenden Schritt weiter.
00:13:22: Wir haben gesehen, wie sich eine Linie wandelt... ...wie sich zwei Linien bewegen!
00:13:28: Aber was geschieht wenn das gesamte System in eine fundamentale Bewegung gerät?
00:13:35: Wenn wir bei allen drei Würfen – bei der Basis, der Mitte und dem Himmel – eine Sechs-
00:13:43: bzw.,
00:13:44: einer neuen Werfe?
00:13:46: stell dir einmal vor Sunn anstatt Wie am Anfang eine Acht, eine Sieben und eine sieben zu werfen.
00:13:59: Werfen wir jetzt eine Sechs, einen Neun und einen neuen.
00:14:04: Alles!
00:14:05: Aber auch alles gerät in Bewegung.
00:14:08: Das ist keine bloße Behaarlichkeit mehr.
00:14:12: Das is der Moment, indem das System Soon –der Wind– seine Identität komplett ablegt.
00:14:18: Es ist als Würde der Wind plötzlich aufhören zu wehen, um zu einem Gewitter zu werden.
00:14:24: Wenn wir alle drei Linien wandeln lassen, wandelt sich das gesamte Trigramm.
00:14:29: aus Yin Yang Yang wird plötzlich Yang Yin Yin Aus dem Wind wird der Donner Chen.
00:14:42: Das ist der Punkt an dem die Theorie der sanften Macht an ihre Grenzen stößt.
00:14:47: Ein Mensch der diese Konstellation wirft kann nicht mehr einfach sanft und behaulich sein.
00:14:54: Das wäre unmöglich!
00:14:56: Die totale Wandlung sagt uns, Sein Gesamtes seien ist gerade in einem massiven Umbruch.
00:15:03: Es ist als würde ein Haus das bisher solide Stand plötzlich seine Statik verändern um sich auf einen völlig neuen Boden einzustellen.
00:15:15: Da sie Jing zeigt uns hier die totale Alchemie.
00:15:18: Wenn alle drei Linien wandeln ist der Wind nicht mehr der Wind.
00:15:24: Er ist das Feuer, dass den Weg für den Donner bereitet.
00:15:29: Was kann es für dich im Alltag bedeuten?
00:15:32: Wenn du merkst, dass sich in deiner Lebenssituation alles gleichzeitig infrage stellt – wenn deine Wurzeln, deine täglichen Handlungen und deine Visionen sich gleichzeitig unruhig vibrierend anfühlen, dann versuche nicht den Wind zu spielen!
00:15:48: Versuche nicht krampfhaft sanft und durchdringt zu sein….
00:15:52: Das wäre eine Lüge gegen dein eigenes System, das gerade mit aller Macht nach Veränderung strebt.
00:16:00: Diese totale Wandlung ist die Erlaubnis des Yijing – alles!
00:16:04: Alles was du über dich zu wissen glaubst loszulassen.
00:16:09: Es ist die Geburt eines neuen Trigramms aus der Asche des Alten.
00:16:13: Wir sind hier nicht mehr bei der bloßen Anpassung.
00:16:16: wir sind bei einer Neuerfindung.
00:16:20: Hinter jeder Linie, die wandelt verbirgt sich eine neue Kraft, die darauf wartet gezeichnet zu werden.
00:16:27: Wenn du also das nächste Mal würfst und alle drei Linien in Bewegung sind – erschrick nicht!
00:16:34: Es ist keine Störung der Ordnung.
00:16:36: es ist die Ordnung, die sich gerade neu kalibriert.
00:16:40: Vertraue dem Donner, der in dir aufsteigt.
00:16:51: Wir haben gesehen was passiert wenn sich unser Fundament wandelt Und was geschieht?
00:17:02: denn das ganze System in den Sturm des Donners gerät.
00:17:07: Aber was passiert, wenn die Wandlung in der anderen Richtung stattfindet?
00:17:12: Wenn sie nicht in der Basis sondern oben geschieht?
00:17:14: dort wo wir normalerweise unseren Geist und unsere Pläne ansiedeln bleiben wir bei unserem Wurf.
00:17:21: Unsere Basis Linie eins ist eine acht ein starkes Jinn.
00:17:26: Sie bleibt unser stabiler Anker unserer ruhiger Pol.
00:17:31: aber unsere zweite und dritte Linie Die sind jetzt im Wandel.
00:17:38: Die mittlere und die obere Linie... ...sind jetzt einen neuen, ein Yang im Wandel.
00:17:48: Schauen wir uns an was passiert wenn diese beiden Linien sich wandeln?
00:17:53: Die Yang-Linie in der Mitte wandelt sich zu einer nachgiebigen Yinlinie Und die Yang- Linie ganz oben wandelt es sich ebenfalls zu einer Yinlinier Aus unserem Wind, Sun Der sich mit seinen festen Yang-Linien nach oben drängt, ist plötzlich Kuhn.
00:18:11: Die Erde geworden!
00:18:14: Ein Trigramm das aus drei reinen Yinlinien besteht.
00:18:19: Das ist meiner Meinung nach eine der lehrreichsten Wandlungen im Yijing.
00:18:26: Viele interpretieren den Wind zun als eine Energie die nach oben will, die sich geistig ausdehnen möchte, die den Himmel erreichen will.
00:18:36: Doch die Wandlung, die wir jetzt gerade sehen zeigt uns das Gegenteil.
00:18:40: Wenn die oberen Linien kippen zieht sich die Energie zurück.
00:18:44: Sie wird nicht flüchtig sie wird substanziell!
00:18:48: Sie wird Erde.
00:18:52: Das Yijing flüstert uns hier eine der wichtigsten Erkenntnisse zu Du hast dich zu lange im Wind verloren.
00:19:00: du hast zu viel über deine Ziele nachgedacht hast Pläne geschmiedet warst zu sehr im Kopf.
00:19:07: Diese Wandlung von Sun zu Kuhn ist keine Verluste-Energie.
00:19:12: Es ist ein Akt der bewussten Erdung, es ist die liebevolle aber bestimmte Aufforderung deine Vision nicht mehr im Wind zu zerstreuen sondern sie in die Erde deines Alltags einzuflanzen!
00:19:24: Wenn du das wirfst – ist das die klare Ansage deines Systems höhere Aufzuwähnen?
00:19:31: Werte fest werde Erde.
00:19:34: Lass Deine Pläne substanziell werden.
00:19:37: Es ist das Ende der bloßen Möglichkeit, der Traumschlösser die im Wind wehnen und der Beginn der tatsächlichen Verwirklichung.
00:19:46: Du kommst an!
00:19:48: Du wirst greifbar.
00:19:58: Wir haben uns nun angesehen wie soon der wind sich verwandeln kann Wie er zum himmel aufsteigt, wie er... ...im feuer verbrennt Sich als Donner entleht und zerirrt wird.
00:20:19: Und wenn ihr genau hinschaut, erkennt Ihr die tiefe Wahrheit hinter dieser Methode.
00:20:24: Das Trigram Tsun ist kein isoliertes Bild – keine abgeschlossene Definition!
00:20:32: Es ist Teil einer Matrix aus der alles entstehen kann.
00:20:36: Indem wir die Linien wandeln lassen stellen wir fest, jedes der acht Trigame schlummert bereits als Potenzial im Inneren des Windes.
00:20:46: Wenn wir den Wind werfen, werfen wir nicht nur Sanftheit Wir werfen unausgeschriebene Versprechen.
00:20:57: Die anderen Trigramme sind nicht etwas anderes als der Wind.
00:21:01: Sie sind die Ausformulierung dessen, was der Wind in seiner Tiefe bereits alles sein könnte.
00:21:08: Denken wir einmal darüber nach!
00:21:10: Das Feuer das der Wandel hervorbringt ist lediglich der Wind, der sich klärt und erhitzt.
00:21:20: Der Donner, der entsteht, und die Stille bricht.
00:21:29: Die Erde, die entsteht, ist der Wind, der zur Ruhe kommt und Substanz
00:21:35: annimmt.".
00:21:37: Ohne diese Wandlung wäre soon nur eine leere Hülle –eine bloße Maske!
00:21:42: Erst durch die Möglichkeit das sich jede Linie wandelt bekommt unser ursprüngliches Bild des Windes seinen wahren Inhalt.
00:21:51: Der Wind ist quasi die Leinwand, auf der das Leben seine vielfältigen Formen zeichnet.
00:21:58: Wenn ihr also das nächste Mal vor einem Trigramm sitzt – egal welches – dann bleibt nicht bei der Oberfläche stehen!
00:22:07: Fragt euch nicht nur was bedeutet zu, fragt euch stattdessen, welches der anderen sieben Trigramme drängt gerade in mir nach außen?
00:22:16: Welches Potential will sich aus dem Wind herausschälen?
00:22:20: Denn….
00:22:21: In der Veränderung der Linien liegt nicht das Ende einer Ordnung.
00:22:25: Es ist die Offenbarung eures gesamten lebendigen Wesens.
00:22:43: Was wir gerade am Wind beobachtet haben, ist bei Weitem kein Einzelfall!
00:22:49: Es ist das atemlose Gesetz des Ijin.
00:22:52: Wir neigen dazu ein Trigramm zu fixieren – Das hier ist der Himmel Kian.
00:22:59: Das ist die Erde Kun.
00:23:01: Wir suchen Sicherheit in der festen Form Aber das ist als würde man ein einzelnes Standbild aus einem epischen Film herauslösen und behaupten, der ganze Film bestünden nur aus dieser einen eingefrorenen Szene.
00:23:17: Schauen wir hinter die Oberfläche!
00:23:19: Nehmen wir das Trigramm Himmel Kean drei feste strahlende Yang-Linien.
00:23:25: Es wirkt unbesiegbar statisch in seiner Stärke.
00:23:28: Doch wenn wir hier die mittlere Linie wandeln lassen, wenn wir also das Yang in eine Yin verwandeln, dann ist der Himmel plötzlich nicht mehr der Himmel.
00:23:39: Er verwandelt sich zu Li – Das Feuer!
00:23:42: Der Himmel ist also nichts Starr in seiner Kraft, in seiner Mitte trägt er bereits die Zerbrechlichkeit, die Leidenschaft und die Klarheit des Feuers.
00:23:54: oder nehmen wir das absolute Gegenstück Die Erde Kuhn drei nachgiebige Yin-Linien.
00:24:02: Sie wirkt passiv, ruhig fast unbewegt.
00:24:05: Doch wenn wir hier die mittlere Linie wandeln lassen ein Yin in einen Yang verwandeln dann entsteht aus der absoluten Stülle plötzlich die unauffaltsame Tiefe des Wassers.
00:24:16: Kahn.
00:24:18: Die Erde ist also keineswegs Passiv.
00:24:20: In ihrer verborgenen Mitte schlägt bereits das Potenzial fließend beweglich und tief zu werden.
00:24:29: Was bedeutet das konkret für uns?
00:24:32: Es bedeutet, dass kein Trigramm ein Gefängnis ist.
00:24:36: Kein Symbol, das du wirfst, ist ein Urteil über deinen Sein!
00:24:41: Jedes Bild ist lediglich ein Portal.
00:24:42: Wenn Du den Himmel wirfest, bist Du nicht dazu verbannt für immer in der reinen Stärke zu erstarren.
00:24:50: Die Wandlung in der Mitte zeigt Dir genau den Punkt an dem Dein System atmet – wo es sich nach Veränderung sehnt, wo der Wandel bereits bereitsteht.
00:25:02: Wir müssen aufhören, die Trigramme als fertige Identitäten, als starre Ediketten zu lesen.
00:25:10: Sie sind keine Substantive – sie sind Werben!
00:25:14: Sie sind Prozesse, die genau in dem Moment ihre Form verändern, indem wir bereit sind, Ihre Tiefe zu lesenen.
00:25:21: Egal ob Himmel, Erde oder Wind… In der Mitte jedes einzelnen Trigramms liegt immer der Keim seines Gegenteils … und genau dort In diesem pulsierenden Zentrum der Wandlung beginnt das wirkliche Leben.
00:25:44: Wir sind am Ende unserer heutigen Reise angekommen und doch fühlte sich an, als hätte sie erst in diesem Moment richtig begonnen.
00:26:00: wir haben mit dem Wind begonnen und festgestellt dass er weit mehr ist als nur sanfte Behaarlichkeit!
00:26:07: Wir haben gesehen wie er zum Feuer werden kann, wie er zur Erde wird oder wie er sich in einem totalen Umbruch völlig neu erfindet.
00:26:18: Wenn ich dir heute eines für deinen Weg mit Chigong und eine Tasse Tee mitgeben darf, dann ist es dieses.
00:26:26: Höre auf in den Symbolen zu suchen wer du bist!
00:26:29: Beginne zu suchen was in Dir gerade in Bewegung geraten will.
00:26:35: Das I Ching ist kein Spiegel der Dir Star sagt so bist Du und so bleibst Du.
00:26:41: Es ist vielmehr eine fortwährende Einladung zur Bewegung.
00:26:46: Jede feste Linie ist ein stabiler Boden, auf dem du sicher stehen darfst.
00:26:51: Jede wandelnde Linie hingegen ist eine Tür die sich öffnet – einer Einladung weiterzugehen.
00:26:58: Ob Du nun Himmel, Erde, Wind oder Donner wirfst?
00:27:04: Es spielt keine Rolle!
00:27:06: Die wahre Meisterschaft liegt nicht in der Analyse des Namens sondern in der Aufmerksamkeit, die Du der Wandlung schenkst.
00:27:14: Wenn Du das nächste Mal die Münzen wirfest….
00:27:17: Betrachte nicht das Bild, dass auf dem Tisch liegt als das Endprodukt.
00:27:22: Betracht es als eine Momentaufnahme eines fließenden Flusses.
00:27:28: Erlaube dir Dich selbst zu wandeln!
00:27:32: Erlaube Dir, daß aus Deiner Sanftheit stärk wird, Daß aus deiner Klarheit Tiefe entsteht und daß dein ganzes System wie beim Donner einen neuen Grund unter den Füßen sucht.
00:27:46: Du bist nicht die Maske des Trigramms Du bist die Energie, die diese Maske erst zum Leben erweckt.
00:27:53: Und wenn du denkst das war bereits die ganze Dynamik Dann darf ich dir verraten Wir haben bisher erst an der Oberfläche gekratzt.
00:28:03: Denn was wir heute mit drei Linien gemacht haben Diese Wandlung von Form zu Form Das ist erst der Anfang.
00:28:12: In der nächsten Folge werden wir vom Trigramm zum Hexagramm aufsteigen.
00:28:18: Wir werden sehen, was passiert wenn sich nicht nur drei sondern sechs Linien ineinander verschränken und wie sich ganze Welten aus der Spannung zwischen unten und oben entfalten.
00:28:29: Wir tauchen dann noch tiefer in die Ebenen der Hexagramme ein und entdecken ,wie komplex und zugleich klar unser Lebensweg strukturiert ist.
00:28:39: Ich freue mich schon jetzt darauf mit euch dieses nächste Level der Alchemie zu erkunden.
00:28:45: Nimm dir jetzt noch einen Moment.
00:28:47: Atmet tief durch, spüre die Wärme deiner Tasse, die du vielleicht noch in den Händen hältst und lass das Bild, dass Du heute geworfen hast, in Deinem Innern nachklingen.
00:28:59: Sei heute einfach nur da – in Bewegung!
00:29:02: In der Stille im Wandel.
00:29:08: Das war's für heute mit Chigong & eine Tasse Tee.
00:29:12: Gedanken und Geschichten über Philosophie, Spiritualität und die Kunst zu kämpfen.
00:29:20: Vielen Dank, dass Ihr heute wieder dabei wart um mit mir gemeinsam in die Tiefe zu schauen.
00:29:27: Lasst die Wandelung zu und bleibt beweglich!
00:29:30: Ich bin Andreas, bis zur nächsten Tasse Tee.
00:29:34: Bleibt bei dir?
00:29:36: Lass wirken was heute besprochen wurde.
00:29:38: lasst die Energie des Windes durch dein System wehen und vertraue der Natur deines eigenen Rhythmus.
00:29:46: Wenn Dir diese Episode gefallen hat dann abonniere diesen Podcast damit du keine Tasse t mehr verpasst Und wenn du jemanden kennst, für den diese Gedanken der inneren Wandlung gerade jetzt wertvoll sein könnten, dann erzähle ihm gern davon.
00:30:03: Wenn dich eigene Gedanken oder Erfahrungen dazu begleiten, schreibe mir gerne in die Kommentare oder schicke mir eine Mail – ich freue mich von dir zu hören!
00:30:13: Infos zu meiner Arbeit findest Du wie immer in den Shownotes.
00:30:18: Hab' eine gesegnete Woche?
00:30:19: Vertrau auf Dein Licht Auf deine Stille und darauf, dass du genau dort, wo du stehst.
00:30:26: Bereits alles in dir trägst, was du für deinen nächsten Schritt brauchst.
00:30:31: Bis zum nächsten Mal!
00:30:34: Die Gedanken ziehen wie Wolken fort.
00:30:55: Ich bin ganz hier, an diesem halben Ort Und ein Duft steigt auf so warm und lädt mich ein bei mir zu sein.
00:31:05: Heiser Tee in meiner Hand Ein Anker in diesem Land Chi kommt eine Tasse Tee.
00:31:14: Der Morgen malt ein zartes Licht Im Atemzug.
00:31:19: da spüre ich mehr Als Worte es beschreiben können.
00:31:22: Hier die Seele lauschen Der Körper leicht, der innere Kompass neu geeicht.
00:31:30: Kein Kampf, kein Zwang nur ein sanftes Fließen Die Harmonien im Inneren sprießen.
00:31:36: Der Tee erzählt Geschichten alt und weiß.
00:31:40: Das G-Umhüllt mich gibt mir neues Preis.
00:31:43: Ein Moment der Klarheit tief und warm macht nicht bereit für all das was ist und war.
00:31:51: G-Gott hast ja morgen Nacht Im Atemzug als Worte es beschreiben.
00:32:03: die Seele lauschen Der innere Erziehung und deine Tassität, so fängt jeder Tag an den ich sehe.
00:32:16: In Stille finde ich meinen Weg im Rhythmus der das Leben trägt.