Qigong und eine Tasse Tee

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:13: Hallo und herzlich willkommen zu Che-Gong & eine Tasse T. Gedanken und Geschichten über Philosophie, Spiritualität und die Kunst zu kämpfen.

00:00:41: Ich freue mich von ganzem Herzen dass du auch heute wieder hier bist an diesem ganz besonderen Punkt unserer gemeinsamen Reise.

00:00:50: Wir sind an der Spitze angekommen.

00:00:53: Nimm dir eine schale Tee.

00:00:55: Spüre die Wärme des Porzellans, aber achte heute vor allem auf die Leichtigkeit mit der du sie hältst.

00:01:04: Atmet tief ein und stell dir vor dein Atem füllt nicht nur deine Lungen sondern er durchflutet deinen gesamten Geist bis die Wände des Raums um dich herum durchsichtig werden.

00:01:20: Und der Horizont deines Bewusstseins sich bis zu den Sternen weitet.

00:01:27: In unseren letzten Begegnungen sind wir tief in die dunkle närende Erde hinabgestiegen, um das jing zu finden – jene schwere Ur-Essenz, die in deinen Knochen und Ahnenlinien ruht!

00:01:41: Wir sind auf den unsichtbaren Wellen des Skigirritten und haben gelernt wie der Wind des Lebens uns bewegt und verbindet.

00:01:52: und die Energie fließen lassen.

00:02:00: Doch heute heben wir den Blick zum höchsten, und kostbarsten aller Schätze!

00:02:06: Wir vollenden heute die Heilige Triade des Sanbau.

00:02:10: Wir sprechen heute über das Chen.

00:02:14: Wenn das Jing Das feste Wachs unserer Lebenskerze ist Und das Chi Die glühende Flamme, die sie verzehrt Dann ist das Chen Das reine Licht, dass von dieser Flamma ausgeht.

00:02:29: Es ist das Leuchten, dass den ehemals dunklen Raum erhält und ihm erst eine Bedeutung gibt.

00:02:38: Es ist jener Teil von dir der niemals schläft, der nie mal altert und der im Kern niemals stirbt!

00:02:45: Wir reisen heute nicht mehr in die Dichte des Körpers – und nicht mehr an die Verzweigungen der Energibahnen.

00:02:54: Wir reißen in das ungetrübte Licht des Bewusstseins … In das leuchten der Sterne… dass du seit deiner Geburt in deinem Herzen trägst.

00:03:15: In der traditionellen chinesischen Medizin und der dauistischen Alchemie ist das Chen der König oder der Kaiser, der Dreischätze.

00:03:28: Während Jing uns die materielle Substanz gibt und Qi uns in Bewegung versetzt, ist es das Chen, das unserem Dasein Bedeutung verleiht.

00:03:40: Ohne Chen wäre der Körper nur eine leere Hülle und die Energie nur ein sinnloser Strom.

00:03:50: Schauen wir uns das chinesische Schriftzeichen für Shen einmal genauer an.

00:03:55: Es setzt sich aus zwei wunderbaren Teilen zusammen.

00:03:58: Die linke Seite steht für himmliche Zeichen oder Offenbarung, es ist ja Blick nach oben zu den kosmischen Gesetzen.

00:04:14: Chen ist also wirklich das, was vom Himmel in uns hineinstrahlt und sich durch unser menschliches Handeln in die Welt ausdehnt.

00:04:23: Es ist ein Geist, deine schöpferische Intelligenz, dein tiefstes Mitgefühl und deiner gesamte Ausstrahlung!

00:04:32: In deinem physischen Körper hat das Chen einen ganz besonderen Thronsaal gefunden – Das Herz.

00:04:40: Wir haben in Folge XXI über das Feuerelement gesprochen und dort begegneten wir dem Chen zum ersten Mal als den geheimen Bewohner des Herzens.

00:04:51: In den alten Schriften heißt es, Das Herz ist der Palast, in dem das Chen wohnt.

00:04:58: Wenn dein Chen gesund ist dann leuchten deine Augen.

00:05:04: Im Chinesischen nennt man das Chenming Den Glanz des Geistes.

00:05:10: Man sieht es einem Menschen sofort an, wenn sein Chen wach und verankert ist.

00:05:15: Sein Blick ist klar und direkt, seine Stimme ist ruhig und fest Und er strahlt eine natürliche Würde aus Die keinen Raum für künstliche Masken lässt.

00:05:27: Ein Mensch mit einem starken Chen Ist vollkommen präsent.

00:05:32: Er isst zu Hause in seinem Körper In jeder seiner einzelnen Zellen und in jeder Sekunde.

00:05:43: Doch das Chen ist von einer zarten Beschaffenheit Es liebt die Stille, die Ordnung und die Reinheit.

00:05:51: Wenn wir im permanenten Chaos leben wenn unsere Emotionen wie ein unkontrollierter Sturm durch unser Leben wüten dann findet das Chen keinen Ruheplatz mehr in seinem Palast.

00:06:04: es beginnt zu wandern es flieht aus dem Herzen nach oben in den Kopf.

00:06:10: Wir werden nervös, wir leiden unter Schlafstörungen.

00:06:14: Wir fühlen uns innerlich leer, rastlos und zutiefst getrennt von uns selbst.

00:06:20: Das Licht der Kerze beginnt dann zu flackern Es wird schwach Und wirft unruhigende Beängstigende Schatten an die Wände unseres Lebens.

00:06:45: Nimm jetzt einen bewussten Schluck aus deiner Tasse.

00:06:49: Vielleicht hast du heute einen ganz feinen klaren Tee gewählt.

00:06:53: Vielleicht ein weiß Tee, wie die Silbernadel?

00:06:58: Oder einen hellen duftigen Hochlandulong.

00:07:02: Einen Tee der in der Schale fast die klares Quellwasser aussieht aber ein Aroma besitzt das so fein ist dass es dich augenblicklich in eine andere Ebene der Wahrnehmung entführt.

00:07:16: Spüre wie die Klarheit des Tees deinen Geist wie ein frischer Gebirgswind erfrücht.

00:07:24: Das Chen ist unsere direkte Verbindung zum großen Ganzen, zum Ursprung von allem.

00:07:32: Vielleicht erinnerst du dich an den Schmetterlingstraum von Zhuang Zi?

00:07:38: Das Shen ist jener unbewegte Beobachter im Hintergrund der sowohl den fliegenden Schmetterming als auch den schlafenden Menschen sieht.

00:07:47: Es ist das Unendliche namenlose Bewusstsein, dass hinter all den wechselnden Masken deiner Identität, deiner Sorgen und deiner Erfolge geduldig wartet.

00:07:59: Wir kommen letztlich von den Sternen Und unser Chen ist das ewige Heimweh nach diesem Licht.

00:08:06: Es ist jene Instanz in dir die tief im Inneren weiß Dass du unendlich viel mehr bist als nur deine Probleme Dein Kontostand oder die alternde Materie deines Körpers.

00:08:21: In der Kunst zu kämpfen, ist das Chen die höchste und reinste Quelle der Intention.

00:08:27: Wir nennen es das Yi Aber das Yi ist im Grunde nur der Pfeil.

00:08:34: Das Chen ist der Schütze Der das Ziel bereits erreicht hat noch bevor er den Bogen überhaupt spannt.

00:08:42: Ein Kämpfer mit einem starken klaren Chen muss oft gar nicht mehr kämpfen.

00:08:48: Er strahlt eine solche unerschütterliche Ruhe und eine so leserartige Klarheit aus, dass die Aggression – und der Zorn des Gegners in seiner bloßen Gegenwart einfach in sich zusammenbricht.

00:09:04: Es ist der Sieg ohne Schwert!

00:09:07: Der Sieg durch pure Präsenz von dem Miyamoto Musashi am Ende seines Lebens in der Höhle träumt.

00:09:19: Frage dich ganz still….

00:09:21: Wie hell leuchtet dein Schänden diesem Augenblick?

00:09:25: Ist dein innerer Palast, dein Herz aufgeräumt und bereit den Kaiser zu empfangen?

00:09:31: oder ist es dort so laut, so zugestellt mit altem Ballast und so staubig von vergangenen Verletzungen das dein Geist lieber draußen im kalten Nebel umherirrt.

00:09:44: Um das Geheimnis dieses innen Lichts wirklich zu verstehen möchte ich dir eine Geschichte erzählen.

00:09:50: Es ist die Geschichte vom Spiegel und dem Staub.

00:09:54: Sie wird uns lehren, dass wir das Licht nicht mühsam erschaffen müssen.

00:09:59: Wir müssen lediglich aufhören es unter Schichten von Illusionen zu

00:10:03: begraben.".

00:10:18: Wir betreten ein altes Kloster hoch oben in den nebligen Wolkenbergen der Tang-Dynastie.

00:10:25: In diesem Kloster lebten zwei Mönche die beide ihr gesamtes Leben der Suche nach dem Chen gewidmet haben.

00:10:33: Der eine war Ein gelehrter Schüler des Abts Ein Mann, der jedes Schriftzeichen kannte.

00:10:40: Der andere war ein einfacher ehemaliger Bauer, der den ganzen Tag im Hinterhof den Reis stampfte.

00:10:48: Der Gelehrte wollte sein Verständnis des Geistes beweisen und schrieb eines Nachts einen Gedicht an die Wand des Tempelleingangs.

00:10:56: Es war ein Aufruf zur unermüdlichen Disziplin.

00:11:00: Er schrieb... Der Geist ist wie ein heller Spiegel auf einem Standbild.

00:11:10: Allzeit müssen wir ihn eifrig polieren, damit kein Staub sich auf ihm sammeln kann!

00:11:19: Das ist ein Bild das wir fast alle in uns tragen.

00:11:23: Wir glauben, wir müssten uns ständig optimieren.

00:11:25: Wir müssten an unserem Charakter arbeiten.

00:11:28: Wir mussten den Staub unserer Sorgen und Fehler und unsere Vergangenheit mühsam wegwischen um endlich rein, spirituell und erleuchtet zu sein.

00:11:39: Wir machen aus unserem Bewusstsein ein Projekt – eine endlose anstrengende Putzarbeit!

00:11:46: Wir kämpfen gegen diesen Staub.

00:11:49: Doch der einfache Reißstampfer, der später sechste Patriarch Huying Neng las diese Zeilen mit dem Herzen und schrieb sein eigenes Gedicht direkt daneben.

00:12:01: Es erschütterte das Fundament des Klosters.

00:12:06: Er schrieb Die Erleuchtung hat keinen Baum und der helle Spiegel hat kein Standbild.

00:12:14: Davon Anbeginn an absolut nichts existiert, wo um alles in der Welt sollte da der Staub sich sammeln?

00:12:27: Lass diesen Satz einmal tief in deine T-Schale sinken!

00:12:33: Davon anbeginnt an nix existiert Wo sollte der Staubsich sammelt.

00:12:42: Dies ist die höchste und zugleich befreienste Lehre des Chen.

00:12:47: Dein wahres Bewusstsein ist kein Spiegel, der schmutzig werden kann!

00:12:52: Dein Chen ist wie der endlose Himmel.

00:12:56: Wolken mögen vorbeiziehen, dunkle Gewitterwolken der Angst Graue Nebelschleier des Stresses Weiße Wolken der Freude.

00:13:05: Aber der Himmel selbst wird niemals schmützig.

00:13:09: Er bleibt immer blau Immer weit Immer vollkommen ungetrübt von dem, was in ihm erscheint.

00:13:17: Ware Meisterschaft bedeutet nicht die Wolken mit Gewalt wegzuschieben!

00:13:22: Es bedeutet zu erkennen dass du der Himmel bist und nicht die Volken.

00:13:27: Das Chen muss nicht geheilt oder geputzt werden.

00:13:31: es muss nur wieder entdeckt werden hinter dem Lärm deiner vielen Identifikationen.

00:13:51: Um dieses Licht des Himmels in uns leuchten zu lassen, müssen wir den Prozess der inneren Alchemie vollenden.

00:13:58: Den wir vor drei Wochen begonnen hatten.

00:14:01: Wir haben die Bausteine gesammelt.

00:14:03: jetzt bringen sie zur heiligen Hochzeit zusammen.

00:14:09: In der dauistischen Praxis sprechen wir von einer stufenweisen Verfeinerung unserer inneren Schwingung.

00:14:16: Zuerst haben wir das Jing Die schwere stoffliche Essenz in unseren Nieren.

00:14:24: Es ist das Blei der Alchimisten.

00:14:27: Durch Chigong und tiefe Ruhe wandeln wir dieses Blei in Chi um, infliessende warme Energie.

00:14:36: Das Chi ist wie der Wasserdampf leichter als Wasser beweglicher als Eis aber immer noch gebunden an die Gesetze des Körpers.

00:14:48: Und nun in dieser letzten Stufe verfeinern wir das Chi so lange bis es zum Chen wird.

00:14:56: Stell dir vor, wie der Dampf des Chi durch die Hitze deines Herzen so fein und rein wird, dass er zu purem Licht wird!

00:15:06: Es ist wie eine Destillation der Seele.

00:15:10: Wir verfeinern unsere Lebenskraft solange, bis sie keine Reibung mehr erzeugt.

00:15:16: Wenn dein Chen im Herzen leuchtet Dann geschieht etwas Wunderbares Die Dualität deines Lebens löst sich auf.

00:15:26: Du bist nicht mehr derjenige, die mühsam atmet!

00:15:30: Du bist der Atem selbst!

00:15:32: Du ist nicht mehr denjenigen, der Tee trinkt... ...du bist das reine Erleben des Trinkens!

00:15:42: Spüre wie der TEE in dir in diesem Moment zur reinen Information wird.

00:15:48: Er wärmt nicht nur den Magen, dein Jing,... er belebt nicht nur dem Kreislauf, dein Chi.

00:15:56: Er klärt vor allem deinen Blick.

00:15:59: Er erlaubt dem Kaiser Chen, sich in seinem rechtmäßigen Palast im Herzen niederzulassen – das ist die Vollendung des Menschen!

00:16:10: Wenn die Materie des Körpers, die Kraft der Energie und das grenzenlose Licht des Geistes eins werden….

00:16:18: In diesem Moment hört der Innerkampf endgültig auf und du bist angekommen.

00:16:38: In der Kunst zu kämpfen.

00:16:39: ist das Chen die Qualität der Präsenz ohne Ort.

00:16:44: Ein gewöhnlicher Kämpfer startt gebannt auf die Faust des Gegners, er ist gefangen im Jing in der Materie.

00:16:54: ein besserer Kämpfe achtet auf das Qi Auf den Energiefluss und die Absicht hinter der Bewegung.

00:17:02: doch der wahre Meister Der Meister schaut mit dem Shen.

00:17:09: Was bedeutet das konkret?

00:17:12: Miyamoto Musashi nannte es Blick in die Ferne auf nahe Dinge.

00:17:19: Es ist ein Blick, der nicht fokussiert sondern der alles gleichzeitig erfasst.

00:17:24: Wenn dein Chen klar und verankert ist dann verlierst du dich nicht mehr in Details des Angriffs.

00:17:31: Du schaust nicht auf das Schwert, du schaunst auf das gesamte energetische Feld unendlich hoch über dem Geschehen kreist, während seine Augen doch jedes kleinste Zittern einer Maus im Gras wahrnimmt.

00:17:50: In der Kampfkunst nennen wir das Sanchin den Geist, der überall gleichzeitig verweilt.

00:18:00: Wenn ein Angriff kommt sei es ein Schlag oder eine Beleidigung reagiert dein Körper von selbst weil das Ji frei und ohne Dämme fließt.

00:18:11: Aber dein Shen, dein eigentliches Selbst bleibt vollkommen unbewegt.

00:18:18: Du bist wie das Auge eines gewaltigen Wirbelsturms.

00:18:23: Um dich herum mag das totale Kausturm schwerter mögen klirren hasserfüllte Worte mögen durch die Luft fliegen aber in deinem Zentrum herrscht die absolute kühle Stille des Shen.

00:18:40: ein Gegner kann diese Stille spüren.

00:18:43: Er findet keinen Angriffspunkt, weil dort kein verletzliches Ego mehr ist das er treffen könnte.

00:18:50: Wer mit dem Shen kämpft, kämpgt nicht mehr gegen einen Feind.

00:18:55: Er ordnet lediglich den Raum neu.

00:18:57: Er korrigiert das Ungleichgewicht des Augenblicks durch seine bloße leuchtender Anwesenheit.

00:19:18: In der Spiritualität des Chen gibt es eine heilige Voraussetzung die wir oft missverstehen Das Herz muss leer sein.

00:19:29: In der traditionellen chinesischen Medizin lernen wir, dass das Herz das einzige Organ ist, das niemals eine Fülle verträgt.

00:19:39: Die Leber liebt die Füller des Blutes Die Lunge liebt fülle der Luft Die Niere liebt Dichte des Jin Aber das Herz?

00:19:51: Das Herz liebt absolute Lehre.

00:19:56: Warum ist es so?

00:19:58: Weil nur in einem vollkommen leeren Raum ein Licht brennen kann ohne Schatten zu werfen.

00:20:05: Wenn dein Herz vollgestopft ist mit alten Rechnungen, Mit unverdautem Groll, Mit dem klebrigen Staub des Ehrgeizes oder mit der ständigen lärmenden Angst nicht genug zu sein Dann hat der Kaiser Chen keinen Platz mehr Keinen Platz mehr um sich niederzulassen.

00:20:28: Er wird zum Heimat losen zum Flüchtling in seinem eigenen Reich.

00:20:33: Er flieht nach oben, in den Verstand und dort beginnt das endlose quälende Denken!

00:20:42: Wenn wir Chigong üben dann fegen wir in Wahrheit den Palast.

00:20:47: Wir nutzen das Chi wie ein Besen um die Kanäle zu putzen damit das Herz wieder weit kühl und leer wird.

00:20:56: Schau dir deine T-Schale an.

00:20:59: Wenn sie bis zum Rand voll ist, kann sie nichts Neues, Nichts Frisches mehr aufnehmen.

00:21:06: Erst wenn du sie vollkommen leer getrunken hast, ist sie bereit für das nächste Aroma... ...für die nächste Erfahrung!

00:21:14: Und so ist es auch mit unserem Geist.

00:21:17: Ware Aufklärung bedeutet nicht immer noch mehr spirituelles Wissen anzusammeln und deine Schale zu überfüllen.

00:21:25: Es bedeutet jeden Augenblick wieder vollkommen leer zu werden den Staub des Tages einfach abzuwerfen und in der Stille zu erkennen, da war nie ein Spiegel, den ich hätte polieren müssen.

00:21:38: Da war immer nur das reine unzerstörbare Licht des Universums!

00:21:46: Wie viel Platz ist heute in deinem Herzen?

00:21:49: Welche alten Möbelstücke aus der Vergangenheit kannst du heute aus deinem inneren Palast werfen, damit dein Shen – damit der Kaiser wieder den Raum einnehmen kann, den er

00:22:01: verdient?"

00:22:02: der ihm zusteht.

00:22:17: Wir haben über das Chen als Bewohner deines Herzens gesprochen, doch das Chen ist kein Gefangener der Materie – in der daustischen Alchemie gibt es eine Erkenntnis die uns den Artern raubt!

00:22:32: Das Chen, was in dir leuchtet, ist dasselbe Licht, das die Sterne am Nachthimmel entzündet.

00:22:41: Das Chen is jener Teil deiner Existenz, Dein Körper, Jing altert.

00:22:52: Deine Energie Chi verändert sich mit den Jahrzehnten aber dein Bewusstsein Derjenige der ich bin sagt ist derselbe Beobachter der du mit fünf Jahren warst und der der Du mit neunzig Jahren sein wirst.

00:23:15: Das Chen ist unsterblich nicht weil es ewig in diesem Körper bleibt sondern weil es niemals von der Quelle getrennt ist.

00:23:25: In der Kunst zu kämpfen, ist dies die Stufe der absoluten Angstfreiheit!

00:23:31: Warum haben wir Angst?

00:23:33: Weil wir glauben Wir seien nur die Kerze, die irgendwann herunterbringt.

00:23:38: Doch wenn du erkennst dass du das Licht bist Und das Licht niemals stirbt Wenn die Kerzen erlöscht Dann verändert sich dein gesamter Kampf.

00:23:49: Du kämpfst nicht mehr um deinen Überleben.

00:23:52: Du spielst das Spiel des Lebens.

00:23:55: Ein Kämpfer, der sein Chen mit dem Kosmos verbunden hat wird eins mit dem Rhythmus des Universums – er weiß dass er niemals verloren gehen kann weil er bereits überall ist!

00:24:08: Er ist der Sternenstaub, der für einen Moment die Form eines Menschen angenommen hat um Tee zu trinken und die Welt zu bestaunen.

00:24:33: Lass uns an diesem Punkt innehalten und das große Bild betrachten.

00:24:38: Wir haben in den letzten drei Folgen die drei Schätze gehoben.

00:24:42: Ying, Ji & Chen.

00:24:48: Sie sind keine getrennten Dinge.

00:24:51: sie sind Zustände derselben Urkraft.

00:24:54: Ohne das Jing Deine Wurzeln und deine Substanz hättest du keinen Halt.

00:25:02: dein Geist wäre wie ein Funke ohne Brennstoff der sofort im Winde verpufft.

00:25:10: Ohne das Chi, deinen Atem und deinem Fluss wäre dein Körper star und tot.

00:25:17: Du wärst eine Statue aus Fleisch ohne Leben Und ohne das Chen Dein Bewusstsein und dein Licht Wäre dein Leben bedeutungslos?

00:25:29: Du würdest funktionieren Aber du würdest nicht sein.

00:25:35: Schau dir deine T-Schale, deine T-Tasse an.

00:25:39: Sie ist die perfekte Metapher für diese Einheit.

00:25:44: Die Teeblätter, die Blätter der Erde sind das Jing.

00:25:50: Das Wasser und der aufsteigende Duft sind das Qi Und die Klarheit, die Freude und die Wachheit, ...die in dir entstehen während du trinkst...das ist das Chen.

00:26:05: In dieser einen Tasse Tee feierst du jedes Mal die gesamte Alchemie des Universums.

00:26:14: Du bringst Himmel und Erde in deinem Körper zusammen.

00:26:18: Du bist das Labor, der Alchemist und das Gold zugleich!

00:26:37: Wir kehren nun langsam zurück aus dem Sternenmeer und aus dem Palast des Herzens.

00:26:47: Wir verlassen das Reich der Drei Schätze aber wir nehmen das Wissen um unseren inneren Reichtum mit in den Alltag.

00:26:58: Ich möchte dich mit einer kleinen Übung für deine Woche entlassen.

00:27:02: Wann immer du dich klein fühlst, wann immer der Lärm der Welt dich erdrückt, lege eine Hand auf dein Herz.

00:27:11: Schließe die Augen.

00:27:13: Spüre die Wärme.

00:27:15: Jane spüre deinen Puls Chi und erinnere dich an das Licht hinter deinen Gedanken.

00:27:24: Shen sage dir ganz still Ich bin das Licht.

00:27:31: Der Staub mag sich sammeln Aber der Himmel Bleibt klar.

00:27:37: Nimm den letzten Schluck aus deiner Tasse, spüre wie die Klarheit in dir zurück bleibt und wenn die Schale nun leer ist geh'n die Stille mit etwas in dir.

00:27:51: das bleibt.

00:27:55: Danke dass du heute mit mir auf die höchste Spitze unserer Reise gestiegen bist.

00:28:02: Vielleicht spürst Du jetzt etwas in Dir?

00:28:04: Das leise ruft vielleicht eine Einladung deinem Herzen wieder mehr Stülle zu schenken, den Spiegel deines Geistes nicht mehr krampfhaft polieren zu wollen sondern einfach das Licht zu genießen dass du bereits bist.

00:28:23: Was auch immer höre auf deine innere Stimme wenn sie sich meldet und dich erinnert Deine Reise durch die Elemente durch.

00:28:33: die Schätze hat Dich hierher geführt in die Gegenwart deines eigenen Lichts.

00:28:40: Wie hell darfst du heute strahlen?

00:28:43: Nimm dir einen Moment Zeit, nur für dich um dieser Frage nachzuspüren.

00:28:53: Ich bin Andreas.

00:28:55: Wir haben nun die Götter besucht Die Meister getroffen und die Schätze gehoben.

00:29:03: Mit welcher Geschichte ich dich nächste Woche überrasche Das weiß sich ehrlich gesagt noch nicht.

00:29:10: Im Moment habe ich keine Idee Aber vielleicht habt ihr ja Ideen.

00:29:15: Schreibt mir doch einfach mal in die E-Mail, was euch so interessiert.

00:29:20: Bis zur nächsten Tasse Tee!

00:29:22: Bleib bei dir, pflege deinen inneren Garten und vertraue deiner Natur.

00:29:29: Bis es wieder heißt... Chigong & eine Tasse tee Gedanken und Geschichten über Philosophie Spiritualität Und Die Kunst zu kämpfen.

00:29:45: Wenn Dir diese Episode gefallen hat abonniere den Podcast Damit du keine Tasse Thee mehr verpasst.

00:29:52: Wenn Du jemanden kennst, für den diese Geschichten interessant sein könnten, erzähle ihm gern davon und wenn Dich Gedanken dazu begleiten schreibe sie gerne in die Kommentare oder auch einfach per Mail.

00:30:09: Infos zu mir findest du auf meiner Homepage.

00:30:12: Den Link findest Du wie immer In den Showmots der Episode.

00:30:17: Bis bald!

00:30:22: Ganz sacht und rein, durch jeden Nerv In jede Zelle hinein.

00:30:32: Ein imaginärer, der sich bewegt Wie ein Fluss, der sanft sein Ufer pflegt.

00:30:39: Die Gedanken ziehen wie Wolken fort.

00:30:42: Ich bin ganz hier an diesem halben Ort Und ein Duft steigt auf so warm und lädt mich ein Bei mir zu sein.

00:30:52: Heißer Tee in meiner, einen Anker in diesem Land.

00:31:01: Der Morgen malt ein zartes Licht Im Atem zu, da spür ich mehr Als Worte ist beschreiben können.

00:31:09: hier Die Seele lauscht der Körperlei Der innere Kompass neu geeicht.

00:31:17: Kein Kampf kein Zwang nur ein sanftes Fließen die Harmonien im Sprießen.

00:31:23: Der Tee erzählt Geschichten alt und weiß.

00:31:26: Das G-Umhüllt mich gibt mir neues Preis Ein Moment der Klarheit tief und warmer nicht bereit für all das was ist und war.

00:31:40: Tasse morgen im Atemzug Erzige, ne Tasse Tee.

00:31:59: So fängt jeder Tag an den ich sehe.

00:32:03: In Stille finde ich meinen Weg Im Rhythmus der das Leben dreht.