Qigong und eine Tasse Tee

Transkript

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00:00:13: Hallo und herzlich willkommen zu G-Gong & eine Tasse T. Gedanken und Geschichten über Philosophie, Spiritualität und die Kunst zu kämpfen!

00:00:39: Schön dass du auch heute wieder den Weg zu mir gefunden hast an diesen Ort der Besinnung.

00:00:46: Ich lade dich ein Bevor du den ersten Schluck nimmst, richte deine Aufmerksamkeit heute ganz bewusst nach unten.

00:00:54: Spüre den Kontakt deiner Füße oder deines Beckens zum Boden.

00:00:59: Lass deine Glieder schwer werden!

00:01:01: Stell dir vor wie unsichtbare Fäden aus deinem Körper tief in die dunkle kühle Erde wachsen – weit unter den Asphalt vorbei an den Schichten der Zeit bis sie den pulsierenden Kern der Welt berühren.

00:01:19: Atme tief ein und lasse den Atem wie einen Stein in einem Brunnen sinken.

00:01:26: Hinunter, in dein Becken!

00:01:28: In DEN Raum zwischen deinen Länden dort, dorthin wo deine Lebenskraft ihr eigentliches Zuhause hat.

00:01:39: In unserem letzten Zyklus haben wir die großen Meister der Stille besucht.

00:01:44: Wir haben die unerbitterliche Stränge von Bodhidharma gespürt Die radikale Freiheit von Lauzzi, die würdevolle Ordnung von Confucius und die formlose Schärfe von Musashi.

00:02:00: Wir haben gesehen welche unglaubliche Gebäude diese Männer aus ihrem Geist und ihrem Körper errichtet haben.

00:02:10: Doch heute stellen wir uns die alles entscheidende Frage.

00:02:14: Worauf wurden diese Gebäuden errichtete?

00:02:18: Was war das Fundament?

00:02:20: Was war der Treibstoff, der diese Meisterschaft überhaupt erst ermöglichte?

00:02:26: Wir schlagen heute ein neues fundamentales Kapitel auf.

00:02:30: Das Kapitel der drei Schätze... ...der Sanbaro!

00:02:37: Die chinesische Alchemie lehrt uns das wir aus drei kostbaren Substanzen bestehen die wie Stufen einer Leiter zum Himmel führen.

00:02:47: Es sind die Substanze Ying, Ji und Shen.

00:02:53: Heute beginnen wir ganz unten beim Fundament.

00:02:58: Wir reisen heute nicht auf einen windigen Berggipfel und nicht in einem prächtigen Palast, wir reisen in die Tiefe!

00:03:05: Wir schauen unter die schüllerne Oberfläche deiner Gedanken- und Bewegungen.

00:03:16: In der traditionellen Chinesischen Medizin ist das Jing des Kostbarste, was ein Mensch besitzen kann.

00:03:37: In den alten Texten wird es oft eher furchtsvoll als der Same der Existenz oder als die Wurzel des Lebens beschrieben.

00:03:47: Aber was genau ist das dieses Jing?

00:03:52: Stell dir dein Leben wie eine prachtvolle brennende Kerze vor, die in einer dunklen Kathedrale steht!

00:04:00: Die helle Flamme oben Die Licht spendet und die Schatten vertreibt.

00:04:05: Das ist dein Geist, dein Schen!

00:04:08: Die Wärme, die von der Flamme ausgeht und die Energie, die den Docht nähert – das ist ein Ski, deine Lebenskraft.

00:04:18: Aber das Wachs der Kerze... ...die feste schwere Substanz, die dem Körper der Kerzen bildet und letztlich darüber entscheidet wie viele Stunden oder Jahrzehnte diese Flamme überhaupt brennen kann, genau das ist dein Jing.

00:04:38: Jing ist eine Urbatterie.

00:04:41: Es ist die materielle Basis deiner spirituellen und körperlichen Existenz.

00:04:46: Wir unterscheiden in der Alchemie zwei Quellen dieses Schatzes.

00:04:51: Da ist zum einen das vorgeburtliche Jing.

00:04:55: Das ist das Geschenk Deiner Eltern und Ahnen im dem Moment als dein Leben begann.

00:05:01: Es ist dein genetischer Bauplan, deine konstitutionelle Mitgift.

00:05:07: Dein Schicksalsschatz!

00:05:09: Man kann ihn nicht vermehren, man kann ihn nur Weise verwalten.

00:05:14: und dann gibt es das nachgeburtliche Jing, dass wir täglich aus dem Extrakt unserer Nahrung, Aus der Tiefe unserer Atmung und aus der Kraft unserer Tees und Kräuter gewinnen können um unsere Batterie zu schützen.

00:05:30: In deinem Körper hat dieser Schatz einen festen Ort.

00:05:34: Er wird in den Nieren aufbewahrt.

00:05:37: In den alten Schriften heißt es, die Nieren seien das Tor des Schicksals.

00:05:42: Das Jingen ist die Kraft, die bestimmt wie wir altern Wie fest unsere Zähne im Kiefer sitzen?

00:05:50: Wie stark unsere Knochen sind?

00:05:53: Wie klar unser Gehör bleibt und wie viel Widerstandskraft wir besitzen Wenn der große Sturm des Lebens uns prüfen will, es ist die Essenz aus der dein Körper sich in jeder Sekunde neu erschafft.

00:06:22: Nimm jetzt einen tiefen bewussten Schluck aus deiner Tasse!

00:06:26: Ich habe heute passend zu diesem Thema einen dunklen gereiften Pu-RT gewählt – ein T, der jahrelang in der Stille der Erde oder in feuchten Kellern ruhen dürfte Um diese Tiefe fast schon mineralische Erdigkeit zu entwickeln, spüre diesen Geschmack der dich an Wurzeln, an feuchten Waldboden und die unendliche Geduld der Natur erinnert.

00:07:01: Wenn du diesen Tee trinkst, spürst Du eine Qualität von Jing.

00:07:07: Jing!

00:07:08: Deine unzerreißbare Verbindung zu allem was vor dir war.

00:07:13: Du bist kein Zufallsprodukt, kein einsames Atom im Universum.

00:07:18: In deinem Jing fließt das Blut der Schweiß und die Tränen von zehntausend Generationen.

00:07:25: Deine Ahnen haben Eiszeiten überstanden.

00:07:28: Sie haben Hungersnüllte Kriege und solchen überlebt Nicht weil sie so schlau waren sondern weil ihr Jing stark genug war.

00:07:37: Ihr unbändiger Überlebenswille ist in deinen Nieren gespeichert.

00:07:44: Du bist die Spitze dieses Speers, dessen Schaft zehntausend Jahre lang geschmiedet wurde.

00:07:52: In der Kunst zu kämpfen ist das Jing – Das Fundament der wahren Resilienz.

00:07:58: Ein Kämpfer kann noch so viele Techniken besitzen.

00:08:01: Er kann ein Meister des Qi der Energie sein.

00:08:04: Wenn sein Jing seine Substanz erschöpft wird er unter echtem Druck zerbrechen wie Sprødes Holz.

00:08:12: Jing gibt einem Knochen die Dichte von Metall und deinen Sehnen, die Elastizität von Seite.

00:08:21: Es ist die stille Kraft, die nicht brüllen muss um den Raum zu füllen – es ist die Präsenz, die man spürt bevor ein Wort gesprochen wird.

00:08:33: Spüre die Wärme in deinem unteren Rücken dort wo deine Nieren wie zwei heilige Tempelwächter ruhen!

00:08:42: Wir leben in einer Zeit, die darauf programmiert ist unser Jing rücksichtslos zu verbrennen.

00:08:50: Stress!

00:08:51: Das blaue Licht der Bildschirme bis tief in die Nacht Ständige Erreichbarkeit und den Raubbau an unserem Schlaf.

00:08:59: All das ist als würden wir eine Kerze oder die Kerze des Lebens nicht nur am Docht anzünden sondern sie gleichzeitig von unten mit einem Schweißbrennerschmelzen.

00:09:15: Jing kann man nicht einfach im Supermarkt nachkaufen, man kann es nur bewahren!

00:09:22: Man kann es pflegen und durch alchemistische Prozesse veredeln.

00:09:28: Wie wir das tun?

00:09:30: Und wie uns die Geschichte eines uralten Baumes dabei helfen kann Das Geheimnis des Überdauerns zu verstehen.

00:09:40: Das schauen wir uns jetzt gemeinsam an.

00:09:58: Stellet dir ein verborgenes Tal vor, tief in den nebligen Bergen des alten China – dort wo die Gipfel die Form von schlafenden Drachen haben!

00:10:09: Es ist ein Ort, den kein Jäger, kein Holzfeller und keine Karte je berührt hat.

00:10:15: In der Mitte dieses Tals auf einer Insel aus grauen Steinen und maraktgrünem Moos steht ein Baum eine uralte Cedar dessen Stamm so breit ist, dass zehn Männer mit ausgestreckten Armen ihn nicht umspannen können.

00:10:33: Ihre Rinde ist tief geforscht wie das Gesicht eines alten Gottes – gekennzeichnet von tausend Blitzeinschlägen und zehntausend Wintern.

00:10:45: Dieser Baum ist das lebendige atmende Bild für das Jing.

00:10:52: Während die wilden Blumen auf der Wiese um ihn herum in einem einzigen Sommer hektisch erblühen Je Farben verschleudern, Samen streuen und im ersten Frost des Herbstes vergehen?

00:11:07: Steht der Baum einfach nur da.

00:11:10: Er hat es nicht eilig!

00:11:12: Er wächst nicht verzweifelt dem Licht entgegen, nur um gesehen zu werden... er wächst zuerst in die Dunkelheit,... ...in die Tiefe.

00:11:21: Seine Wurzeln haben über Jahrhunderte den nackten Fels

00:11:24: gesprengt.".

00:11:26: Sie winden sich wie steinende Schlangen um die Fundamente der Welt und trinken aus der Quelle, die direkt aus dem heißen mineralischen Herzen der Erde gespeist wird.

00:11:38: Dieser Baum ist dein eigener Körper!

00:11:42: Deine Äste mögen sich im Wind des Schicksals biegen, deine Blätter mögen im Herbst deiner persönlichen Krise fallen und der Schnee des Alters mag deine Krone beugen.

00:11:54: Solange dein Jing Deine tiefe Wurzelkraft, intakt ist wird kein Sturm der Welt dich fällen können.

00:12:04: Der Baum überlebt den Waldbrand weil sein Saft tief im Inneren dick klebrig und lebensspenden bleibt.

00:12:13: Er überleb die Jahrhunderte lange Dürre weil er Reserven hat von denen die Gräser an der Oberfläche nicht einmal träumen können.

00:12:23: Frag dich heute ganz ehrlich Wie tief reicht deine Wurzel?

00:12:28: Bist du nur eine bunte Blume, die beim kleinsten Windhauch einer schlechten Nachricht ihre Farbe verliert und einknickt?

00:12:37: oder pflegst Du jene stille dunkle Kraft in Deinem Inneren, die Dich über Jahrzehnte hinweg trägt ohne dass Du laut werden musst.

00:12:56: Wir müssen über die unsichtbare Tragödie unserer modernen Zeit sprechen!

00:13:07: die auf dem systematischen Raubbau am Jing basiert.

00:13:11: Wir feiern den Burnout fast schon als Medaille für besonderen Einsatz.

00:13:17: In der traditionellen Chinesischmedizin lernen wir, dass wir mit einer festen Menge an vorgeburtlicher Essenz geboren werden.

00:13:27: Stell es dir wie ein massives Sparkonto vor das deine Ahnen für dich angelegt haben.

00:13:33: Du kannst jeden Monat einen kleinen wenig Zinsen einzahlen indem du gut ist tief in dein Dantchen atmest und ein Chigong übst.

00:13:42: Das ist das nachgeburtliche Jing, aber wenn du ständig über deine Verhältnisse lebst, wenn Du die Nächte durch arbeitest Wenn Du dich von Koffein- und Adrenalin-Peitschen lässt nur um noch eine Stunde länger zu funktionieren Dann greifst Du Deinen Grundkapital an.

00:14:03: Jedes Mal wenn Du Dich auspeitschst um produktiver zu sein Obwohl Dein Körper nach Stille und Dunkelheit schreit brennst du ein Stück deiner Essenz weg.

00:14:15: Es ist als würdest du die Kerze, von der wir vorhin sprachen nicht nur oben am Docht anzwinden sondern sie gleichzeitig von unten mit einem Schweißbrenner bearbeiten.

00:14:28: Die Symptome dieses Verlusts sind schleichend und grausam.

00:14:33: Die Knochen werden brüchig das Gehör verliert seine Schärfe Das Haar wird vortzeitig grau!

00:14:43: Aber am schlimmsten ist, dass der Wille das Zieh erlarmt.

00:14:49: Ein Mensch ohne Jing hat keine Ausstrahlung mehr.

00:14:53: Sein Licht erlücht Nicht weil der Geist schlecht wäre sondern weil der Treibstoff Das Wachs schlichtweg verbrannt ist.

00:15:03: Er hat keine Substanz mehr In der Kunst zu kämpfen.

00:15:08: Ist das der Moment der absoluten Niederlage?

00:15:11: ein Kämpfer ohne Essenz kann zwar immer noch zuschlagen.

00:15:15: Er beherrscht vielleicht die Technik perfekt, aber sein Schlag hat kein Gewicht mehr.

00:15:22: Es ist nur noch eine hohle Bewegung.

00:15:25: Warekraft braucht Masse!

00:15:27: Sie braucht die schwere dunkle ruhige Energie der Nieren... ...die hinter jeder Geste steht wie ein massives Granitfeld.

00:15:39: Ohne Jing bist du nur ein Schatten.

00:15:44: Ein Schatten, der gegen den Wind kämpft.

00:16:01: In der Kampfkunst und im tiefen Chigon gibt es eine Ebene, die wir oft übersehen weil sie unter dem Fleisch verborgen liegt.

00:16:12: Die Ebene der Knochen.

00:16:14: Das Jing manifestiert sich in deinem physischen Körper als das Knochennmark.

00:16:20: In den alten Klöstern des Zonghanggebirges leeren die Mönche dass ein wahrer Meister Knochan wie geschmiedetes Eisen haben muss.

00:16:34: Was meinten sie damit wirklich?

00:16:37: Es ging nicht um die Härte eines gefühlosen Roboters, es ging um die Dichte der Energie.

00:16:44: Wenn dein Jing stark ist wird dein gesamtes Skelett zu einem Sender und Empfänger für Kraft.

00:16:51: Wenn du im Chigong stehst und deinen Chi durch deine Glieder leitest nutzen die Sehnen und Muskeln die Knochen als Hebel!

00:17:00: Ein Mensch mit starkem Jing fühlt sich schwer an.

00:17:05: Er fühlt sich schwer an, wenn man ihn berührt.

00:17:07: Selbst wenn er hage und dünn ist!

00:17:11: Er besitzt eine natürliche Schwerkraft, er besetzt den Raum in dem er steht.

00:17:17: Bodidama der wilden Meister aus Folge XXVI hinterließ uns nicht ohne Grund das Xizuying – Das Waschen des Knochenmarks.

00:17:29: Warum?

00:17:31: Weil er wusste, dass wir in unserem Kern unsere tiefsten spirituellen Potenziale speichern.

00:17:39: Wenn wir kämpfen, wenn wir dem Stress des Lebens begegnen, tun wir das meist mit unseren oberflächlichen Muskeln – mit Anspannung, mit hochgezogenen Schultern und mit schierer Willenskraft!

00:17:52: Doch das alles tödlich erschöpfend.

00:17:56: Ein Meister des Jing kämpft mit seinen Knochen.

00:18:00: Er lässt die Struktur arbeiten er ruht in seiner Essenz, während der Sturm an der Oberfläche tobt.

00:18:07: Es ist wie ein Schiff, das durch seinen schweren Kiel auch im Orkan nicht kennt hat.

00:18:17: Spüre beim Schlucken ganz genau, wie die Flüssigkeit an deinem Gaumen entlangleitet und deine Kehle benetzt.

00:18:25: Stell dir vor!

00:18:26: Die Mineralität des Tees – diese Kraft der Erde, die die Pflanzen über Jahre gesammelt hat wandert direkt in deine Knochen.

00:18:37: Sie nähert das Mark, sie füllt deine Reserven auf!

00:18:43: Du musst nicht immer kämpfen, manchmal ist das Stärkste was du tun kannst einfach nur deinen Essenz zu bewahren den Schreien deiner Nieren geschlossen zu halten und das Feuer der Aufmerksamkeit nach Innen zu richten statt es im Außen zu verpulvern.

00:19:14: Zwischen deinen beiden Nieren, genau auf der Höhe deines zweiten Lendenwirbels liegt ein Punkt den die Chinesen airfurchtsvoll Mingmen nennen.

00:19:25: Das Tor des Schicksals.

00:19:27: Hier an diesem unscheinbaren Ort wird das kalte dunkle Jing durch das Feuer deines Lebens in Wärme und Tatkraft umgewandelt.

00:19:38: Es ist der Ort an dem deine Ahnen dir in der Stille zuflüstern.

00:19:46: In der Spiritualität des Jing geht es um die tiefe Akzeptanz deines eigenen Erbes.

00:19:53: Du trägst die DNA von Millionen von Überlebenden in dir.

00:19:58: Dein Körper ist kein Fehler und kein Zufall, er ist das Ergebnis von ehonen erfolgreicher Anpassungen.

00:20:08: Ying zu kultivieren bedeutet diesen Körper zu Ehren statt ihn zu optimieren.

00:20:15: Es bedeutet zu sagen Ich bin ein heiliges Gefäß für die Essenz des Universums.

00:20:23: In deiner Tasse Tee heute spiegelt sich dieses Prinzip perfekt wieder!

00:20:29: Die Teflanze hat Jahre, vielleicht Jahrzehnte gebraucht um die tiefsten Mineralien aus dem Fels in dieses eine Blatt zu ziehen.

00:20:39: Sie hat Regen, Schnee und Sonne geduldig in jing verwandelt.

00:20:45: Wenn du diesen Tee trinkst nimmst du diese Jahrzehnte lange Geduld in dich auf.

00:20:50: Das Wasser des Tees verbindet sich mit dem Wasser deines Körpers, deine Nieren filtern es und dein Jing bewahrt diese Essenz!

00:21:02: Lass uns für diesen Moment den Lärm der Welt die Sorgen um morgen und die Reue über gestern draußen lassen.

00:21:11: Spüre das Tor des Schicksals in deinem Rücken.

00:21:16: Werdet Dir mit jedem Atemzug bewusst, dass Du alles was Du für Deinen Weg brauchst bereits in Dir trägst.

00:21:24: Tief in Deinen Zellen verankert fest in Dein Mark eingeschrieben!

00:21:30: Du musst nicht nach draußen rennen um Kraft zu suchen.

00:21:33: du musst nur aufhören deine kostbare Essenz Für Dinge Zu verschleudern die dein Herz Nicht nähern.

00:21:41: Frage Dich beim nächsten Schluck wie viel Deines lebenswichtigen Wachses hast du heute schon verbraucht für Dinge, die in drei Tagen keine Rolle mehr spielen.

00:21:55: Und hast Du heute schon ein einziger Moment lang nur für deine Wurzeln gesorgt?

00:22:16: Wir haben das Jing bisher als das Wachs einer Kerze beschrieben – als eine Batterie oder als die schwere dunkle Essenz in der Tiefe deiner Nieren!

00:22:28: Doch das Jing ist in der Natur des Daulismus nicht dazu da einfach nur ungenutzt, in einem Tresor zu liegen.

00:22:36: In der inneren Alchemie des Qigong gibt es einen wunderbaren fast magischen Prozess die Wandlung vom Jing zum Qi.

00:22:48: Stell dir vor du setzt einen schweren Guss als ein Kessel mit eiskaltem Wasser auf ein glünes Feuer.

00:22:57: Das Wasser im Kessel das ist dein Jing.

00:23:00: Es ist substanziell, es gibt Gewicht.

00:23:04: Es ist die Materie.

00:23:07: Das Feuer unter dem Kessel – das ist ein Lebenswülle, dein Leidenschaft, dein Zieh und der Dampf, der schließlich aus dem Kessel aufsteigt, der den Raum erfüllt, der die Turbinen antreibt und alles in Bewegung setzt.

00:23:27: Das ist ein Chi!

00:23:30: Ohne das schwere Wasser im Kessel gebe es keinen Dampf.

00:23:35: Ohne dass Jane bleibt dein Ski oberflächlich.

00:23:39: Es ist wie ein kurzes Strohfeuer Nervös, zittrig und schnell erschöpft.

00:23:47: In der Kunst zu kämpfen ist dies Das tiefste Geheimnis der inneren Kraft.

00:23:55: Ein Kämpfer der nur aus seiner Muskelkraft agiert verbrennt sein Ski in wenigen Augenblicken.

00:24:03: Er keucht nach zwei Minuten, Sein Herz rast!

00:24:06: Seine Bewegungen werden ungenau.

00:24:09: Ein Kämpfer aber der gelernt hat, seinen Jing zu erhitzen Schöpft aus einer Quelle die jenseits seiner Muskeln liegt.

00:24:20: Seine Bewegung kommen nicht aus dem Biceps Sie kommen aus dem Mark seiner Knochen Unaufhaltsamen Wucht seiner gesamten Ahnenkette.

00:24:34: Er ist die Kraft, die nicht drückt sondern die den Raum besetzt.

00:24:40: Spüre wie der warme Tee in dir eine ähnliche Wandlung auslöst!

00:24:45: Die materielle Substanz des Blattes, die jahrelang Mineralien gesammelt hat wird nun... ...in Wärme und Energie umgewandelt.

00:24:56: Das ist Alchemie an deiner Schale, in deiner Tasse.

00:25:00: Du nimmst die Essenz der Erde auf und verwandelt sie in den Dampf deiner Vitalität.

00:25:06: Das Jing ist die Stille, aus der die wahre Bewegung geboren wird.

00:25:11: Je tiefer die Stlle deiner Nieren ist, desto kraftvoller und majestätischer wird der Ausdruck deines Lebens

00:25:18: sein.".

00:25:33: Ich möchte dir heute eine kleine fast unscheinbare Übung mitgeben, die du überall machen kannst – während du hier sitzt!

00:25:41: während du an deinem Schreibtisch arbeitest oder wenn du im Stau stehst und die Welt um dich herumlaut wird.

00:25:48: Es ist die Praxis, das Tor des Schicksals zu bewahren.

00:25:55: Atme einmal ganz tief ein aber stell dir vor, dein Atem fließt nicht nur in die Spitzen deiner Lungen!

00:26:02: Lasst ihn tiefer sinken vorbei am deinem Herzen vorbei an dein Bauchnabel bis er deinen unteren Rücken berührt.

00:26:11: Stell dir vor, deine Nieren saugen diesen Atem auf wie ein trockener schwammendes Wasser.

00:26:19: Beim Ausatmen lässt du die Energie dort unten verweilen.

00:26:24: Entspanne deinen unteren Rücken, lass ihn weit werden!

00:26:29: Zieh dein Becken nur einen Millimeter an als würdest Du einem wertvollen Schatz in einem Schrein verschließen.

00:26:38: Im Jigong nennen wir das Sammeln.

00:26:42: Wir leben in einer Welt, die darauf programmiert ist alles von uns nach draußen zu ziehen.

00:26:48: Unsere Aufmerksamkeit durch Bildschirme unsere Wünsche durch Werbung unserer Energie durch ständige Erreichbarkeit.

00:26:56: wir sind fast alle im permanenten Export-Modus!

00:27:01: Wir bluten energetisch aus.

00:27:04: Die Pflege des Jing bedeutet radikal in den Inportmodus zu wechseln.

00:27:10: Hol deine Energie zurück nach Hause In deinen Nieren, in dein Mark.

00:27:16: Werdet zum Wächter deines eigenen Kerns!

00:27:21: Werdet ihr heute eines bewusst?

00:27:24: Du musst dich nicht ständig beweisen.

00:27:26: Du musst nicht jedes Feuer löschen das andere vor dir entzünden nur um Aufmerksamkeit zu finden.

00:27:33: Warestärke im Sinne des Jing bedeutet oft den Schrein einfach geschlossen zu halten.

00:27:40: Ein Meister des ersten Schatzes ist ein Meister des genug.

00:27:47: Er weiß, wann er handeln muss, aber er weiß noch viel besser, wenn er ruhen muss um seine Essenz zu bewahren.

00:27:56: Das is keine Faulheit.

00:27:59: Es iß die höchste Form der Selbstverantwortung gegenüber dem Geschenk des Lebens Dass sie deine Ahnend an Vertraut haben.

00:28:07: Ehre sie indem du ihr Erbe nicht verschleuderst.

00:28:25: Wir kehren um langsam zurück aus der Stille des verborgenen Talz, aus der Tiefe der Erde und aus dem kühlen Mark unserer Knochen.

00:28:35: Wir verlassen die uralte Cedar – aber wir nehmen ihre Standhaftigkeit, ihre Geduld und ihre unerschütterliche Wurzelkraft mit in unserem Tag!

00:28:46: Nimm den allerletzten Schluck aus deiner Tasse.

00:28:49: Spüre wie das schwere, erdige Aroma des Tees dich in die letzte Zelle settigt.

00:28:57: Du hast heute den ersten der drei Schätze geborgen, das Jing!

00:29:03: Du weißt jetzt dass du nicht allein bist sondern dass du auf dem Fundament von zehntausend Generationen stehst, die in dir weiteratmen.

00:29:17: kommen in die Stille mit etwas was in dir bleibt.

00:29:22: danke dass du heute mit mir auf diese Reise in deine eigene Tiefe gegangen bist.

00:29:28: Es erfordert Mut, in die Dunkelheit der Wurzeln zu schauen – In einer Welt, die nur das Licht der Krone bewundert.

00:29:37: Vielleicht spürst du etwas in dir?

00:29:40: Das Leise ruft!

00:29:42: Vielleicht die Einladung heute Abend einmal eine Stunde früher das Licht zu löschen und deinem Körper den Schlaf zu schenken, den er zum Aufbau des Jing

00:29:52: braucht.".

00:29:54: Vielleicht der Impuls, deinen unteren Rücken heute mehr Wärme und Achtsamkeit zu schenken.

00:30:00: Oder einfach die Erkenntnis, dass deine Kraft in der Ruhe liegt – nicht in der Haste!

00:30:08: Was auch immer, höre auf Deine innere Stimme wenn sie sich meldet und Dich an Deine Substanz erinnert.

00:30:16: Deine Essenz ist kein unendlicher Brunnen, wenn Du Sie rücksichtslos

00:30:22: verschwendest.".

00:30:24: Aber sie ist ein unbesiegbarer Anker, wenn du sie erst und pflegst.

00:30:31: Wie tief sind deine Wurzeln heute?

00:30:35: Wie fest steht dein Baum?

00:30:37: Nimm dir einen Moment Zeit nur für dich um dieser Frage nachzuspüren!

00:30:46: Ich bin Andreas.

00:30:48: In der nächsten Folge werden wir den zweiten Schatz heben.

00:30:52: Wir verlassen die schwere stoffliche Welt des Jing und widmen uns dem fließenden, unsichtbaren Atem des Universums.

00:31:00: Wir sprechen über jene Kraft die alles bewegt – Alles was lebt!

00:31:05: wir sprechen über das Chi Bis zur nächsten Tasse-Tee.

00:31:10: Bleib bei dir, pflege dein Jing Und vertraue deiner Natur Bis es wieder heißt Chi Gong & eine Tasse T Gedanken und Geschichten über Philosophie, Spiritualität die Kunst zu kämpfen.

00:31:27: Wenn dir diese Episode gefallen hat, abonniere den Podcast damit du keine Tasse Tee mehr verpasst!

00:31:33: Wenn du jemanden kennst für den diese Geschichten interessant sein könnten erzähle ihm gern davon und wenn dich Gedanken dazu begleiten schicke mir gerne eine Mail oder schreibe es in die Kommentare.

00:31:50: Infos zu mir findest Du auf meiner Homepage.

00:31:53: Den Link dazu findest du wie immer In den Shownutz des Malten.

00:31:59: Von den Füßen steigt die Kraft ganz sacht und rein Durch jeden Nerv in jede Zelle hinein.

00:32:12: Ein imaginärer Bild der sich bewegt Wie ein Fluss, der sanft sein Ufer pflegt.

00:32:18: Die Gedanken ziehen wie Wolken fort.

00:32:21: Ich bin ganz hier an diesem halben Ort Und ein Duft steigt auf.

00:32:26: so warm Lettet mich ein bei mir zu sein.

00:32:31: heißer Tee in meiner, ein Anker in diesem Land.

00:32:37: Chigong und eine Tasse Tee.

00:32:41: Der Morgen malt ein zartes Licht Im Atemzug.

00:32:45: da spür ich mehr als Worte es beschreiben können.

00:32:50: Die Seele lauscht der Körper leid'n Der innere Kompass neu geeicht.

00:32:56: Kein Zwang nur ein sanftes Fließen die Harmonien im Inneren.

00:33:03: Der Tee erzählt Geschichten, Alt und Weiß.

00:33:06: Das G-Umhüllt mich gibt mir neues Preis Ein Moment der Klarheit, tief und warm.

00:33:12: Mach nicht bereit für all das was ist und war.

00:33:17: G-Gog das ja morgen macht Im Atemzug die Seele laut.

00:33:36: Ja G-gog und deine Tasse tät So fängt jeder Tag an den ich sehe.

00:33:42: In Stille finde ich meinen Weg Im Rhythmus der das Leben trägt Mh.