Qigong und eine Tasse Tee

Transkript

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00:00:13: Ich begrüße dich zu einer neuen Folge von Chi Gong und eine Tasse T. Gedanken und Geschichten über Philosophie, Spiritualität und die Kunst zu kämpfen.

00:00:41: Schön dass du auch heute wieder den Weg an unseren Tisch gefunden hast.

00:00:46: Nimm dir eine T-Schale spüre die rauer Keramik in deinen Händen Und bevor du weiter zuhörst, atme einmal tief ein und aus.

00:00:59: Nicht um etwas zu erreichen sondern um einfach hier im Jetzt anzukommen.

00:01:07: Welcher Tee ist es heute?

00:01:09: Vielleicht ist es Heute ein kräftiger japanischer Matscha oder ein klarer Sencha der den Geist schneidet wie frischer Wind Ein Tee der nichts beschönigt Der dich zurück holt in dem Moment.

00:01:27: Heute reisen wir ins siebzehnte Jahrhundert.

00:01:30: Wir reisen nach Japan, eine Zeit in der ein einziger Augenblick den Unterschied machte zwischen Leben und Tod.

00:01:40: Es ist ein grauer Morgen auf der Insel Kyushu.

00:01:45: Der Nebel hängt tief zwischen den Zedern so dicht dass die Welt dahinter zu verschwimmen scheint als hätte jemand die Wirklichkeit leiser gedreht.

00:01:58: Auf einer schmalen Lichtung steht ein Mann, allein.

00:02:03: Er passt nicht in das Bild, dass man von einem Samurai erfahrtet.

00:02:07: Kein Glanz!

00:02:09: Keine Ordnung... Nur ein zerrissenes Gewand, Schmutz an den Füßen und Wind in den Haaren.

00:02:18: Ein Ronin!

00:02:20: Ein herrloser Krieger außerhalb jeder Struktur, außerhalb jedes Schutzes.

00:02:27: Sein Name?

00:02:29: Miyamoto Musashi.

00:02:33: Und schon zu Lebzeiten ist eher eine Geschichte, die größer ist als der Mensch selbst.

00:02:38: Sechzig Duelle.

00:02:40: Sechszig Entscheidungen zwischen Leben und Tod – und kein einziges Mal besiegt!

00:02:48: Doch das ist nicht das was ihn für uns wirklich wichtig macht.

00:02:52: Nicht die Zahl der Siehe, nicht die Legende sondern das was danach kommt.

00:02:58: Denn ….

00:03:00: Musashi Ist kein Mann, der im Sieg stehen bleibt.

00:03:04: Er ist einer, der beginnt den Sieg selbst zu hinterfragen.

00:03:09: Er hat irgendwann erkannt.

00:03:12: nicht das Schwert ist das Ziel Es ist nur ein Werkzeug wie ein Pinsel mit dem man etwas viel größeres berührt die Wahrheit des Augenblicks.

00:03:24: und genau hier beginnt seine Wandlung vom Kämpfer zum Suchenden.

00:03:45: Bevor wir ihn begegnen als den Mann, der später in einer Höhle über die großen Fragen des Lebens schreibt müssen wir einen Schritt zurückgehen.

00:03:56: Dorthin wo noch nichts gereift ist, wo noch kein Lehrer spricht sondern nur Instinkt und Hunger.

00:04:06: Wir treffen ihn am Anfang nicht als Weisen, sondern als etwas Ungezehmtes Ein junger Mensch, der noch keinen Abstand zu sich selbst kennt.

00:04:20: Mit dreizehn Jahren tritt er in sein erstes Duell ein.

00:04:24: Kein Training!

00:04:26: Keine Vorbereitung im modernen Sinne.

00:04:29: Nur einen Moment, in dem sich alles entscheidet.

00:04:33: Er besiegt einen erfahrenen Krieger mit einem einfachen Holzstab.

00:04:38: mehr braucht es nicht kein Stahl keine Technik Schule nur Entschlossenheit und etwas in ihm Lernt.

00:04:48: in diesem Moment sehr früh?

00:04:51: Ich überlebe, wenn ich gewinne.

00:04:53: Und ich gewinde, wenn ist stärker bin als der andere!

00:04:57: Von da an kennt sein Weg nur eine Richtung – höher, härter und nachgiebiger.

00:05:04: Er wird zu einem Schatten auf den Straßen Japans.

00:05:08: Schläft unter freiem Himmel, wäscht sich selten, bleibt nie lange an einem Ort nicht aus Romantik sondern weil Stillstand gefährlich ist.

00:05:20: Er lebt für den nächsten Kampf, für die nächste Prüfung.

00:05:24: Für den nächsten Moment in dem er beweisen kann dass er noch nicht besiegt ist und er entwickelt etwas das seine Gegner später nur noch mit Erfurcht aussprechen einen eigenen Stil zwei Schwärter Nicht eines Das lange Katana und das kurze Vagi Tsashi gleichzeitig geführt Niten Ichiryu, zwei Himmel als einer.

00:05:53: Ein System das nicht auf Schönheit ausgelegt ist sondern auf Effizienz – Auf Überlegenheit!

00:05:59: Auf ein Ende des Gegners bevor der Kampf wirklich beginnt.

00:06:03: Sein Name beginnt sich zu verbreiten wie ein kalter Wind und wo er auftaucht verändert sich die Luft.

00:06:11: Doch etwas bleibt im Hintergrund bestehen, etwas das noch nicht sichtbar ist Denn je mehr er gewinnt, desto weniger erfüllt ihn der Sieg.

00:06:22: Der Wendepunkt kommt nach seinem berühmtesten Duell auf der Insel Ganry gegen Sasaki Kōjiro – ein Gegner von Eleganz, Präzision und Meisterschaft!

00:06:38: Und als Musashi am Ende über ihm steht ist da kein Triumph, der ihn trägt keine Freude, kein inneres Aufleuchten nur Stille Und in dieser Stille beginnt etwas zu bröckeln.

00:06:54: Er erkennt, ich kann alles besiegen was mir gegenüber steht aber ich habe noch nie verstanden was in mir selbst geschieht.

00:07:04: Der Kampf draußen ist gewonnen doch der Kampf Innen hat noch nicht einmal begonnen und genau dort beginnt sich sein Weg zu verändern.

00:07:14: langsam unmerklich Aber und umkehrbar.

00:07:33: Genau in diesem Moment beginnt sich etwas zu verändern.

00:07:36: Nicht laut, nicht sichtbar für andere aber spürbar für ihn selbst!

00:07:42: Er greift seltener zum Stahl, lässt das Schwert öfter in der Scheide und wenn er kämpft dann nicht mehr mit einer Klinge sondern ein Stück Holz reicht.

00:07:56: Ein einfacher Ast manchmal erst kurz vor dem Kampf geschnitzt.

00:08:01: Ein Boken kein Glanz Keine Schärfe im Metall, und trotzdem entscheidend.

00:08:09: Denn etwas hat sich verschoben!

00:08:11: Die Kraft liegt nicht im Material sondern im Geist der es führt.

00:08:16: Und so beginnt er etwas loszulassen – langsam Fast unmerklich.

00:08:23: Er hört auf Beweise zu sammeln, er hört auf Sich über andere zu definieren Der Jäger verschwindet Und Etwas anderes taucht auf Ein Suchender.

00:08:39: Vielleicht wunderst du dich, warum wir heute nicht in China bleiben?

00:08:43: Warum wir diesen Weg nach Japan gehen.

00:08:46: Doch wenn du genau hinschaust ist der Unterschied kleiner als er scheint.

00:08:53: Die Namen ändern sich die Formen verändern sich aber das worauf gezeigt wird bleibt dasselbe Was in China Tao genannt wird wird hier zu einem Weg einem Do.

00:09:09: Was dort als Schann beginnt, wird hier zum Zähn.

00:09:13: Und doch ist es derselbe Strom.

00:09:15: Unfassbar!

00:09:17: Nicht festzuhalten aber erfahrbar.

00:09:21: Musashi beginnt diesen Strom zu erkennen – nicht nur im Kampf auch in Pinselstrich, in der Stille eines Gartens… In einer Bewegung die keinen Widerstand mehr kennt.

00:09:33: Er malt, er schreibt … Er gestaltet Räume in denen nichts Überflüssiges bleibt.

00:09:42: Und irgendwann wird aus Erfahrung ein Satz, wenn du den Weg einmal wirklich verstanden hast dann erkennst Du ihn in allen Dingen.

00:09:56: Nimm jetzt einen Schluck Tee nicht nebenbei sondern bewusst spüre die Bitterkeit die Klarheit danach und vielleicht merkst Du dass es genau hier keinen Unterschied gibt ob du eine Klinge führst oder eine schale Tee hebst.

00:10:13: Beides verlangt dasselbe Präsenz, einen Geist der nicht festhält, der nicht zurückschaut und nicht vorgreift.

00:10:22: In der Kampfkunst nennt man das Muschinen ein Geist ohne festen Ort.

00:10:29: Und wenn Du ehrlich bist suchst Du genau das auch in Deiner Bewegung im Qigong diesen einen Punkt an dem Du nichts mehr machst sondern es geschieht.

00:10:42: Musashi sucht ihn im Kampf, du suchst ihn vielleicht in der Stülle aber der Ort ist derselbe und auch die Herausforderung denn solange da jemand ist der gewinnen will er sich beweisen muss der Angst hat zu verlieren ist dieser Raum nicht frei.

00:11:04: also beginnt der eigentliche Weg genau hier Nicht im Sieg über andere, sondern im Durchschneiden dessen was Dich von Dir selbst trennt.

00:11:15: Schicht für Schicht – Gedanke für Gedanken Bis nichts mehr übrig bleibt Was verteidigt werden muss.

00:11:22: Und genau aus diesem Raum heraus zieht er sich am Ende zurück nicht aus Schwäche Sondern aus Klarheit.

00:11:31: in eine Höhle Kalt still und beginn zu schreiben Nicht über den Kampf gegen Andere sondern über den Weg.

00:11:54: Wir schreiben das Jahr, sixteenhundertdreiundvierzig.

00:11:58: Musashi ist alt geworden Der Körper wird langsamer der Atem kürzer Und irgendwo tief in ihm beginnt sich etwas zurückzuziehen.

00:12:07: Nicht dramatisch nicht plötzlich Ein leises verschwinden.

00:12:12: Er sucht nicht mehr Kein rum keine Gegner keine Bestätigung und auch keine Schüler.

00:12:20: Stattdessen geht er an einen Ort an dem nichts mehr von ihm verlangt wird.

00:12:26: Er geht in eine Höhle, Rheigando, Fels, Kälte, Stille – keine Ablenkung, kein Publikum!

00:12:37: Nur er selbst und das was übrig bleibt wenn alles andere wegfällt.

00:12:44: Er hält keinen Schwert mehr in der Hand nur einen Pinsel und vielleicht ist das der eigentliche Schnitt den er in seinem Leben vollzogen hat nicht mehr nach außen sondern nach innen.

00:12:56: Über zwei Jahre hinweg schreibt er, nicht viel.

00:13:00: Aber präzise alles was nach sechzig Kämpfen und einem ganzen Leben noch Bestand hat!

00:13:08: Kein Zierrat keine Geschichten nur das Wesentliche fünf Kapitel fünf Ringe Erde Wasser Feuer Wind Leere.

00:13:26: Wenn du genau hinschaust ist das nichts Neues Und genau das ist der Punkt.

00:13:31: Die gleichen Prinzipien, die du schon kennst tauchen hier wieder auf!

00:13:36: Aber jetzt ohne Schutz.

00:13:39: Ohne Philosophie.

00:13:41: Geschärft durch ein ganzes Leben in dem jeder Fehler sofort Konsequenzen hatte.

00:13:48: Er schreibt für jemanden, der bereit ist ehrlich hinzusehen – ohne Hoffnung, ohne Ausreden Denn Strategie so wie er sie versteht hat nichts mit Tricks zu tun Sondern mit einer Klarheit, die Dinge zu sehen wie sie sind.

00:14:04: Nicht!

00:14:05: Wie du sie gern hättest.

00:14:09: Stell dir diesen Moment vor... Ein alter Mann in einer kalten Höhle Der Geruch von Stein und feuchter Luft Schwarze Tusche auf rauem Papier.

00:14:22: Und das Wissen?

00:14:23: Es geht zu Ende.

00:14:25: Keine Verlängerung kein Aufschub Und genau deshalb wird jedes Wort schwer nicht kompliziert Aber wahr?

00:14:35: Vielleicht ist das die eigentliche Lehre, die hier zwischen den Zeilen liegt.

00:14:41: Dass Klarheit erst dann entsteht wenn nichts mehr bleibt woran du festhalten kannst.

00:14:48: Er formuliert es nicht schön er formuliertes einfach deutlich Wenn Du so lebst als wäre jeder Moment Dein Letzter Dann verschwindet etwas Das Zögern Das Aufschieben Das sich selbst belügen Und plötzlich bleibt nur noch Handlung, ehrlich direkt lebendig.

00:15:50: Jemand der weiß, dass ein Haus nur so stabil ist wie das worauf es steht.

00:15:56: Werkzeug, Material, Struktur – nichts mystisches daran!

00:16:02: Nur die Frage?

00:16:03: Weißt du was du tust?

00:16:08: Kennst Du Dein Werkzeug?

00:16:10: Deinen Körper, Deinen Atem?

00:16:13: oder bewegst Du Dich nur irgendwie durch die Form und hoffst, da's schon

00:16:17: passt?!

00:16:19: Er macht hier kein Kompromiss.

00:16:21: Ein bisschen Wissen reicht nicht….

00:16:24: Ein Gedanke, der dich kurz begeistert verändert nichts.

00:16:29: Erst wenn es in den Körper sinkt – in Fleisch und Knochen wird es brauchbar alles andere nur Dekoration!

00:16:38: Und vielleicht ist genau das der unbequeme Teil weil es bedeutet immer wieder zurückzugehen zu den einfachen Dingen zudem was man eigentlich längst kann und es nochmal zu tun ruhiger klarer ehrlicher Das ist die Erde.

00:16:57: Nicht spektakulär, aber unverzichtbar!

00:17:03: Dann verändert sich etwas nicht abrupt eher wie ein Übergang.

00:17:08: er spricht vom Wasser und plötzlich wird es weicher beweglicher.

00:17:13: Nicht mehr das was trägt sondern dass was sich anpasst.

00:17:17: Wasser hält nicht fest und genau deshalb kann es alles durchdringen.

00:17:24: wenn etwas im Weg steht geht es nicht dagegen, es geht drum herum oder wartet.

00:17:31: Und genau das fordert er auch!

00:17:33: Nicht starr werden, nicht festhalten, nicht glauben dass deine Art die Richtige ist, denn in dem Moment indem du festlegst wirst Du berechenbar und das ist das Ende.

00:17:47: Wenn der andere groß ist werde klein wenn er schnell ist werde ruhig nicht als Technik sondern als Zustand Wie Wasser, formlos und trotzdem da.

00:18:02: Schau einmal in deine Tee-Schale!

00:18:04: Der Tee hat keine feste eigene Form... ...und doch verliert er sich nicht.

00:18:10: Er bleibt was er ist Und vielleicht ist genau das die eigentliche Kunst Sich anzupassen ohne sich zu verlieren.

00:18:32: Dann kommt das Feuer Und mit ihm verändert sich die Atmosphäre.

00:18:37: Es wird enger, direkter, lebendiger.

00:18:40: Hier geht es nicht mehr um Vorbereitung.

00:18:42: Nicht mehr um Anpassung, hier passiert es – der Moment!

00:18:48: Musashi spricht nicht von Techniken, nicht von Schlägen und nicht von Kombinationen.

00:18:54: Er spricht von etwas das schwer zu greifen ist.

00:18:58: Rhythmus.

00:18:59: Alles hat ihn.

00:19:00: Der Atem, der Schritt, der Blick.

00:19:03: Selbst ein Kampf ist kein Chaos.

00:19:06: Er folgt Mustern.

00:19:08: Wellen Etwas baut sich auf, etwas fällt zusammen.

00:19:13: Immer wieder!

00:19:15: Und genau hier liegt der Schlüssel Nicht stärker sein nicht schneller sondern sehen Den Moment erkennen in dem etwas kippt.

00:19:26: Ganz kurz fast unsichtbar Ein Zögern ein zu früher Schritt ein Gedanke Der einen Augenblick zu lange bleibt und dann kein zögern mehr.

00:19:38: Feuer direkt klar Ohne Zweifel.

00:19:43: Wenn du diesen Moment verpasst, ist er weg!

00:19:47: Wenn du ihn denkst bist Du zu spät.

00:19:49: Also bleibt nur eins da sein wach und bereit ohne Vorwarnung zu handeln nicht hektisch sondern entschlossen wie ein funke der sofort zur flamme wird.

00:20:02: Und dann dreht sich etwas.

00:20:04: Der blick geht nach innen Nicht mehr nur auf den moment Sondern auch das ganze.

00:20:11: Musashi spricht vom Wind und plötzlich geht es nicht mehr um ihn selbst, sondern um die anderen.

00:20:18: Um das was sie tun, was sie denken wie Sie sich bewegen!

00:20:25: Nicht um sie zu kopieren, sondern auch um sie wirklich zu sehen.

00:20:31: Jeder hat sein Stil seine Gewohnheiten und seine Überzeugungen und oft sind genau das seine Grenzen.

00:20:40: Doch wer nur seinen eigenen Weg kennt, wird blind.

00:20:44: Gefangen in dem was er für richtig hält und das ist gefährlich nicht im Kampf sondern im Leben.

00:20:53: Also beginnt ihr nach außen zu schauen Ohne Urteil ohne Abwehr einfach wahrnehmen Was funktioniert?

00:21:01: Was nicht?

00:21:02: Was da ist?

00:21:04: Was lebendig bleibt.

00:21:05: Und langsam entsteht etwas anderes.

00:21:08: keine feste Form, sondern Beweglichkeit.

00:21:11: Ein Geist der wechseln kann... ...der sich nicht festliegt,... ...der nicht sagt so ist es richtig, sondern fragt was jetzt nötig?

00:21:22: Denn wer sich einmauert wird irgendwann vom ersten Windstoß überrascht und dann ist es zu spät.

00:21:44: Dann bleibt nur noch eines Der fünfte Ring Leere.

00:21:52: Hier hört etwas auf, nicht langsam.

00:21:56: Es hört einfach auf!

00:21:58: Keine Technik mehr keine Strategie kein Festhalten.

00:22:03: Selbst das was eben noch wichtig war tritt zurück.

00:22:08: Er schreibt etwas darüber Aber nicht viel fast so als wüsste er dass Worte hier nichts mehr tragen.

00:22:18: Was bleibt wenn nichts mehr bleibt?

00:22:22: Kein Ziel kein Gegner Nicht einmal jemand, der etwas erreichen will.

00:22:28: Und genau dort geschieht etwas!

00:22:32: Nichts gemacht – nicht geplant.

00:22:37: Es geschieht von selbst Ohne Anstrengung ohne Absicht.

00:22:44: Vielleicht kennst du diesen Moment ganz kurz Wenn du etwas tust und plötzlich verschwindet der, der es tut.

00:22:52: Keine Bewertung Kein richtig oder falsch!

00:22:56: Nur Bewegung, nur Handlung.

00:22:58: Nur das jetzt Und genauso schnell ist es wieder weg.

00:23:03: Sobald du es festhalten willst sobald Du denkst Das war's Ist es schon vorbei.

00:23:10: Tu etwas ohne darüber nachzudenken Ohne es besser machen zu wollen.

00:23:15: Tu es einfach und dann schau hin Leere und doch nicht wirklich leer.

00:23:23: Bist Du bereit?

00:23:38: In seinen letzten Jahren verändert sich etwas.

00:23:41: Musashi zieht sich zurück, der Mann, der durch Länder zog und Duelle suchte wird stiller – er kämpft nicht mehr!

00:23:50: Er baut, er zeichnet, er formt Gärten in denen nichts zufällig geschieht.

00:23:58: Und doch ist es derselbe Mensch.

00:24:01: nur die Form hat gewechselt Das Schwert ist nicht verschwunden Es hat die Hand gewechselт.

00:24:09: Wenn du Seine Tuschebilder siehst.

00:24:13: Zum Beispiel diesen alten Vogel auf einem trockenen Ast, dann wirkt es fast ruhig, fast friedlich und doch jeder Strich ist endgültig einmal gesetzt.

00:24:24: kein zurück Kein Korrigieren keine zweite Chance.

00:24:30: So hat er auch gekämpft nur jetzt ohne Gegner vor sich.

00:24:36: Und hier kippt etwas in deinem eigenen Leben.

00:24:40: Wie oft is dein Tag halb.

00:24:44: Halb hier, halb woanders Die eine Hand bei der Sache die andere schon beim Nächsten.

00:24:52: Musashi hätte das nicht akzeptiert Nicht aus Härte sondern aus Klarheit.

00:24:59: Er sagt im Grunde Wenn du etwas tust dann tu es ganz Nicht perfekt Ganz.

00:25:06: Wenn Du etwas schneidest Dann schneide.

00:25:10: Wenn Du gehst Dann geh.

00:25:12: Wenn du trinkst, dann trink.

00:25:15: Nur das!

00:25:16: Kein Rest im Kopf kein zweites Fenster im Geist Denn genau dort verliert sich alles Im Halbsein.

00:25:25: In der Kunst zu kämpfen ist das der entscheidende Punkt Nicht die Technik oder Stärke sondern die Ganzheit.

00:25:36: Ein einziger klarer Strich ist mehr wert als hundert Unentschlossene Und möglicherweise ist das der eigentliche Kampf.

00:25:46: Nicht gegen einen Gegner draußen, sondern gegen das eigene Zögern!

00:25:51: Denn ein unentschlossener Geist trifft nie wirklich – er streift nur.

00:25:58: Musashi zeigt, dass Leben kein Entwurf ist.

00:26:02: Es ist jetzt ein einzelner Pinselstrich.

00:26:20: Und ganz am Ende kurz bevor er stirbt schreibt er noch etwas... Keine große Schrift, kein System.

00:26:28: Nur ein paar Zeilen, einen zwanziggenau!

00:26:31: Er nennt es Doc Koto – der Weg den man alleine geht.

00:26:38: Kein Publikum mehr, kein Schüler, kein Beweis.

00:26:43: Nur noch er selbst.

00:26:46: Einige dieser Sätze sind hart und unbequem.

00:26:50: Einer sagt bereue nichts.

00:26:53: Ein anderer suche kein Vergnügen.

00:26:57: Und dann dieser eine Satz, der stehen bleibt.

00:27:00: Akzeptiere alles genau so wie es ist.

00:27:07: Sage ihn nicht zu schnell!

00:27:09: Lass ihn liegen!

00:27:11: Akzeptier alles genau SO wie es IST.

00:27:17: Was passiert in dir wenn du das nicht wegschiebst?

00:27:21: Denn genau dort beginnt etwas zu kippen.

00:27:24: Die meisten Kämpfe finden nicht draußen statt sondern hier Gegen das was isst gegen das Wetter, gegen den Körper, gegen die Moment.

00:27:35: Und Musashi sagt am Ende nichts Neues mehr – er erinnert nur!

00:27:41: Der wahre Sieg ist nicht das Gewinnen sondern das Aufhören zu kämpfen gegen die Wirklichkeit.

00:27:48: Nicht aufgeben, nicht weglaufen einfach nicht mehr dagegen sein und dann wird es stiller.

00:27:57: Er sitzt in der Höhle, aufrecht eine Hand am Schwert die andere am Pinsel.

00:28:04: Nichts mehr zu beweisen!

00:28:07: Vielleicht ist genau das die größte Bewegung seines Lebens, dass er nichts mehr bewegt nur noch da ist und dann verschwindet er nicht wirklich.

00:28:22: Er fällt nicht.

00:28:24: Er wird einfach wieder Teil von dem aus dem er gekommen ist.

00:28:30: Leere.

00:28:44: Wir kehren nun langsam zurück aus der kalten Höhle Japans Zurück an unseren Tisch, ins Hier und Jetzt.

00:28:53: Mit dieser Folge schließt sich der Zyklus der Meister der Stille Bodidharma, Laozi, Confucius, Musashi.

00:29:03: Vier Wege, vier Haltungen Und doch ein einziger Kreis.

00:29:10: Bodidama zeigt das Durchbrechen Laozi – Das Fließen.

00:29:16: Confucios zeigt die Form Die Entscheidung.

00:29:22: Und vielleicht liegt genau darin das Ganze?

00:29:25: Nicht ein Weg gegen den anderen, sondern jeder an seinem Platz!

00:29:32: Was bleibt davon?

00:29:34: Keine Theorie – eher eine Spur Wie etwas daß sich gesetzt hat.

00:29:40: Nimm Dir einen Moment Trinke Deinen Tee Achte auf Deinen Atem.

00:29:46: Ein letzter Schluck nicht um etwas zu beenden Sondern um wieder hier zu sein.

00:29:55: Danke, dass du hier warst.

00:29:57: Nicht nur als Zuhörer sondern als jemand der den Kreis mitgegangen ist.

00:30:03: Vielleicht bleibt etwas zurück.

00:30:05: Kein Gedanke eher eine Haltung.

00:30:08: und wenn sie auftaucht dann überstürze Sie nicht Gib Ihr Form oder lass sie ziehen.

00:30:15: Beides ist richtig Wenn Du bei Dir bleibst.

00:30:19: Die Meisterschaft beginnt nicht irgendwann, sie beginnt hier und jetzt.

00:30:26: Ich bin Andreas und bei unserer nächsten Tasse T gehen wir weiter.

00:30:34: Im nächsten Zyklus tauchen wir ein in die drei Schätze Yin, Chi & Shen.

00:30:44: Und vergiss nicht!

00:30:45: Bleib bei dir, pflege deinen inneren Garten und vertraue deiner Natur Bis es wieder heißt Chi Gong und eine Tasse t Gedanken und Geschichten über Philosophie Spiritualität und die Kunst zu kämpfen.

00:31:03: Wenn dir diese Episode gefallen hat, abonniere den Podcast damit du keine Tasse Theme verpasst.

00:31:10: Wenn du jemanden kennst für denen diese Geschichte interessant sein könnte erzieh ihm gerne davon!

00:31:17: Und wenn dich Gedanken dazu begleiten schreibe sie gern in die Kommentare oder auch einfach per Mail.

00:31:24: Infos zum mir findest auf meiner Homepage.

00:31:27: Den Link dazu findest du wie immer in den Shownotes.

00:31:31: Bis bald!

00:32:02: lädt mich ein bei mir zu sein.

00:32:05: heißer Tee in meiner, einen Anker in diesem Land und eine Tasse Tee der Morgen malt.

00:32:16: ein zartes Licht im Atemzug.

00:32:19: da spür' ich mehr als Worte es beschreiben können.

00:32:23: hier die Seele laut', der Körper leicht Der innere Kompass neu geeicht.

00:32:30: kein Zwang nur ein sanftes Fließen.

00:32:34: Die Harmonien im Innern.

00:32:37: Der Tee erzählt Geschichten, alt und weiß.

00:32:40: Das G-Umhüllt mich gibt mir neues Preis Ein Moment der Klarheit, tief und warm.

00:32:46: Mach nicht bereit für all das was ist und war Im Rhythmus der das Leben trägt.