Gedanken und Geschichten über Philosophie, Spiritualität und die Kunst zu kämpfen
00:00:13: Ich freue mich, dass du auch heute wieder zu mir gefunden hast an diesen Ort der tiefen Ruhe.
00:00:31: Herzlich willkommen zu Chi Gong und eine Tasse Tee!
00:00:35: Gedanken und Geschichten über Philosophie, Spiritualität und die Kunst zu kämpfen.
00:00:43: Komm setz dich zu mir Und heute an diesem Punkt unserer Reise lade ich dich zu etwas radikalem ein.
00:00:51: Lass deine Schultern nicht nur sinken, lass sie fallen!
00:00:55: Erlaube deinem Atem wie ein Stein in einen tiefen Brunnen zu sinken hinunter in deinen Becken... ...in deine Wurzeln.
00:01:05: Spür die Schwere deines Körpers wie er auf der Erde ruht Getragen von einer Kraft Die älter ist als deine Sorgen.
00:01:16: In der letzten Folge haben wir die kühle Schärfe des Metalls kennengelernt.
00:01:21: Wir haben gelernt, das Unwesentliche wegzuschneiden um den Diamanten in uns frei zu legen.
00:01:28: Doch heute wird die Welt noch stiller!
00:01:31: Wir verlassen das Licht und treten ein in den tiefsten Winter.
00:01:37: Draußen ist die Natur vollkommen zum Stillstand gekommen.
00:01:42: Das Leben hat sich radikal zurückgezogen in die tiefsten Wurzeln unter dem harten Frost, in die Samen unter der Schneedecke.
00:01:52: In den dunklen Grund der zugefrorenen Sehen.
00:01:56: es scheint als würde nichts passieren doch das ist die große Täuschung des Winters!
00:02:04: In der absoluten Stille unter der Oberfläche des Eises sammelt sich die Urkraft dass Potenzial für alles was im nächsten Frühling geboren werden will.
00:02:15: Es ist die Zeit der Innenschau, der Selbstbeobachtung.
00:02:20: Der Selbstperspektive!
00:02:22: Es ist eine Zeit des Blickes in die bodenlose Tiefe deines eigenen Seins.
00:02:29: Nimm Deine T-Schale.
00:02:31: Heute empfehle ich Dir einen dunklen gereiften Schuhpuhrtee oder einen tief gerüsteten Felsentee – ein Tee, der fast schwarz in der Schale liegt schwer, mineralisch und geheimnisvoll.
00:02:47: Spüre die Temperatur des Tees, die nun wie ein Lebensfeuer direkt in Deine Mitte wandert – während die Welt um Dich herum eingefroren scheint!
00:02:58: Wir betreten heute das Reich des Nordens.
00:03:02: Wir gehen in die Wandlungsphase Wasser.
00:03:06: Es ist das Element des Ursprungs und des Endes.
00:03:09: Nach der Klarheit des Metalls geht es nun um die Essenz.
00:03:13: Es geht um die Frage, wer bist du wenn es absolut nichts mehr zu tun gibt außer zu sein?
00:03:33: In der traditionellen chinesischen Medizin regiert das Wasser über ein Organpaar dass wir als unsere Batterie oder unseren Urakku bezeichnen guenieren und die Blase.
00:03:46: In den alten Schriften werden die Nieren eher furchtsvoll als die Wurzeln des Lebens oder als das Tor des Schicksals beschrieben.
00:03:56: In deinen Nieren ruht das Jing, deine Uressenz.
00:04:01: Es ist das kostbarste Erbe deiner Ahnen – Das Reservoir deiner Lebenskraft Dass dir bei Deiner Zeugung mitgegeben wurde.
00:04:11: Wasser ist das Element, das niemals aufhört zu sein.
00:04:15: Es wechselt seine Form.
00:04:17: Es wird zu Dampf, zu Eis, zu Nebel oder zum reißenden Fluss.
00:04:24: Aber seine Essenz bleibt unzerstörbar!
00:04:28: Hier begegnen wir dem geistigen Aspekt des Wassers – dem Zieh, den Willen.
00:04:35: Aber verstehe mich nicht falsch es ist nicht der brühende anstrengende Willen des Egos, der mit dem Kopf durch die Wand will.
00:04:43: Das Zieh ist der Stille unaufhaltsame Wille des Wassers.
00:04:49: Hast du jemals beobachtet, wie Wasser einen Weg zum Ozean sucht?
00:04:55: Wenn man in einem Stein in dem Weg legt, kämpft es nicht gegen ihn an!
00:05:00: Es schimpft nicht, es drückt nicht.
00:05:03: Es wartet geduldig bis es den Stein umfließen oder spülen kann.
00:05:10: Es nutzt die Schwerkraft, um seine Bestimmung zu finden – das Zieh ist die Entschlossenheit, die keine Anstrengung braucht weil sie eins ist mit dem Fluss des Lebens.
00:05:25: Doch das Wasser hat auch ein Gesicht, dass uns oft erschreckt – die Angst!
00:05:32: Angst is' die Ur-Emotion des Winters.
00:05:36: Es i's die Angst vor dem Unbekannten Die Angst vor der bodenlosen Tiefe Vor dem Erstan und dem Tod.
00:05:46: Wenn unser Wasserelement schwach ist, fühlen wir uns bodenlos.
00:05:50: Wir werden ängstlich und verlieren den Halt im Leben.
00:05:54: Aber wenn das Wasser gesund ist, wenn es fließt verwandelt sich diese Angst in eine tiefe Weisheit!
00:06:02: Wir erkennen dass die Dunkelheit des Winters nur der Schoß ist aus dem das neue Licht geboren wird.
00:06:10: Wir lernen dem Urgrund zu vertrauen anstatt uns panisch am Ufer festzukrallen.
00:06:17: wahres Vertrauen ist Wasser, das weiß dass es am Ende im Ozean ankommt.
00:06:36: In der Kunst zu kämpfen ist das Wasser die höchste Stufe der Meisterschaft.
00:06:42: Ein Kämpfer der die Qualität des Wassers wirklich verkörpert ist schlichtweg ungreifbar.
00:06:49: Er hat keine feste Form die man packen könnte.
00:06:53: er passt sich dem Gegner so vollkommen an So wie das Wasser Die Form des Gefäßes annimmt in das man es gießt.
00:07:04: In der Kampfkunst spricht man vom Geist wie Wasser, Japanisch Mitsu no Kogoru stellt ihr einen absolut ruhigen Bergsee in einer monblosen Winternacht vor.
00:07:19: Die Oberfläche ist so glatt dass sie alles perfekt widerspiegelt die Sterne, die kalen Bäume jede kleinste Bewegung am Ufer.
00:07:32: Wenn das Wasser in dir ruhig ist, sieht dein Geist alles.
00:07:38: Du musst nicht raten, du musst nicht planen!
00:07:43: Du musst nichts antizipieren!
00:07:46: Du spiegelt die Bewegung des Angreifers so unmittelbar und präzise dass du bereits an seinem Ziel bist bevor sein Schlag überhaupt vollendet wurde.
00:07:59: Es gibt keine Verzögerung zwischen Wahrnehmung und Handlung.
00:08:08: Spüre die Qualität des Wassers in deinem Tee.
00:08:12: Ohne dieses Medium wäre der Tee nur trockenes, totes Laub.
00:08:18: Erst das heiße Wasser erweckt die Essenz der Blätter zum Leben!
00:08:23: Es ist der Träger aller Informationen, aller Wärme, aller Heilung.
00:08:30: Aber wie werden wir so flexibel und gleichzeitig unaufhaltsam?
00:08:38: Wie überwinden wir die Angst, die uns star macht wie Eis und uns zerbrechen lässt?
00:08:45: Dazu möchte ich dir eine Geschichte von dem alten Weisenlauze erzählen.
00:08:51: Der an einem reißenden Fluss stand und das große Geheimnis der Unbesiegbarkeit entdeckte.
00:08:58: Das Geheimniss des... Wuwei Stellen wir uns vor.
00:09:17: Wir stehen neben einem Mann dessen bloße Anwesenheit eine Ruhe ausstrahlt, die tiefer ist wie der tiefste Ozean.
00:09:26: Er trägt ein schlichtes Gewand aus grober Wolle Seine Haare sind weiß Wie der Schnee auf den Gipfeln Und seine Augen scheinen nicht dich anzusehen Sondern durch Dich hindurch in das Herz des Universums zu blicken.
00:09:42: Es ist Laozi Der alte Meister.
00:09:45: Wir stehen an einer gähnenen Schlucht im tiefsten winterlichen Gebirge.
00:09:51: Vor uns stürzt ein gewaltiger Wasserfall in die Tiefe, das Wasserdonnert herab bricht sich an den Kanten und prallt unten auf harten schwarzen Granit!
00:10:02: Die Luft ist eiskalt und der Nebel, der Gicht legt sich wie einen Schlei aus feinsten Diamanten auf unsere Gesichter... Laotzi deutet mit einer schmalen, vollkommen ruhigen Hand auf den Ort, an dem die gewaltige Wassermasse auf den unnachgiebigen Fels trifft.
00:10:24: Er sagt kein Wort!
00:10:26: Aber in der Stille deines eigenen Geistes hörst du seine Lehre klarer als jeden Ruf.
00:10:33: Schau dir den Fels an.
00:10:36: Er ist das Symbol für das was wir oft für stärker halten.
00:10:41: Er is hart, er is massiv.
00:10:44: Er ist unbeweglich.
00:10:47: Er leistet Widerstand gegen alles, was auf ihn wirkt.
00:10:52: Er stellt sich der Welt entgegen mit der gesamten Wucht seiner Materie.
00:10:57: und nun schau dir das Wasser an!
00:11:01: Es hat keine Kanten, an denen man es packen könnte... ...es hat keine Verteidigung, keine Rüstung, kein Ego.
00:11:09: Es ist absolut nachgiebig.
00:11:12: Wenn's auf den Fels trifft versucht es nicht ihnen zu zertrümmern.
00:11:16: Es teilt sich, es fließt um den Stein herum.
00:11:19: Es lässt sich zerstäuben und im Millionen Tröpfchen auflösen!
00:11:24: Es scheint als würde der Fels in jedem Moment gewinnen – doch schau genauer hin!
00:11:32: Über Deonen hat das weiche Wasser tiefe, weiche Forschen in den harten Granit gegraben.
00:11:39: Es hat den Fels ausgehöhlt, ihn geformt und wird ihn am Ende zu feinem Sand zermahlen.
00:11:48: Laotzi lehrt uns hier das größte Geheimnis der Existenz, dass weicheste auf Erden besiegt das härteste – nicht durch Aggression sondern durch Ausdauer, nicht durch Widerstand sondern durch das unendliche Fließen!
00:12:09: Wer weich bleibt, bleibt lebendig.
00:12:11: Wer hart wird ist bereits auf dem Weg zum
00:12:14: Tode.".
00:12:20: Lao-Ci nennt dieses Prinzip Wuwei.
00:12:34: In unserer westlichen Welt wird es oft missverstanden als Nichtstun oder Passivität, doch Wuwei ist die höchste Form des Handelns.
00:12:43: Es ist das Handeln im vollkommenen Einklang mit dem natürlichen Fluss der Dinge.
00:12:52: Stell dir vor du würdest versuchen einen reißenden Fluss mit deinen Händenfluss aufwärts zu schieben.
00:13:00: Das ist das was wir in unserem modernen Alltag fast ununterbrochen tun.
00:13:06: Wir kämpfen gegen die Umstände, wir kämpfen wegen der Zeit!
00:13:11: Wir kämpfen gegen unsere eigenen, ungeliebten Gefühle.
00:13:15: Wir machen uns innerlich hart wie der Granitfels in der Schlucht.
00:13:19: Wir glauben wenn wir nur genug Widerstand leisten und fest genug zubeißen können wir das Leben kontrollieren.
00:13:27: aber Härte ist Spröde.
00:13:31: Ein lebendiger Zweig im Winterwind ist biegsam und geschmeidig.
00:13:35: Nur deshalb bricht er nicht unter der Last des Schnees, erst wenn er stirbt und austrocknet wird er hart und bricht beim kleinsten Impuls.
00:13:48: Das Wasserelement lehrt uns die spirituelle Intelligenz des Nachgebens.
00:13:54: Wowei bedeutet Nicht?
00:13:57: Faul zu sein.
00:13:58: Es bedeutet, den Widerstand des Egos aufzugeben um die unendliche Kraft der universellen Strömung zu nutzen.
00:14:07: Wenn du aufhörst gegen das Leben zu kämpfen wirst Du wiederes Wasser!
00:14:13: Du wirst unaufhaltsam weil es nichts mehr gibt was dich blockieren kann.
00:14:21: spüre das Element Wasser in dir.
00:14:24: Dein Körper ist ein wandelndes Reservat, das über siebzig Prozent aus dieser flüssigen Intelligenz besteht.
00:14:32: Wenn du star wirst – in deiner Meinung!
00:14:35: – wenn du dich in einem Problem verbeißt wie einen harten Knochen dann gefriert dein inneres Wasser zu Eis und Eis kann man zerbrechen.
00:14:47: Fließendes Wasser hingegen findet immer einen Ausweg eine Lücke einen Weg zum Ozean.
00:14:55: wahre Freiheit ist die Fähigkeit zu fließen.
00:15:12: In der Kunst zu kämpfen, ist das Prinzip des Wassers der Kern der inneren Stille.
00:15:19: Hier ist nachgeben keine Feigheit sondern die radikalste und effektivste Form der Strategie.
00:15:26: Ein Krieger des Wasseres ist niemals dort wo der Schlag des Gegners landet.
00:15:33: Stell dir vor ein Angreifer stürmt auf dich zu.
00:15:38: Er ist eine loderne Flamme aus Aggression, Härte und geradliniger Kraft.
00:15:44: Er will dich treffen!
00:15:46: Er will Dich physisch und verbal zerbrechen.
00:15:49: Wenn Du ihn mit Deiner eigenen Härte begegnest oder wenn Du Dich ihm in den Weg stellst wie eine starre Mauer dann prallt Kraft auf Kraft.
00:16:01: In diesem Moment regiert der Zufall.
00:16:04: Der härteste gewinnt aber beide werden verletzt.
00:16:09: Der Krieger des Wassers will einen anderen Weg.
00:16:12: In dem Moment, in dem der Stoß kommt wird er leer.
00:16:17: Er bietet der Aggressionen keine Angriffsfläche.
00:16:21: Er weicht aus wie Wasser das unter einem Fingerdruck zur Seite gleitet.
00:16:27: Er nimmt die Kraft des Gegners an.
00:16:28: Er verschluckt sie förmlich und leitet sie einfach weiter ins Leere oder im Kreis zurück zum Ursprung.
00:16:36: Er besiegt den Gegner nicht indem er ihn schlägt, sondern indem ihr ihm erlaubt über seine eigene Härte oder seinen eigenen Schwung zu stolpern.
00:16:48: Das ist die unbesiegbare Weichheit des Winters!
00:16:52: Du kannst den Ozean nicht besiegen egal wie tief die Wunden sind, die du ihm zufügen willst.
00:17:00: Du kannst in das Wasser hineinschlagen so fest du willst.
00:17:04: es wird deine Faust umschließen Die Energie deines Schlages absorbieren und im nächsten Moment wieder vollkommen glatt und ruhig sein.
00:17:14: Im Alltag bedeutet das, wenn dich jemanden verbal angreift?
00:17:19: Wenn eine Situation dich unter massiven Druck setzt – werde Wasser!
00:17:26: Sei nicht der Spröde-Fels, der zersplittert.
00:17:31: Sei der tiefe, dunkle See, der den Stein der Provokation einfach sinken lässt….
00:17:41: Ein paar Wellen an der Oberfläche, ja klar.
00:17:45: Aber in deiner Tiefe bleibst du unberührt.
00:17:48: Mächtig und still!
00:17:50: Das ist der Sieg durch Nichthandeln.
00:18:08: Doch kommen wir zurück zu deinen Nieren Zu diesem verborgenen heiligen Reservoir In deinem unteren Rücken.
00:18:16: In der traditionellen chinesischen Medizin sagen wir Dass das Wasser in uns unsere wichtigste Essenz speichert Jing.
00:18:28: Das Jing ist wie das Urgrundwasser deines Lebens!
00:18:33: Wenn dein Brunnen tief genug ist, spielt es keine Rolle ob es an der Oberfläche mal eine Trockenperiode oder einen Sturm gibt.
00:18:41: Du hast Reserven du hast Substanz.
00:18:47: Aber wir leben heute in einer Zeit des kollektiven Raubbaus.
00:18:52: Wir lehren unsere Brunne als gäbe es keinen Morgen.
00:18:56: Jedes Mal, wenn wir uns von der Angst peitschen lassen Wenn wir unsere Nachtruhe opfern oder unsere Grenzen ignorieren Zapfen wir dieses heilige Reservoir an.
00:19:09: Wir machen unser Lebenswasser flach Trübe!
00:19:12: Schmutzig.
00:19:14: Das Wasserelement im Winter fordert dich zur absoluten Sammlung auf.
00:19:19: Spüre einmal in deinen unteren Rücken In den weichen Raum zwischen deinen Nieren.
00:19:25: Stell Dir vor, dort befindet sich ein dunkler, warmer vollkommen ruhiger Ozean.
00:19:32: Mit jedem tiefen Atemzug den Du machst und den Du in Dein Bauch schickst näherst du dieses Reservoir!
00:19:41: Du erlaubst dem Wasser zur Ruhe zukommen.
00:19:44: Du erlaubst dem Schlamm der täglichen Sorgen zum Grund zu sinken bis Dein inneres Wasser wieder kristall klar ist Immer wenn du einen bewussten, langsamen Schluck Tee trinkst.
00:20:02: Schmecke das Wasser!
00:20:04: In diesem Moment ist es dein größter Lehrer.
00:20:08: Es ist absolut nachgiebig und doch bricht es den härtesten Widerstand der Welt.
00:20:15: Es ist von göttlicher Bescheidenheit Denn es sucht sich immer den niedrigsten Ort aus Dorthin wo sonst niemand sein will.
00:20:25: Und genau deshalb ist es so mächtig wie der Ozean, in dem letztlich alle stolzen Flüsse münden müssen.
00:20:34: Wie viel Fels der Sturheit trägst du heute noch in dir?
00:20:40: Wo versuchst du krampfhaft den Fluss deines Lebens aufzuhalten und hast Du den Mut heute einfach mal der Schwerkraft Deiner eigenen Wahrheit nachzugeben um am Ende als Sieger dazustehen?
00:21:08: Ich habe heute viel über die Weichheit gesprochen, über das Nachgeben und über das geschmeidige Fließen.
00:21:16: Aber lastlich von der Samftheit nicht täuschen – Wasser ist alles andere als schwach!
00:21:22: In der verborgenen Stille deiner Nieren wohnt das Zieh.
00:21:26: In der chinesischen Philosophie ist dies der geistige Aspekt des Wassers, den wir oft als Willenskraft übersetzen.
00:21:37: Doch….
00:21:38: Dieses Zieh ist ein Wille, der ganz anders funktioniert als das was wir in unserer leistungsorientierten Welt unter Ehrgeiz verstehen.
00:21:49: Unser alltäglicher Wille ist oft ein angestrengtes Zern – einen Drücken gegen die Welt!
00:21:56: Wir wollen etwas erzwingen und kämpfen mit dem Kopf durch die Wand gegen die Widerstände.
00:22:03: Das Zieh des Wassers hingegen ist absolute Beharlichkeit.
00:22:10: Denk an einen einzelnen Wassertropfen, der stetig auf einem massiven Felsen fällt.
00:22:17: Er hat keinen Zorn!
00:22:19: Er hat kein strategischen Plan den Stein zu besiegen.
00:22:23: Er besitzt keine Muskeln – er fällt einfach.
00:22:27: Er folgt seiner Natur immer und immer wieder.
00:22:31: Er fällt heute … er fällt morgen… er fällt in hundert Jahren ... er hört niemals auf weil er gar nicht weiß, wie man aufhört.
00:22:42: Er ist eins mit seiner Bestimmung.
00:22:45: Das ist die unbesiegbare Kraft des Wassers.
00:22:49: Es besiegt den Fels nicht durch Härte sondern dadurch dass es einfach niemals aufgibt.
00:22:58: In der Kunst zu kämpfen ist das Zieh Die Ausdauer des Geistes.
00:23:05: Es ist die Fähigkeit nach jeder Niederlage, nach jedem Schlag des Schicksals sofort wieder in den flüssigen Zustand zurückzukehren.
00:23:15: Wasser kann man in tausend Stücke teilen – Man kann es mit dem Schwert schlagen!
00:23:20: Doch im nächsten Moment fließt es wieder zusammen als wäre nichts geschehen.
00:23:26: Es trägt keine Narben….
00:23:29: …es bewahrt keine Kränkungen….
00:23:31: Sein Wille ist es seinen Weg zum Ozean zu
00:23:34: finden.".
00:23:35: und dieser Wille ist so tief in seinem Wesen verankert, dass kein Hindernis der Welt ihn dauerhaft aufhalten kann.
00:23:43: Wenn du dein Zieh stärkst wirst Du nicht härter?
00:23:48: Du wirst unaufhaltsamer!
00:24:05: Doch wir müssen uns auch dem Schatten des Wassers stellen, den wir alle im dunklen Nächten begegnen – der Angst.
00:24:12: Angst is die Ur-Emotion des Winters.
00:24:16: Sie entsteht immer dann Wenn wir den Kontakt zum festen Grund verlieren und glauben, Wir müssen uns mit aller Kraft über Wasser halten um nicht zu ertrinken.
00:24:27: Die Angst ist das Eis, dass den Fluss in deinem Leben gefrieren lässt!
00:24:32: Sie macht dich star, sie macht dich brüchig... ...sie lässt dich verzweifeln um dich zu schlagen.
00:24:41: Die spirituelle Heilung der Angst im Element Wasser Ist nicht der heroische Mut.
00:24:48: Es ist das Radikale Vertrauen.
00:24:52: Das Wasser lehrt uns?
00:24:54: Lass los, lass dich sinken!
00:24:57: Wenn du aufhörst Panich gegen die Strömung zu strampeln stellst du fest dass das Wasser dich trägt.
00:25:06: Die Angst verschwindet in dem Moment indem Du akzeptierst Dass Du selbst aus Wasser besteht.
00:25:14: Du kannst im Ozean des Lebens nicht ertrinken Wenn du erkennst, dass du nicht der einsame Schwimmer bist sondern eine Welle des Ozeans selbst.
00:25:23: Dein Ursprung und dein Ziel sind Eins!
00:25:28: In der TCM sagen wir das aus der mutig durchflossenen Angst die wahre Weisheit geboren wird.
00:25:37: Weisheid ist im Metall-Element die Schärfe aber im Wasserelement ist sie die Tiefe.
00:25:45: ein weiser Mensch ist wie ein tiefer See.
00:25:49: An der Oberfläche mögen Stürme toben, die Wellen mögen hochschlagen und Schaum werfen.
00:25:56: Aber in der Tiefe dort wo das Jing und das Zih wohnen, herrscht ewiger unantastbarer Frieden.
00:26:07: Spüre wie der Tee nun in dir angekommen ist!
00:26:11: Er isst nun Teil deines Blutes, Teil deins
00:26:14: Zellwassers.".
00:26:17: Mit dieser heutigen Folge schließt sich unser großer Kreis der fünf Wandlungsphasen.
00:26:23: Wir sind gemeinsam durch das Holz des Frühlings gewachsen, wir haben im Feuer des Sommers gebrannt.
00:26:31: in der Erde des Spätsommers haben wir unsere Mitte gefunden im Metall des Herbstes das Unwesenliche losgelassen und sind nun im Wasser des Winters zu unserem tiefsten Ursprung zurückgekehrt.
00:26:49: Du trägst nun alle fünf Elemente bewusst in dir.
00:26:54: Du bist der gesamte Zyklus, du bist die Natur selbst!
00:27:13: Wir kehren nun langsam zurück aus der Stille des Winters weg von den gefrorenen Ufern des Laozi.
00:27:22: Wir verlassen das Reich des Wassers für heute aber wir nehmen seine unbesiegbare Weichheit und sein tiefes Vertrauen mit in unseren Alltag.
00:27:34: Ich möchte dich auch heute wieder mit einer kleinen Übung für deine Woche entlassen!
00:27:40: Wann immer du in den nächsten Tagen vor einer Herausforderung stehst, die dir hart und unüberwindbar erscheint, halte für einen Moment inne.
00:27:50: Atme tief in deinen Rücken zu deinen Nieren, sage dir innerlich – ich bin Wasser Ich kämpfe nicht gegen den Fels des Widerstands.
00:28:02: Ich finde die Lücke, ich finde den Weg!
00:28:07: In dem Sinne werde weich, werde flüssig, werde unaufhaltsam in deiner Samftheit.
00:28:17: Danke, dass du heute mit mir durch das Reich des Wassers gereist bist von der Lemung der Angst bis zur unendlichen Weisheit der Tiefe.
00:28:28: Vielleicht spürst Du jetzt etwas in Dir?
00:28:31: Das leise ruft, vielleicht eine Einladung den unnötigen Widerstand gegen dein Schicksal endlich aufzugeben.
00:28:40: Dein eigenes Zieh, deinem stillen inneren Willen wieder zu vertrauen oder einfach mal wieder tief durchzuatmen und das getragen werden durch den Fluss des Lebens zu spüren – was auch immer!
00:28:58: Hör auf deine innere Stimme wenn sie sich meldet und dich erinnert.
00:29:03: Deine wahre Stärke ist keine Härte gegen die Welt, Sie isst die Fähigkeit mit der Welt zu fließen ohne Dich selbst zu verlieren!
00:29:13: Wie tief ist Dein Vertrauen heute?
00:29:17: Nimm Dir einen Moment Zeit nur für Dich um diese Frage zu beantworten.
00:29:25: Ich bin Andreas.
00:29:27: In der nächsten Folge verlassen wir die abstrakte Welt der Elemente und begegnen den Menschen, die diesen Weg meisterhaft vor uns gegangen sind.
00:29:36: Wir beginnen unseren neuen Zyklus über die Meister der Stille bis zur nächsten Tasse-Tee.
00:29:44: Bleib bei dir, folge dem Fluss des Lebens und vertraut deiner Natur Bis es wieder heißt Chigong und eine Tasse Tee Gedanken und Geschichten über Philosophie, Spiritualität und die Kunst zu kämpfen.
00:30:30: wie immer in den Shownotes der Episode.
00:30:34: Bis bald!
00:30:53: Lebt mich ein, bei mir zu sein.
00:31:08: Heißer Tee in meiner Hand Ein Anker in diesem Land Chi gong und eine Tasse Tee.
00:31:17: Der Morgen malt ein zartes Licht Im Atemzug.
00:31:21: da spür ich mehr Als Worte es beschreiben können.
00:31:25: hier Die Seele lauscht der innere Kompass.
00:31:31: Neugerecht Kein Kampf kein Zwang nur ein sanftes Fließen.
00:31:39: Der Tee erzählt Geschichten, alt und weiß.
00:31:42: Das G-Umhüllt mich gibt mir neues Preis Ein Moment der Klarheit, tief und warm.
00:31:48: Mach nicht bereit für all das was ist und war.
00:31:53: G-God hast ja morgen im Atemzug die Seele lauscht.
00:32:12: Ja G-Gone, ne Tasse Tee.
00:32:15: So fängt jeder Tag an den ich sehe.
00:32:18: In Stille finde ich meinen Weg Im Rhythmus der das Leben trägt.