Qigong und eine Tasse Tee

Transkript

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00:00:13: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Chi Gong und eine Tasse T. Gedanken und Geschichten über Philosophie, Spiritualität und die Kunst zu kämpfen.

00:00:39: Schön dass du auch heute wieder den Weg an unseren Tisch gefunden hast.

00:00:43: Setz dich zu mir!

00:00:45: Und bevor wir die Schale heben atme einmal ganz tief ein.

00:00:48: Spürst du, wie sich die Luft in deinen Lungen verändert hat?

00:00:52: Sie trägt nicht mehr diese schwere Süße des Spätsommers in sich.

00:00:57: Die ist kühler geworden – viel klarer!

00:01:00: Fast ein wenig scharf als würde sie die Sinne

00:01:02: reinwaschen.".

00:01:05: In der letzten Folge haben wir besprochen, der unbewegte Berg zu sein.

00:01:11: Wir haben unsere Mitte in der närenden Erde gefunden ….

00:01:15: Doch Heute fordert uns die Natur auf, unsere Aufmerksamkeit radikal zu verändern.

00:01:22: Wir heben den Blick von der Schwere des Bodens weg nach oben in unser Brust und unseren Atem – in den Raum um uns herum!

00:01:34: Wir befinden uns im Herbst.

00:01:36: In der Natur beginnt jetzt der radikalste und ehrlichste Rückzug des ganzen Jahres.

00:01:42: Die Bäume hören aufzuexpandieren.

00:01:45: Sie ziehen ihren Saft, ihre Lebensessenz aus den Blättern zurück in die tiefen Kerne des Stammes.

00:02:15: Vielleicht hast du heute einen weißen Tee gewählt, silberig klar mit einer fast metallischen Frische die dich wachrüttelt oder einen Felsentee aus den Bujibergen der die Mineralität des Steines in sich trägt.

00:02:36: Spürst Du die Hitze der Schale in Deinen Fingern?

00:02:39: Während die kühle Luft des Herbstes dein Gesicht streift?

00:02:43: Wir treten heute ein in das Reich des Westens, in die Wandlungsphase Metall.

00:02:50: Nach der Sättigung der Erde geht es nun um die Frage was bleibt übrig wenn du alles überflüssige wegschneidest?

00:02:59: Was ist der Diamant der in deinem Inneren wartet?

00:03:17: In der traditionellen chinesischen Medizin regiert das Metall über einen Organpaar dass wie kein anderes für unsere Grenzen zur Welt steht.

00:03:27: Die Lunge und der Diggdarm.

00:03:30: In den alten Schriften wird die Lunge eher furchtsvoll als der Kanzler bezeichnet.

00:03:36: Sie ist der Vermittler zwischen dem Kosmos da draußen und deinem Leben hier drinnen, die Longe ist ein Organ das in direktem ungeschützten Kontakt mit der Außenwelt steht.

00:03:52: Mit jedem einzelnen Atemzug nimmst Du das Universum buchstäblich in Dich auf.

00:03:58: Du ziehst das reine Chi aus der kühlen Herbstluft und lässt es durch Deine Blutbahn fließen, um Dich zu klären!

00:04:07: Und mit jedem Atemzug gibst Du Das Verbrauchte, das Alte, dass Nicht mehr Gebrauchten wieder ab.

00:04:15: Das Metall lehrt uns den unerbittlichen Rhythmus des Lebens.

00:04:19: Wir können nichts festhalten.

00:04:22: Wenn wir nicht vollständig ausatmen, haben wir keinen Raum um neu einzustrümen.

00:04:29: Wenn der Dickdarm nicht loslässt was die Erde verdaut hat stagniert das Leben.

00:04:35: Metall ist die Kraft der Struktur und der Grenzen.

00:04:39: Es ist das feine Gitter dass uns schützt und gleichzeitig Die scharfe Klinge die uns von Altlasten befreit.

00:04:51: Hier begegnen wir einen neuen Seelenanteil.

00:04:55: Dem Gegenstück zum Wandergeist Hun aus der Folge zwanzig In der Lunge wohnt das Po, die Körpersäle.

00:05:05: Wenn das Hund nachts in den Träumen entferne Welten flieht bleibt das Po eng fast schon schmerzhaft treu an deinen Körper gebunden.

00:05:16: Es ist die Instanz deiner Instinkte, deiner physischen Wahrnehmung und deines Schmerzempfindens.

00:05:23: Das Po liebt die Reinheit!

00:05:26: Es liebt Ordnung und Klarheit.

00:05:29: Aber das Po ist auch der Teil von uns, der die Trauer spürt.

00:05:36: Trauer ist die heilige Emotion des Metalls – sie ist der notwendig schneidende Prozess des Abschied-Nemes.

00:05:45: Wenn wir die Trauer verweigern, wenn wir versuchen die alten Blätter künstlich an den Zweigen festzuhalten wird unser Metall Spröde und unsere Lunge wird eng.

00:05:57: Erst das Loslassen veredelt unseren Charakter zu reinem Gold.

00:06:16: In der Kunst zu kämpfen ist das Metall die Qualität der absoluten Präzision.

00:06:22: Ein Kämpfer, der die Qualität des Metalls in sich kultiviert hat verschwendet keinen Millimeter Bewegung und keinen einzigen Gedanken.

00:06:31: Er ist wie ein perfekt geschmiedetes Schwert ruhig in der Scheide aber blitzschnell und unbestechlich.

00:06:38: in der Tat In der Kampfkunst geht es nicht nur darum stärker zu sein.

00:06:45: Es geht um die Fähigkeit zur Unterscheidung.

00:06:49: Wir nennen das Zangin Den wachen Geist, der wie eine Klinge alles Unwesentliche wegschneidet.

00:06:57: Was ist eine echte Bedrohung und was es nur eine Projektion meiner eigenen Unsicherheit?

00:07:03: Das Metall gibt uns die spirituelle Schärfe Die Illusionen des Egos zu zerschneiden.

00:07:10: Es ist das Schwert der Weisheit Dass wir in so vielen Traditionen finden.

00:07:16: Wir nutzen es, um unsere Ausreden zu eliminieren und den Fokus auf den Kern unserer Handlungen zu legen.

00:07:22: In der Stille des Metalls gibt es keinen Raum für Zögern.

00:07:27: Es gibt nur das Reine sein.

00:07:33: Spürst du die Klarheit deines Tees?

00:07:36: Wie er wie ein kühler Bach durch deinen Körper fließt Deine Sinne schärft Und das Gewebe deines Geistes strafft.

00:07:46: Aber Metall birgt auch eine große Gefahr in sich.

00:07:50: Es kann zu hart werden!

00:07:52: Wenn wir uns zu sehr schützen, wenn wir die Klingel gegen alles und jeden richten, werden wir kalt, unnahbar und unbarmherzig.

00:08:03: Ein Schwert das ohne Mitgefühl geschmiedet wurde zerstört am Ende auch den der es führt.

00:08:10: Es schneidet die Verbindung zum Leben einfach ab.

00:08:13: Doch wie nutzen wir diese metallische Schärfe ohne dabei zu versteinern?

00:08:20: Wie finden die Schärfen, die heilt und klärt anstatt zu verletzen.

00:08:26: Dazu möchte ich dir eine Legende aus dem alten Japan erzählen.

00:08:31: Es ist die Geschichte von zwei legendären Schwertschmieden Und dem tiefen Geheimnis der wahren Meisterschaft Die Alchemie der Klinge im Herzen der Schmiede.

00:09:00: Stell dir eine Zeit vor, in der ein Schwert weit mehr war als nur das Werkzeug eines Kriegers – es war das äußere Skelett der Seele!

00:09:11: Ein Symbol für die Integrität, die Moral und die geistige Schärfe desjenigen, der es führte.

00:09:20: In dieser Zeit im alten Japan lebten zwei Männer, deren Namen bis heute wie heilige Formeln geflüstert

00:09:28: werden.".

00:09:30: Muramasa und Masamune.

00:09:35: Beide waren absolute Meister!

00:09:38: Beide beherrschten die alte Midesmetalls, das Wissen darum wie man das Spröde Eisen tausendfach faltet bis es die Flexibilität einer Weide und die Härte eines Diamanten besitzt.

00:09:53: Doch während sie den Stahl schmiedeten, schmiederten Sie auch ihren eigenen Geist in die Klinge hinein.

00:10:02: Muramasa war ein Mann, dessen Inneres von einem unstillbaren Feuer und einer dunklen Unruhe getrieben wurde.

00:10:11: Wenn er den Hammer schwang, floss sein Zorn, sein Ehrgeiz und sein Schmerz in das glühende Metall.

00:10:18: Sein Schwärter waren von einer fast unheimlichen Brillanz!

00:10:24: Sie waren so scharf, dass sie die Luft zu zerschneiden schien.

00:10:29: Doch man sagte, dass Muramasas Klinge eine eigene bösadige Seele besaßen.

00:10:36: Sie waren hungrig!

00:10:38: Die Legende besagt, daß ein Muramasa Schwert einmal aus der Scheide gezogen niemals zurückkehren konnte ohne Blutgeschmeckt zu haben.

00:10:49: und wenn es das Blut seines eigenen Besitzers war Es war die Perfektion der Zerstörung.

00:10:56: Ein Metall, das nur eine Richtung kannte Den Schnitt.

00:11:01: Es war hart, weil es nicht anderes zuließ als seine eigene unerbitterliche Schärfe.

00:11:10: Und dann war da Wassermone!

00:11:12: Er war ein Mann der Stille – fast schon einen Mönch in der Gestalt eines Schmiedes.

00:11:18: Wenn er in seiner Schmidestand war jeder Hammerschlag ein Gebet.

00:11:24: Jede Kühlung im Wasser ein ritueller Akt der Reinigung.

00:11:29: Er suchte nicht nach der tödlichsten Waffe der Welt, er suchte nach dem absoluten Gleichgewicht zwischen Geist und Materie.

00:11:38: Seine Klingen waren ebenso vollkommen aber sie strahlten eine kühle fast heilige Ruhe aus.

00:11:47: Sie waren nicht scharf um zu töten sondern um die Wahrheit freizulegen.

00:12:06: Die Legende erzählt dass man die beiden Schwerte einem Test unterzog, um herauszufinden welches die wahre Meisterschaft besaß.

00:12:15: Man suchte sich einen schmalen klaren Bach im herbstlichen Wald.

00:12:20: Die Luft war kühl und die Bäume ließen ihre Blätter los, die nun wie kleine goldene Boote auf der Strömung tanzen.

00:12:28: Zuerst stieß man das Schwert von Muramasa senkrecht in das Flussbett – die Klinge direkt gegen die Strömungen gerichtet!

00:12:39: Was dann geschah, war von einer erschreckenden mechanischen Präzision.

00:12:44: Jedes Blatt das vom Wasser herangetragen wurde schien von der Klinge des Muramasa förmlich angezogen zu werden.

00:12:54: Es war als Besäße der Stahl ein schwarzes Loch in seiner Mitte.

00:12:59: Sobald ein Blatt die hauchdünne Schneide berührte sei es ein weiches Ahornblatt oder ein zarter Grashalm wurde es ohne den geringsten Widerstand in zwei Hälften geschnitten.

00:13:13: Die Hälfte trieben rechts und links an der Klinge vorbei, verstümmelt und getrennt.

00:13:21: Muramasa lächelte stolz!

00:13:24: In seinen Augen war dies der Beweis für die absolute Überlegenheit seines Metalls – er hatte die Materie besiegt.

00:13:32: Sein Schwert kannte keine Gnade, kein Zweifel und keinen Widerstand….

00:13:39: Es war die blinde Schärfe der Identifikation mit der Gewalt.

00:13:44: Es war das Metall der Trennung, ein Geist, der alles zerschneidet was ihm im Weg steht ohne jemals zu fragen ob dieser Schnitt notwendig war oder ob er nur geschah weil er geschehen konnte.

00:14:00: es war das Ego des Metalls.

00:14:16: nun nahm man das Schwertes Masamune und stieß es an derselben Stelle in den sandigen Boden des Baches.

00:14:25: Wieder trieben die herbstlichen Blätter heran, langsam getrieben von der sanften Kraft des Wassers.

00:14:32: Doch diesmal geschah ein Wunder der Stille.

00:14:37: Die Blätter trieben direkt auf die Klinge zu Aber in dem Moment, indem sie die Schneide hätten berühren müssen, geschah etwas Unfassbares.

00:14:47: Die Blätter schienen eine unsichtbare, schützende Strömung wahrzunehmen, die von der Klinge ausging.

00:14:54: Sie wirbelten sanft zur Seite, glitten an dem Stahl vorbei ohne ihn zu berühren und trieben vollkommen unversehrt weiter flussabwärts.

00:15:07: Es war als Besäße das Schwert des Masamune einer Aura des tiefen Friedens.

00:15:14: Es war so vollkommen, so klar in seiner Existenz, dass es sich schlichtweg weigerte unnötig zu schneiden.

00:15:25: Ein Mönch der dieses Schauspiel mit Trinnen in den Augen sah, verneigte sich tief vor dem Schwert des Massamone und sprach die Worte, die bis heute den Kern der Kampfkunstphilosophie bilden.

00:15:40: Das Schwert ist eine technische Meisterleistung Aber es ist eine Klinge des Unheils.

00:15:48: Es ist ein Geist, der nicht unterscheiden kann.

00:15:52: Aber das Schwert des Masamune – Das ist das Schwert der Weisheit!

00:15:57: Es ist so scharf, dass sie gar nicht erst schneiden muss um die Ordnung wieder herzustellen….

00:16:04: Es ist eins mit dem Dao.

00:16:08: Dies ist die höchste Qualität der Wandlungsphase Metall.

00:16:12: Es isst die Schärfe, die so rein ißt, daß sie keine Zerstörung mehr braucht.

00:16:18: Es ist das Metall, dass seine eigene Macht so vollkommen beherrscht... ...dass es den Frieden allein durch seine Präsenz bewahrt.

00:16:26: Es ist die Veredelung des Charakters der Weiß wer er ist und deshalb niemand mehr verletzen muss um sich selbst zu beweisen.

00:16:50: Kommen wir zurück zu dir hier an den Tisch in deinen Brustkorb.

00:16:55: In der traditionellen chinesischen Medizin sagen wir Die Lunge ist der obere Deckel der Organe der Filter zwischen dir und dem Kosmos.

00:17:05: Wenn dein Metallelement gesund ist, wenn deine Lunge freischwingt, dann besitzt du die Qualität des Massamoneschwertes in deinem Geist.

00:17:18: Es ist die Gabe der Unterscheidung.

00:17:23: Ware Unterscheidiungskraft bedeutet nicht, die Welt in Gut- und Böse zu zahacken.

00:17:29: Es bedeutet zu spüren, was in diesem Moment wirklich zu dir gehört und was nicht.

00:17:35: Was ist näherendes Chi?

00:17:37: Und was ist nur giftiger Rauch?

00:17:40: Wenn wir also im Chigong tief atmen dann klären wir unser inneres Metall.

00:17:47: Wir nutzen den Atem wie ein Schleifstein für unser Bewusstsein.

00:17:51: Wir schneiden die unnötigen kreisenden Gedanken weg.

00:17:55: Wir lassen die alte, abgestandene Trauer los... ...die unseren Brustkorb eng und star macht wie rostiges Eisen.

00:18:03: Wir werden durchlässig!

00:18:07: Das Schwert des Massamuner hat die Blätter nicht geschnitten weil es keine Reibung erzeugt hat.

00:18:13: Es war ein Harmonie mit der Strömung In deinem Leben.

00:18:16: bedeutet das?

00:18:18: Musst du wirklich mit jedem Widerstand in den Konflikt gehen?

00:18:23: Musste jedes Blatt Dass das Schicksal auf dich zutreibt, zerschneiden?

00:18:30: Oder besitzt du die innere Größe des Metalls.

00:18:33: Die Dinge einfach fließen zu lassen!

00:18:36: Kannst Du so klar in Deiner Mitte sein... ...dass die Probleme an Dir vorbeigleiten ohne Dich zu verletzen?

00:18:47: Spür' die Kühle des Tees!

00:18:50: Er ist wie flüssiges Metall dass alles trübe aus deinem System schwimmt.

00:18:56: Metall lehrt uns die höchste Moral.

00:18:59: Die stärkste Klinge ist diejenige, die in der Scheide bleiben kann, weil ihre bloße Existenz bereit Klarheit schafft.

00:19:08: Aber wie lassen wir nun das Alte los um Platz für dieses Gold des Geistes zu machen?

00:19:28: Bis jetzt haben wir über die Lunge gesprochen – über den Kanzler, der den reinen Atem des Himmels empfängt.

00:19:36: Doch das Metallelement hat noch einem anderen Diener…in deinem Körper!

00:19:42: Einen, den wir in unserer modernen Welt oft lieber verschweigen oder rein mechanisch betrachten würden.

00:19:49: Doch ohne ihn gibt es keine

00:19:50: Freiheit.".

00:19:53: Ich spreche vom Dickdarm.

00:19:57: In der Philosophie des Metalls ist der Dickd arm weit mehr als ein Entsorgungsorgan.

00:20:03: Er ist der Hüter der Schwelle Er ist die spirituelle Müllabfuhrmeister und gleichzeitig der weiseste Filter.

00:20:15: Seine Aufgabe ist es, das Allerletzte aus dem langen Prozess der Verdauung herauszufiltern.

00:20:22: Er trifft die finale Entscheidung.

00:20:25: Er trennt das reine Wasser der Weisheit von den Schlacken des Erlebten.

00:20:32: Er entscheidet in jedem Moment was wertvoll genug ist um in deinem System zu bleiben und was gehen muss damit das Leben nicht stagniert.

00:20:45: Das Metall in deinem Dickdarm lehrt dich die radikalste Form der Ehrlichkeit.

00:20:52: Wie viel Ballast schleppst du wirklich mit dir herum?

00:20:56: Nicht nur im Keller, sondern in dein Geist.

00:21:00: Alte Überzeugung!

00:21:02: Die längst wie Rost an deiner Seele fressen.

00:21:07: Identitäten, die dir früher einmal Schutz geboten haben... ...wie eine schwere Rüstung,... ...die dich heute aber nur noch einengt.

00:21:17: die ich unbeweglich macht und dir den Atem raubt.

00:21:23: Wenn wir nicht loslassen können, wenn wir versuchen alles festzuhalten – jede Kränkung jedes Bild von uns selbst jeden Erfolg dann vergiften wir uns von innen heraus.

00:21:40: Das Metall wird spröde Die Haut wird fahl Und der Geist wird star und unnachgiebig.

00:21:48: Das Loslassen im Metall ist kein Verlust.

00:21:52: Es ist die absolute Voraussetzung für Reinheit, es ist das Schärfen der Klinge.

00:21:59: Erst wenn das Alte geht kann das Neue im Kanzler Lunge wirklich Platz finden.

00:22:08: Nimm einen Schluck und spüre wie der Tee durch dich hindurch fließt.

00:22:14: Er ist wie ein flüssiger Schleifstein er nimmt das Trübe mit und lässt das klare zurück.

00:22:21: Das ist die tägliche Übung des Metalls.

00:22:25: Werde wie das Sieb eines Goldsuchers, lass den Schlamm und das Wasser des Alltags abfließen damit am Ende nur das übrig bleibt was wirklich Gewicht hat – das reine Gold deines wahren Charakters.

00:22:54: Wir müssen nun über die schwierigste und zugleich heilsamste Qualität des Metalles sprechen Die Trauer.

00:23:02: Trauer ist die Emotion des Herbstes.

00:23:06: Wir sehen die nackten Bäume, wir spüren die Kälte und wir konfrontieren unsere eigene Vergänglichkeit.

00:23:15: Aber Trauer im Sinne des Metalls ist keine depressive Schwere.

00:23:20: Sie isst ein Veredelungsprozess.

00:23:26: Denk an einen Diamanten.

00:23:29: Ein Diamant es im Grunde nichts anderes als einfacher Kohlenstoff Doch er hat unter unvorstellbaren Druck und gewaltiger Hitze gestanden.

00:23:40: Das Metallelement in uns nutzt den Druck des Lebens, die Reibung der Welt und den Schmerz des Abschieds um uns zu kristallisieren.

00:23:52: Wenn wir weinen wenn wir wirklich trauern dann waschen wir die Oberfläche unserer Seele rein.

00:24:00: Wir lassen das Unwesentliche dass was wir sowieso nicht halten konnten endlich gehen.

00:24:08: Und was zurückbleibt ist das Juwel, die Essenz dessen wer wir wirklich sind wenn wir nichts mehr zu beweisen haben.

00:24:18: und wenn alle Masken gefallen sind in der Kunst zu kämpfen ist dass die Stufe der Lehre ein Kämpfer der alles losgelassen hat auch die Angst vor der Niederlage und den geringsten Wunsch nach dem Sieg ist unbesiegbar geworden.

00:24:39: Warum?

00:24:41: Weil es keine Angriffsfläche mehr gibt.

00:24:44: Es gibt nichts mehr, woran der Gegner ihn packen oder manipulieren könnte!

00:24:50: Er ist so klar, so rein, so leer wie das Schwert von Massamune... er isst ein leeres Gefäß, dass vom Chees des Universums gefüllt wird ohne Widerstand zu leisten.

00:25:06: Trauer macht uns weich wo wir star waren und sie macht uns fest wo wir innerlich schwammig waren.

00:25:15: Sie ist der Schmiedeprozess unseres Geistes!

00:25:21: Wie viel rostiges Metall trägst du noch in dir?

00:25:25: Welche Trauer hast Du noch nicht durchflossen, um zu dem Diamanten zu werden... ...der Du eigentlich

00:25:32: bist?!

00:25:34: Der Herbst legt Dich ein die Blätter fallen zu lassen.

00:25:37: Hab keine Angst vor der Nacktheit der Äste.

00:25:41: Nur so können die Sterne der Erkenntnis durch das Geäst leuchten.

00:25:48: Erst wenn wir leer sind, sind wir wirklich bereit für das Licht!

00:26:07: Wir kehren um langsam zurück aus der Schmiede von Massamune und aus den kühlen klaren Wäldern des Herbstes.

00:26:17: Wir verlassen das Reich des Metalls für heute aber wir nehmen seine Klarheit, seine unbestechliche Schärfe und seinen Mut zum Loslassen mit in unseren Alltag.

00:26:30: Ich möchte dich mit einer kleinen Übung in die Woche entlassen.

00:26:35: Es ist eine Übung der mentalen Klinge, wann immer du dich in den nächsten Tagen in einem unnötigen Konflikt verlierst oder merkst dass du an einer alten schmerzhaften Geschichte festhältst wie an einem rostigen Nagel.

00:26:52: stell dir vor Du hältst das Schwert der Weisheit in der Hand.

00:26:58: Atmet tief und kühl in deine Lungen ein.

00:27:02: Nimm die Kraft des Metalls auf und schneide beim Ausatmen ganz bewusst, die unnötige Verbindung zu diesem Stress ab.

00:27:12: Lass das Blatt an deiner Klinge vorbeigleiten ohne es zu verletzen aber auch ohne dich von ihm festhalten zu lassen.

00:27:21: Sei präzise sei klar sei frei nimm den letzten Schluck aus deiner Tasse spüre die Reinheit die in dir zurück bleibt.

00:27:34: Still!

00:27:35: Mit etwas in dir, das bleibt.

00:27:39: Danke, dass du heute mit mir durch das Reich des Metalls gereist bist – von der Lunge bis zur unbestechlichen Klinge des Geistes.

00:27:50: Vielleicht spürst Du jetzt etwas in Dir?

00:27:52: Das leise ruft….

00:27:54: vielleicht eine Einladung den Ballers des Dickdarms endlich loszulassen.

00:27:58: … Der Trauer DEN Raum zu geben, den sie zur Veredelung Deiner Seele braucht….

00:28:05: oder einfach mal wieder tief durchzuatmen und die eigene klare Struktur zu spüren.

00:28:13: Was auch immer!

00:28:14: Höhe auf deine innere Stimme, wenn sie sich meldet und dich erinnert.

00:28:20: Deine Schärfe ist keine Härte gegen die Welt.

00:28:24: Sie isst die absolute Klarheit über deinen eigenen Kern.

00:28:28: Wie hell leuchtet dein Metall heute?

00:28:32: Nimm dir einen Moment Zeit nur für Dich um dieser Frage nachzuspüren.

00:28:38: Ich bin Andreas, bis zur nächsten Tasse-Tee!

00:28:41: Bleib bei dir!

00:28:43: Schärfe deinen Geist und vertraue deiner Natur.

00:28:48: Bis es wieder heißt, Chigong und eine Tasse Tee.

00:28:51: Gedanken und Geschichten über Philosophie, Spiritualität und die Kunst zu kämpfen.

00:29:04: Schreibe mir doch mal in die Kommentare mit welchem Schwert du am meisten unterwegs bist Mit dem Schwert des Musamara oder mit dem Schwerd des Masamune.

00:29:17: Ich bin gespannt!

00:29:19: Wenn dir diese Episode gefallen hat, abonniere den Podcast damit du keine Tasse Tee mehr verpasst.

00:29:26: Infos zu mir findest Du auf meiner Homepage.

00:29:29: Den Link findest du wie immer in den Shownos Bis bald.

00:29:51: Ein Imaginärer, der sich bewegt Wie ein Fluss, der sanft sein Ufer pflegt.

00:29:57: Die Gedanken ziehen wie Wolken fort.

00:30:00: Ich bin ganz hier an diesem halben Ort Und einen Dürft steif so warm und lädt mich ein Bei mir zu sein.

00:30:10: Heißer Tee in meine Ein Anker in diesem Land Ski-Gong und eine Tasse Tee.

00:30:20: Der Morgen malt ein zartes Licht Im Atemzug.

00:30:24: Da spür ich mehr, als Worte es beschreiben könnten.

00:30:29: Die Seele laut der Körper lacht Der innere Kompass neugeeicht.

00:30:35: Kein Kampf kein Zwang nur ein sanftes Fließen die Harmonien im Insprießen.

00:30:42: Der Tee erzählt Geschichten alt und weiß.

00:30:45: Das G-Umhüllt mich gibt mir neues Preis Ein Moment der Klarheit tief und warm.

00:30:51: Mach nicht bereit für all das was ist und war Im Atemzug, die Seele lauscht.

00:31:15: Yachiko, eine Tasse Tee So fängt jeder Tag an den ich sehe.

00:31:21: In Stille finde ich meinen Weg Im Rhythmus der das Leben trägt.