Gedanken und Geschichten über Philosophie, Spiritualität und die Kunst zu kämpfen
00:00:13: Hallo, es ist wieder Zeit für Ji Gong und eine Tasse T. Gedanken und Geschichten über Philosophie, Spiritualität und die Kunst zu kämpfen.
00:00:39: Es ist schön dass du dir auch heute wieder diesen Moment der Stühle schenkst.
00:00:44: Setz dich zu mir!
00:00:46: Und bevor wir anfangen tu mir einen Gefallen.
00:00:50: Spüre einmal ganz bewusst die Unterlage, auf der du sitzt.
00:00:54: Spüre den Stuhl – das Kissen oder den Boden.
00:00:59: Lass dein Gewicht für einen Augenblick ganz bewusst nach unten sinken!
00:01:04: Gib die gesamte Schwere deines Körpers aber auch die schwere Deiner Gedanken an den Boden ab.
00:01:11: Die Erde unter dir ist bereit alles zu tragen.
00:01:15: Sie fragt nicht nach dem Warum?
00:01:18: Sie nimmt dich einfach an.
00:01:22: In unserer letzten Folge sind wir mit Hui, dem Bogenschützen durch die brennende Hitze der Zehnsonnen gereist.
00:01:31: Wir haben gelernt wie wir das Übermaß an Feuer bändigen um den Kaiser in unserem Herzen zu schützen.
00:01:38: Doch heute hat sich die Qualität der Welt verändert!
00:01:43: Das Grelle flirrende Licht des Mittags ist einem goldenen warmen Leuchtengewichen.
00:01:51: Wir befinden uns im Spätsommer.
00:01:53: Im Chinesischen nennen wir diese Zeit die fünfte Jahreszeit, es ist die Zeit der Sättigung.
00:02:01: Die Natur drängt nicht mehr aggressiv nach oben wie im Frühling und nicht mehr explosiv nach außen als im Sommer – sie beginnt in sich zu ruhen!
00:02:15: nach trockenem Heu und nach der feuchten, schweren Süße der Erde nach einem kurzen warmen Schauer.
00:02:23: Es ist die Zeit der Ernte – Der Moment in dem alles zu seiner Mitte zurückkehrt.
00:02:30: Nimm dir deinen T-Schale!
00:02:32: Vielleicht hast du heute einen Puertee gewählt?
00:02:36: Einen erdigen dunklen Tee, der im Schattenalter wilder gereift ist oder einen kräftigen gerösteten Olong spürt den Duft, der dich an feuchten Waldboden, an alte Wurzeln und an Beständigkeit erinnert.
00:02:54: Dieser Tee ist kein leichter Frühlingshauch – Er ist ein Anker!
00:02:59: Ein Schluck flüssige Erde.
00:03:15: Wir treten heute ein in das Reich der Mitte In die Wandlungsphase Erde.
00:03:21: In der traditionellen chinesischen Medizin ist die Erde die Mutter aller Elemente.
00:03:28: Sie ist der Drehpunkt, um den sich der gesamte Zyklus bewegt.
00:03:32: Ohne eine starke Erde gibt es kein stabiles Holz, kein leuchtendes Feuer, kein klares Metall und kein fließendes Wasser.
00:03:42: Alles braucht einen Boden auf dem es stehen kann.
00:03:46: Jede Bewegung im Qigong beginnt und endet in dieser stabilen Mitte.
00:03:53: In deinem Körper regiert die Erde über zwei Organe, die oft unterschätzt werden Den Magen und die Milz.
00:04:01: Wir sprechen im Qigong oft von mystischen Energien, aber die Erde lehrt uns etwas sehr Handfestes.
00:04:08: Die Kunst der Verwandlung.
00:04:11: Dein Magen und deine Milz sind die Alchimisten deines Alltags.
00:04:17: Sie nehmen das Fremde auf – die Nahrung, die Materie aus der Außenwelt Und verwandeln sie in das eigene In dein Chi, in dein Blut, in deine ganz persönliche Lebenskraft.
00:04:30: Wenn diese Kraft stark ist, fühlst du dich genährt.
00:04:34: Nicht nur satt!
00:04:35: Du fühlts dir sicher in deiner Haut.
00:04:38: Das ist eine gewaltige spirituelle Aufgabe.
00:04:42: Die Erde ist das Labor der Transformation Aber diese Transformation findet nicht nur auf deinem Teller statt.
00:04:50: Wir essen den ganzen Tag.
00:04:52: wir essen Eindrücke wir essen Informationen aus unserem Smartphone wir konsumieren Nachrichten und Meinungen Wir essen die Gespräche des Tages, die Sorgen unserer Mitmenschen und die Hektik der Stadt.
00:05:08: Hast du dich schon einmal gefragt warum wir grübeln?
00:05:13: Im Chinesischen ist die Emotion der Erde das übermäßige Nachdenken, dass Sorgen machen!
00:05:20: Wenn die Erde in uns nicht im Gleichgewicht ist beginnen wir unsere Gedanken wiederzukäuen.
00:05:27: Wir beißen uns an Problemen fest, wir drehen uns im Kreis wie in einem Karussell das nicht anhalten kann.
00:05:34: Und am Ende fühlen wir uns schwer, träge und innerlich verstopft – nicht nur im Bauch sondern auch oder besser gesagt vor allem im Geist!
00:05:44: Wir haben aufgehört zu verdauen und angefangen zu rotieren.
00:06:02: In der Kunst zu kämpfen ist die Erde das Fundament von absolut allem.
00:06:08: Du kannst noch so schnell sein wie das Feuer oder so beweglich wie das Wasser.
00:06:14: Wenn du keine Wurzeln hast, würd dich der kleinste Stoß des Schicksals zu Boden werfen.
00:06:21: Stell dir einen Kämpfer vor, der im Sturm steht!
00:06:25: Er kämpft nicht gegen den Wind an – er versucht nicht die Wellen mit bloßen Händen wegzudrücken.
00:06:31: Was er tut ist viel einfacher und doch unendlich viel schwerer.
00:06:38: Er senkt seinen Schwerpunkt, er verbindet seine Füße so fest mit dem Boden als würden unsichtbare Wurzeln aus seinen Fußsohlen tief in den Asphalt durch den Stein bis hin in das glühende Herz der Erde wachsen.
00:06:54: In der Kampfkunst nennen wir das Genn – die Wurzel und Zhongding – das zentrale Gleichgewicht.
00:07:04: Es ist das Lot dass durch deine Mitte geht.
00:07:07: Ein Schlag, der nur aus dem Arm kommt ist schwach und zerbrechlich.
00:07:11: Ein Schlage, der aus der Erde kommt trägt das Gewicht des gesamten Planeten in sich.
00:07:18: Die Erde leit ihr ihre unendliche Masse.
00:07:21: wenn du bereit bist dein Ego loszulassen und dich mit ihr zu verbinden Dann kämpfst Du nicht mehr allein gegen die Welt!
00:07:29: Du stehst auf dem Rücken eines Riesen.
00:07:35: Spüre den Tee, wie er schwer warm und beruhigend in deinen Bauchraum sinkt.
00:07:42: Genau dort unterhalb deines Bauchnabels liegt dein Erdzentrum – Dein Anker!
00:07:48: Dein Zuhause!
00:07:50: Wie aber erreichen wir diese Unerschütterlichkeit in einer Welt die sich immer schneller zu drehen scheint?
00:07:57: Wie verhindern wir dass unsere Sorgen uns den Boden unter den Füßen wegziehen und uns in den Treibsand des Grübelns
00:08:04: stürzen?!
00:08:05: Du ahnst es sicherlich schon, dazu möchte ich dir eine Geschichte erzählen.
00:08:10: Eine Geschichte über einen Wanderer und einem Berg, die uns zeigen das wahre Stabilität nichts mit starrer Härte zu tun hat.
00:08:34: Stell dir einen Wanderer vor der seit vielen Wochen unterwegs ist.
00:08:38: Sein Name ist nicht wichtig – du könntest es sein Ich könnte das sein.
00:08:43: Er trägt einen Rucksack auf seinem Rücken Der viel zu schwer für seine Müden schultern ist.
00:08:48: Darin befinden sich nicht nur Vorräte, sondern all die Dinge, die er nicht loslassen kann.
00:08:54: Alte Kränkungen Ungelöste Konflikte Die nagenden Sorgen um das Morgen und tausend Pläne, die Er noch perfekt erledigen muss.
00:09:06: Sein Geist ist unruhig, seine Schritte sind hastig Und sein Atem flach.
00:09:11: Er sucht nach einem Ziel Nach einer Erlösung Doch im Lärm seiner Gedanken hat er längst vergessen, wonach er eigentlich sucht.
00:09:22: Er gelangt an den Fuß eines gewaltigen Berges – dieser Berg steht dort schon seit Äonen!
00:09:30: Er hatte Reiche kommen und gehen sehen, er hat den Aufstieg und Fall ganzer Zivilisationen beobachtet ohne auch nur einen einzigen Kiesel zu bewegen.
00:09:42: Sein Gipfel berührt das ewige Blau des Himmels Während seine Wurzeln kilometertief in das dunkle, glühne Herz der Erde reichen.
00:09:52: Der Wanderer beginnt seinen Aufstieg.
00:09:54: Aber je höher er kommt, desto mehr verliert er den Kontakt zum Boden!
00:10:00: Er schaut ständig zurück ins Tal.
00:10:02: Habe ich unten alles richtig hinterlassen?
00:10:05: Was denken die Leute über
00:10:06: mich?!
00:10:08: Er schaut standig nach oben.
00:10:10: Wann bin ich endlich oben?
00:10:12: Wann habe ich es endlich geschafft?
00:10:15: Er stolpert überlose Steine, weil seine Augen überall sind – nur nicht bei seinem einzigen nächsten Schritt.
00:10:23: Seine Knie zittern!
00:10:25: Erst völlig in diesen grübeln Gefangen, das seine innere Erde instabil macht wie nassen Sand.
00:10:34: Plötzlich zieht ein Sturm auf….
00:10:37: Ein gewaltiges Unwetter des Spätsomers.
00:10:40: Der Himmel wird binnen Minuten schwarz, blitze zucken wie Peitschenhebe über den Himmel und der Wind peitscht mit einer Wucht gegen den Wanderer, die ihn fast vom Fahrt reißt.
00:10:54: In panischer Angst klammert er sich an einen Felsvorsprung – er zittert!
00:10:59: Er stämmt sich mit aller Härte gegen den Wind.
00:11:03: Er schreit gegen den Donner an.
00:11:06: Er ist fest davon überzeugt, dass er und der Berg gemeinsam untergehen werden, wenn er jetzt nicht mit aller Kraft dagegen hält... In diesem Moment der höchsten Not und Nacktenangst geschieht etwas Seltsames.
00:11:35: Der Wanderer presst sein Gesicht gegen den nackten kalten Stein des Berges, er erwartet das Zittern des Bergs zu spüren – Das Echo seines eigenen rasenden Herzens!
00:11:46: Er wartet darauf dass der Berg unter der Gewalt des Sturms nachgibt so er selbst nachgift.
00:11:53: Doch was er hört ist absolut nichts.
00:11:59: Der Berg zittert nicht, der Berg kämpft nicht gegen den Wind an.
00:12:04: Der Berg versucht nicht die Regentropfen aufzuhalten und dem Donnerparoli zu bieten.
00:12:10: Der Berg ist einfach nur da!
00:12:13: Er nimmt den Sturm an als wäre er nur ein sanftes Streicheln über seine Flanken.
00:12:19: Das Wasser fließt an ihm herab Die Blitze treffen seinen Gipfel und werden direkt in die Tiefe abgeleitet Und der wind bericht sich an seinen Kanten Tief.
00:12:30: in seinem Innern, dort wo seine Masse Millionen von Tonnen wiegt, herrscht eine Stülle die durch nichts in dieser Welt erschüttert werden kann.
00:12:41: Der Berg muss nicht kämpfen um stabil zu sein – er ist die Stabilität selbst!
00:12:48: der Wanderer erkennt in diesem Moment seinen fundamentalen Fehler.
00:12:53: Er hat versucht sich am Berg festzuhalten anstatt der Berg zu sein.
00:12:59: Er hat versucht, das Chaos im Außen durch muskuläre Anspannung zu kontrollieren anstatt sein eigenes Gewicht im Innern zu finden.
00:13:08: In der Spiritualität der Erde nennt man dies die Annahme der Schwere.
00:13:15: Wir verbringen so viel Zeit damit vor unseren Sorgen wegzulaufen oder sie im Kopf zu bekämpfen.
00:13:22: Aber die Erde lehrt uns?
00:13:24: Setze dich einfach mal hin!
00:13:26: Wär es schwer.
00:13:28: Lass die Sorge durch dich hindurch fließen wie den Regen am Berg.
00:13:34: Sie sind nicht du!
00:13:36: Du bist der Raum in dem der Sturm stattfindet, aber du bist nicht das Wetter.
00:13:55: Der Sturm legt sich so schnell wie er gekommen ist.
00:13:58: Die Luft riecht nun frisch rein gereinigt.
00:14:02: Der Wanderer lässt den Fels los Aber er steht nicht sofort auf.
00:14:07: Er setzt sich einfach an den feuchten Sand am Wegesrand.
00:14:12: Er nimmt seinen schweren Rucksack ab und öffnet ihn.
00:14:16: Er beginnt seine Vorräte zu essen, aber zum ersten Mal auf dieser Reise kaut er langsam.
00:14:22: Er schmeckt das Getreide – er spürt die Süße!
00:14:26: Er nimmt wahr wie die Kraft des Essens in seinen Körper übergeht.
00:14:32: Das ist das Geheimnis der Milzenergie in der traditionellen chinesischen Medizin.
00:14:37: Es geht um die Transformation.
00:14:41: Der Wanderer beginnt nun, sein geistigen Rucksack auszupacken.
00:14:45: Er schaut sich seine Sorgen an – eine nach der anderen.
00:14:50: Er schaut sich seine Ängste an und statt sie wiederzukolln, anstatt sie wie einen bitteren Zehen Kaugummi ewig im Mund zu behalten, beginnt er Sie... ...zu verdauen!
00:15:04: Was bedeutet das?
00:15:05: Geistig Verdauern?
00:15:08: Es bedeutet eine Information eine Erfahrung oder eine Emotion zu nehmen und sich mit der Klarheit der Erde zu fragen, was davon nährt mich wirklich?
00:15:20: Was ist eine wertvolle Lehre die ich behalten will.
00:15:24: Und was davon ist?
00:15:25: schlichtweg Abfall!
00:15:28: Was sind alte Geschichten, die mir nicht mehr dienen, die ich jetzt einfach ausscheiden
00:15:33: kann?!
00:15:35: Ein starkes Magen- und Müllsystem erlaubt es dir, aus jeder noch so schwierigen Erfahrung die Essenz zu ziehen.
00:15:43: Die Weisheit – den Nährstoff.
00:15:46: Den Rest lässt du einfach nach unten abfließen Zurück in die Erde wo er zur Kompost für ein neues Wachstum wird.
00:15:54: Grübeln ist nichts anderes als eine massive Verdauungsstörung des Geistes.
00:16:01: Wir behalten den Müll im Mund und wundern uns dass wir keine Kraft mehr haben.
00:16:07: Die Erde schenkt uns die Kraft des E, die Fähigkeit zu fokussieren und Dinge zu Ende zu denken anstatt sie nur im Kreis zu drehen.
00:16:30: Kommen wir zurück zur Kunst zu kämpfen!
00:16:34: Wenn du im Qigong stehst oder eine Form läufst suchst Du immer Dein Zhongling, dein zentrales Gleichgewicht.
00:16:43: Stell dir vor, eine goldene Schmur zieht deinen Scheidel ganz sanft zum Himmel.
00:16:48: Fug sie!
00:16:50: Während deine Füße wie schwere Bleigewichte tief in den Boden sinken.
00:16:55: Shen Yong Aber genau dazwischen In deinem Bauchraum liegt die Erde.
00:17:03: Wenn das Leben dich schubst, wenn ein Konflikt dich trifft oder eine Nachricht dich erschüttert ist die instinktive Reaktion meistens Anspannung Den Atem anhalten.
00:17:16: Gegendruck!
00:17:18: Das ist das Feuer, das außer Kontrolle gerät und dich star macht.
00:17:24: Und was star ist?
00:17:26: Das bricht unter Druck.
00:17:29: Die Erde lehrt uns eine andere Antwort Absinken Nimm den Impuls an Leite ihn durch deine Mitte direkt in den Boden ab.
00:17:42: Werde für einen Moment so schwer und still wie der Berg in unserer Geschichte.
00:17:47: Der Angriff prallt an dir ab, nicht weil du härter bist sondern weil du verbunden bist.
00:17:54: Du kämpfst nicht gegen die Kraft des Anderen an!
00:17:57: Du lässt die Schwerkraft der Erde für dich arbeiten.
00:18:02: Spürst du die Wärme deines Tees in deinem Bauchraum unterhalb des Bauchnabels?
00:18:08: Genau dort sitzt deine Kraftzentrale.
00:18:12: Die Erde ist die Wandlungsphase der Fürsorge.
00:18:16: Warefürsorge beginnt bei dir selbst.
00:18:19: Wenn deine Mitte stark genug ist, wenn dein Haus auf festem Grund steht, dann kannst du für andere da sein.
00:18:26: Ohne selbst aus dem Gleichgewicht zu geraten!
00:18:30: Eine schwache Erde entgegen sucht ständig im Außen nach Halt und klammert sich an Dingen und Menschen fest wie der Wanderer am Felsvorsprung.
00:18:40: Doch der einzige Halt, der wirklich zählt, ist eine eigene Schwere Dein eigenes inneres Gewicht, dein eigenes schweres Sein.
00:19:04: In der traditionellen chinesischen Medizin hat jedes Element einen ganz eigenen Geschmack, der uns etwas über seine tieferen Natur verrät.
00:19:13: Das Feuer war bitter das Holz war sauer Aber die Erde?
00:19:20: Der Geschmacks der Erde ist süß.
00:19:25: Damit ist nicht der künstliche raffinierte Zucker gemeint, der uns kurz aufputscht und dann in ein tiefes Loch fallen lässt.
00:19:34: Es ist die tiefe ehrliche und natürliche Süße einer reifen Frucht eines warmen Getreidebreis oder eines frisch gebackenen Brotes – es ist der Geschmack der Sättigung!
00:19:49: Das tiefe Gefühl von «Es ist genug».
00:19:52: Ich bin genug….
00:19:55: Wenn wir Chigong üben oder achtsam eine Tasse Tee trinken, suchen wir oft unbewusst nach dieser Süße des Seins.
00:20:04: Es ist der Moment in dem wir aufhören zu jagen, indem wir erkennen dass wir alles was wir zum Überleben und zum Inneren Frieden brauchen bereits an uns tragen.
00:20:18: In der Kunst zu kämpfen gibt es eine Qualität die wir Song nennen.
00:20:24: Oft wird es im Westen einfach mit Entspannung übersetzt, aber eigentlich meint es Lösen.
00:20:31: Ein Muskel der unter Dauerstress steht kann nicht mehr auf Reiz reagieren.
00:20:37: Er ist wie trockene harte Erde die bei der kleinsten Belastung reißt.
00:20:43: Aber ein Körper der die Süße des Song kennt Ist wie fruchtbarer feuchter Leben Aber im Kern extrem kraftvoll.
00:20:57: Er kann Energie aufnehmen, ohne zu brechen und er kann sie blitzschnell und präzise zurückgeben.
00:21:08: Spür einmal ganz fein nach!
00:21:11: Gibt es in deinem Tee eine ganz dezente Süße die erst nach dem Schlucken ganz hinten auf der Zunge oder im Rachen zurück bleibt?
00:21:19: Wir nennen das im Tee Wissen Huy Gang – Die Zurückkehrende Süße.
00:21:27: Das Ist das wahre Geschenk der Erde?
00:21:32: Es ist die Belohnung dafür, dass wir aufgehört haben zu rennen.
00:21:38: Wenn wir im Zentrum ruhen, entdecken wir... ...dass das Leben uns nähert ganz ohne dass wir ständig darum kämpfen müssen.
00:21:47: Die Erde fragt nicht nach deinen To-do-Listen Sie trägt dich einfach weil du existierst.
00:22:08: Wir müssen am Ende noch einmal über das Grübeln sprechen denn es ist das größte Hindernis für unsere Erdenergie.
00:22:15: Das Wort grübeln kommt etmiologisch vom Graben, wir graben uns im Geist immer tiefer in ein Problem hinein bis wir die Wände um uns herum so hochgezogen haben dass wir das Licht des Himmels und die Weite der Möglichkeiten nicht mehr sehen können.
00:22:33: Wir versuchen mit dem Verstand eine Sicherheit zu erzwingen Fließenden Welt, niemals geben kann.
00:22:44: Die Erde lehrt uns das Gegenteil – Urvertrauen!
00:22:49: Stell dir einen Bauern vor der seine Saat ausgebracht hat.
00:22:53: Er hat den Boden bereitet, er hat geflügt, er hatte das Unkraut gehetet.
00:22:58: und dann?
00:22:59: Dann muss er warten.
00:23:01: Er kann das Korn nicht mit Gewalt aus der Erde ziehen damit es schneller wächst.
00:23:07: Er würde es zerstören.
00:23:09: Er muss darauf vertrauen, dass die Erde der Regen und die Sonne ihr Werk tun.
00:23:16: Er muss die Kontrolle an das Leben abgeben.
00:23:21: Spirituelle Erdkraft bedeutet die Kontrolle über das Wie und das Wann loszulassen.
00:23:28: Es bedeutet zu wissen Ich habe meinen Teil getan.
00:23:33: Jetzt lasse ich das Leben antworten.
00:23:36: Wann immer du merkst, dass deine Gedanken wieder anfangen zu kreisen wie Geier über einer Beute.
00:23:43: Dann bringt deine Aufmerksamkeit radikal nach unten.
00:23:46: Spüre deine Füße!
00:23:48: Spüre dein Beckenboden auf der Unterlage!
00:23:52: Spure die reine Schwerkraft!
00:23:55: In der Kampfkunst ist das die höchste Stufe der Meisterschaft.
00:24:00: Du musst nicht im Voraus wissen was dein Gegner als nächstes tun wird.
00:24:04: Du musst nur so fest, so schwer und gleichzeitig so leer in deiner Mitte ruhen.
00:24:09: Dass du auf jede Bewegung reagieren kannst egal woher sie kommt.
00:24:13: Das ist vertrauen in Aktion!
00:24:16: Du vertraust nicht darauf dass nichts passiert.
00:24:19: Du vertrauest darauf das du stabil genug bist um mit allem umzugehen was das Leben dir vor die Füße wirft.
00:24:37: Wir kehren nun langsam zurück vom Berg und von den goldenen Feldern des Spätsommers.
00:24:48: Wir verlassen das Reich der Erde für heute, aber wir nehmen ihre Schwere, ihre Stabilität und ihre sanfte Süße mit in unseren Tag!
00:24:59: Ich möchte dich gerne mit einer kleinen Übung für deine Woche entlassen – wann immer du dich heute oder in den nächsten Tagen verloren fühlst, wann immer der Stress oder die Sorgen wie ein Sturm an deiner Kleidung zerren Halte für einen Moment inne.
00:25:15: Stell dich ganz bewusst auf beide Füße, spüre die Verbindung zum Boden unter dir.
00:25:22: Sag dir innerlich Ich bin der Berg.
00:25:25: Der Sturm ist nur an der Oberfläche Aber meine Wurzeln reichen tief.
00:25:32: Werde schwer Werde still Werde berg.
00:25:40: Nimm einen letzten Schluck aus deiner Tasse.
00:25:43: spüre, wie die Wärme in dein Zentrum sinkt und dort als kleiner glühender Anker bleibt.
00:25:51: Danke, dass du heute mit mir durch das Reich der Erde gereist bist!
00:25:56: Vom Magen zum unerschütterlichen Schweigen des Steines.
00:26:01: Vielleicht spürst Du jetzt etwas in Dir, das leise ruft.
00:26:04: vielleicht eine Einladung Deine geistige Verdauung einmal genauer zu beobachten Das Grübeln durch tiefes Absinken zu ersetzen oder einfach mal wieder die Süße des einfachen Seins zu genießen.
00:26:21: Was auch immer!
00:26:22: Hör auf deine innere Stimme, wenn sie sich meldet und dich erinnert.
00:26:26: Deine Stabilität ist kein starres Festhalten an der Welt – Sie isst die tiefe Verbindung zudem was Dich bereits trägt.
00:26:37: Wie festes dein Anker heute gesetzt?
00:26:40: Nimm Dir einen Moment Zeit nur für Dich um dieser Frage nachzuspüren.
00:26:50: Ich bin Andreas, bis zur nächsten Tasse-Tee!
00:26:53: Bleib bei dir, pflege deine Erde und vertraue deiner Natur.
00:26:59: Bis es wieder heißt?
00:27:01: Chigong und eine Tasse Tee Gedanken und Geschichten über Philosophie, Spiritualität und die Kunst zu kämpfen.
00:27:13: Wenn dir diese Episode gefallen hat empfehle den Podcast weiter.
00:27:18: Abonniere den Podcast, damit du keine Tasse Thee mehr verpasst.
00:27:23: Infos zu mir findest Du auf meiner Homepage.
00:27:26: Den Link findest du wie immer in den Shownotes der Episode.
00:27:31: Schreibe mir doch mal wann Du Dich richtig geerdet fühlst oder Wann Dir die Erde fehlt.
00:27:38: Ich bin gespannt Bis bald!
00:27:59: wie ein Fluss, der sanft sein Ufer pflegt.
00:28:03: Die Gedanken ziehen wir Wolken fort.
00:28:06: Ich bin ganz hier an diesem halben Ort und ein Duft steigt auf.
00:28:10: so warm Lettet mich ein bei mir zu sein.
00:28:16: Heißer Tee in meiner Ein Anker in diesem Land.
00:28:22: Chigong Der Morgen malt ein zartes Licht Im Atemzug.
00:28:29: da spür ich mehr als Worte es beschreiben können.
00:28:34: Die Seele lauscht, der innere Kompass neugeeicht.
00:28:40: Kein Kampf, kein nur ein sanftes Fließen die Harmonien im Sprießen.
00:28:47: Der Tee erzählt Geschichten alt und weiß.
00:28:50: Das G-Umhüllt mich gibt mir neues Preis.
00:28:53: Ein Moment der Klarheit tief und warm macht mich bereit für all das was ist und war.
00:29:04: Das Jahr morgen im Atemzug der Chico eine Tasse Tee So fängt jeder Tag an den ich sehe.
00:29:26: In Stille finde ich meinen Weg Im Rhythmus der das Leben trägt.