Qigong und eine Tasse Tee

Transkript

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00:00:13: Hallo und herzlich Willkommen zu Chi Gong & eine Tasse T Gedanken und Geschichten über Philosophie, Spiritualität Und die Kunst zu kämpfen.

00:00:39: Atme einmal tief ein.

00:00:42: Spürst du wie sich die Luft verändert hat?

00:00:45: In unserer letzten Folge waren wir im dichten feuchten Grün des Urwaldes unterwegs.

00:00:51: Wir rochen die Erde, wir spürten die Hitze des Dschungels und sahen Chen Yong der die Wurzeln aus dem Boden gerupt.

00:01:00: Heute verlassen wir dieses schützende Blätterdach!

00:01:04: Wir steigen auf!

00:01:06: Stell dir vor wie du einem schmalen Fahrt aus weißem Steinen hinaufwanderst.

00:01:12: Mit jedem Schritt wird die Luft kühler, dünner und klarer.

00:01:18: Der Geruch von feuchtem Moos weicht dem Duft vom ewigen Eis und dem metallischen Aroma von nackten Felsen.

00:01:27: Wir stehen nun auf dem Gipfel des Kulun, dem Heilingberg dort wo die Erde den Himmel küsst.

00:01:37: Halt deine T-Schale fest!

00:01:39: der Dampf, der aus ihr Aufsteigt vermischt sich hier oben mit den Wolken, die vorbeiziehen.

00:01:46: Hier oben gibt es keinen Schatten mehr – das Licht ist grell fast überirdig.

00:01:51: Und wenn du nach oben schaust, in das blau des Himmels so tief und so dunkel, dann hast Du das Gefühl, Du würdest direkt in die Unendlichkeit blicken.

00:02:05: An diesem Ort an der Schwelle zwischen dem irdischen und dem kosmischen begegnen wir heute den Gestalten, die das Chaos ordneten bevor die Zeit überhaupt einen Namen hatte.

00:02:18: Wir begegnern hier Fuxi & Nüwa.

00:02:35: Schau!

00:02:36: dort drüben, wo der Fels in ein Plateau übergeht das über den Abgrund schwebt.

00:02:41: Dort sitzen sie und das Bild das sich dir bietet ist so gewaltig dass es die Grenzen deines Verstandes sprengt.

00:02:50: Sie sind keine Menschen und doch sind sie es!

00:02:54: Ihre Gesichter Zeitlosend Schönheit, die Haut glatt viade Die Augen groß und erfüllt von einem Wissen Das Galaxien umspannt.

00:03:07: Doch ab der Talia Abwärts Verwandelt sich ihre Gestalt.

00:03:12: Anstatt Beinen Siehst du zwei gewaltige Schlangenkörper.

00:03:17: Doch sie liegen nicht einfach da.

00:03:19: Ihre Schwänze sind in einer ewigen Spirale ineinander verschlungen Ein Tanz aus Gold und Silber.

00:03:28: Die Schuppen von Fuxi glänzen wie poliertes Messing im Sonnenlicht, während Nübers Körper wie flüssiges Mondlicht schimmert.

00:03:39: Sie wirken wie eine lebendige Doppelhelix – wie der Urkot des Lebens selbst!

00:03:46: Sie sind Ying und Yang in ihrer reinsten körperlichen Form.

00:03:51: In Ihrer Umarmung halten sie das Universum im Gleichgewicht.

00:03:56: Fuxi hält ein Winkelmaß aus dunklem Holz, nüfer einen Zirkel aus reinem Gold.

00:04:03: Sie vermessen nicht nur das Land, sie vermessen die Ordnung des Geistes und der Materie.

00:04:10: Kannst du diese Ruhe spüren, die von diesem Bild ausgeht?

00:04:14: In einer Welt, die heute so oft, so laut und zerbrochen wirkt stehen diese beiden für eine Wahrheit, die wir im Chigong jede Minute suchen!

00:04:25: nämlich dass alles, absolut alles miteinander verbunden ist.

00:04:30: Dass es kein oben ohne einen unten gibt!

00:04:33: Kein Licht ohne Schatten!

00:04:49: Fuxi wendet seinen Blick von über ab und schaut auf die wirgelnden Wolken unter uns.

00:04:55: Er ist der erste Philosoph Der erste Geist der fragte Warum?

00:05:01: Warum dies, warum das, warum jenes?

00:05:06: Die Legende erzählt, er habe am Ufer des gelben Flusses gesessen als eine seltsame Gestalt ein seltsames Wesen aus dem Fluss aufstieg.

00:05:16: Eine Drachenschildkröte.

00:05:18: Auf ihrem Panzer sah er Musterpunkte und Linien.

00:05:23: Andere hätten darin wahrscheinlich nur Schmutz oder Zufall gesehen Aber Fuxi besaß die Gabe des wahren Schauens.

00:05:35: Er nahm seinen hölzernen Stab und zeichnete acht einfache Zeichen in den Staub unter seinen Füßen.

00:05:42: Drei Linien, manche durchgezogen wie ein fester Strahlicht?

00:05:49: Das jang!

00:05:50: Manche unterbrochen, weich und empfangend – das jing!

00:05:55: Wir kennen sie heute als die Acht Trigramme.

00:05:58: Das Bagua!

00:06:03: Stell dir nun mal vor, wie radikal dieser Moment war….

00:06:07: Fuxiliert uns, das Universum ist kein Chaos.

00:06:10: Es ist ein Text und es ist ein Kot.

00:06:13: Er gab uns das Werkzeug um das unbegreifliche greifbar zu machen.

00:06:19: Ein Zeichen für den Donner Eins für den See Eines für den Wind Der uns hier oben gerade um die Ohren weht.

00:06:30: In der Kunst zu kämpfen ist das da eine wichtigste Lektion?

00:06:35: Wer die Muster des Gegners oder des Lebens lesen kann, muss nicht mehr blind um sich schlagen.

00:06:41: Er wird zum Strategien, er wird zum Beobachter.

00:06:45: Foxy schenkte uns die mentale Kraft mit der wir uns heute durch das Dickicht des Daseins navigieren können.

00:06:55: Wir finden die Achtregramme in dem Werk Yijing Das für alle von uns zur Verfügung steht.

00:07:05: Schauen wir mal auf den Tee-Schale.

00:07:07: Das Wasser darin folgt physikalischen Gesetzen, die Hitze, die Aufsteigt und die Blätter, die zu Boden sinken.

00:07:15: Alles ist Teil dieses Kodes – den Fuchsie als erster Entschlüsselte!

00:07:21: Wenn wir im Chigong stehen in der Stülle dann ordnen wir unsere Glieder genau nach diesem Urmuster.

00:07:29: Wir richten unsere Wirbelsäule aus wie die mittlere Linie des Trigramms.

00:07:34: Wir werden stabil wie der Berg, auf dem wir gerade stehen und gleichzeitig beweglich wie das Wasser im Tal.

00:07:42: Fuchsie sagt uns – Du bist nicht getrennt von dieser Welt!

00:07:46: Du bist ein Teil dieser Gleichung!

00:07:51: Doch Ordnung allein reicht nicht aus, denn was passiert wenn die Welt zerbricht?

00:07:58: Was tun wir, wenn selbst die besten Pläne scheitern und der Himmel buchstäblich über uns

00:08:03: einstürzt?!

00:08:05: Hier lassen wir Fuchsie und seine Linien für einen Moment ruhen.

00:08:09: Wir wenden uns nüber zu, denn sie ist diejenige, die uns zeigt was es bedeutet eine Kriegerin der Heilung zu sein!

00:08:19: Sie isst die Frau, die den Himmel wieder zusammenflickte.

00:08:37: Das Universum ist kein statisches Gemälde.

00:08:41: Es ist ein lebendiger Prozess Und in jedem Prozess gibt es Momente, in denen die Spannung zu groß wird.

00:08:50: Die Legenden erzählen uns von einem gewaltigen Krieg im Himmel – lange bevor der Mensch wusste was Krieg bedeutet!

00:08:58: Es war der Kampf zwischen dem Wassergod Gongong und dem Feuergod Shuron.

00:09:05: Es war ein Kampf der Urgewalten, ein Kampf des Egos.

00:09:09: In seinem blinden Zorn, als er merkte, dass er den Kampf verlieren würde, tat Gongong etwas Ungeheuerliches.

00:09:17: Er rammte seinen Kopf gegen den Berg Bushu.

00:09:23: Dieser Berg war nicht einfach nur ein Gipfel – er war eine der vier gewaltigen Säulen die das Himmelsgewölbe stützten und die Erde vom Kosmos trennten!

00:09:35: Stell dir das Geräusch vor, ein Knirschen, dass nicht nur durch die Luft sondern durch jede Faser der Existenz geht.

00:09:42: Die Säule bricht!

00:09:44: Steine zerbersten zu Staub.

00:09:47: Und genau in diesem Augenblick geschieht es unvorstellbarer Der Himmel beginnt zu reißen.

00:09:55: Er reißt wie ein kostbarer Seidenstoff, der unter zu viel Spannung steht.

00:10:00: Die Sterne geraten aus ihren Bahnen Das Himmelsgewöl beneigt sich schwerfällig nach Nordwesten, und als Reaktion darauf kippt die Erde nach Südosten.

00:10:13: Was dann folgt ist das pure Chaos – aus den Rissen im Himmel stürzt kaltes schwarzes Wasser des Ur-Ozeans herab!

00:10:22: Aus den Spalten der bebenen Erde bricht Feuer hervor!

00:10:27: Wälder brennen Fluten ertränken das Land.

00:10:31: Das Gefüge, dass Fuxi gerade erst so sorgfältig mit seinen Trigrammen vermessen hatte löst sich förmlich auf.

00:10:40: Ganz ehrlich wie oft haben wir das Gefühl, dass genau das in unserem Leben passiert?

00:10:47: Vielleicht ist es nicht der Gott Gong-Gong sondern eine Nachricht ein Streit Ein plötzlicher Schicksalsschlag Der unsere inneren Säulen zerbricht.

00:10:59: In der Philosophie des Chigong nennen wir das den Verlust des zentralen Gleichgewichts.

00:11:05: Wenn deine innere Achse bricht, kippt Deine Welt!

00:11:10: Die Gefühle überfluten Dich wie der Ur-Ozean und der Zorn brennt in Dir wiederes Feuer aus der Tiefe.

00:11:18: An einem solchen Punkt reicht die kühle Logik von Fuxi nicht mehr aus.

00:11:23: Wenn deine Welt in Trümmern liegt, hilft es nicht mehr die Muster zu studieren.

00:11:29: Du musst zur Kriegerin zum Krieger der Heilung werden!

00:11:32: Du musst werden wie Nüwa!

00:11:48: Hier erleben wir Nüva in ihrer wahren göttlichen Pracht.

00:11:52: Sie schaut nicht weg – sie verfällt nicht im Panik.

00:11:56: Sie setzt sich nicht hin und beklagt das Ende der Welt.

00:11:59: Sie beginnt den ultimativen Kampf.

00:12:02: Es ist ein Kampf der Transformation.

00:12:06: In der Kunst zu kämpfen lernen wir oft, wie wir Widerstand brechen.

00:12:11: Aber Nüwa lehrt uns die schwierigste aller Künste – die Kunst der Alchemie des Lebens!

00:12:19: Sie sammelt Steine vom Ufer der wilden Flüsse aber sie wählt sie mit der Präzision einer Meisterin aus.

00:12:26: Sie sucht nach fünf ganz bestimmten Farben, die wir heute in jeder TCM-Praxis und in jedem Chigongkos wiederfinden.

00:12:36: Sie sucht das Blaugrün, die Farbe des Holzes.

00:12:40: Für die Kraft des Wachstums und die Heilung der Leber!

00:12:45: Sie suchts das Rote, die farbe des Feuers – für die Wärme des Herzens und die Freude, die dem Himmel wieder hell machen soll!

00:12:56: Sie Suchts das Gelbe, diefarbe der Erde, für die Mitte, die Stabilität und den Magen, der alles verdauen muss auch das

00:13:06: Leid!".

00:13:08: Sie sucht das Weiß, die Farbe des Metalls für die Klarheit der Lunge und dem Mut zum Loslassen.

00:13:17: Und sie sucht Schwarze – die Farben des Wassers!

00:13:21: Für die Urkraft der Nieren und das Vertrauen, dass die Fluten bändigen kann.

00:13:29: Kannst du sie vor dir sehen?

00:13:31: Diese Schlangengötten inmitten von Dampf- und Glühnderhitze?

00:13:35: Sie wirft diese harten kalten Steine in ihr kosmisches Feuer.

00:13:41: Sie schmilzt das Harte ein, bis es flüssig wird!

00:13:45: Das ist der Moment der Wandlung.

00:13:47: Das ist die tiefste Spiritualität der Heilung.

00:13:51: Wir heilen nicht indem wir die harten Brocken unseres Lebens einfach nur wegwerfen.

00:13:57: Wir heilen indem wir sie in den Schmelztiegel unserer Aufmerksamkeit werfen.

00:14:03: Wir bringen sie durch unsere Praxis, durch unseren Atem zum Schmelzen bis sie zu einer flüssigen Essenz werden mit der wir die Risse in unserer Seele füllen können.

00:14:16: Nürnbar gießt das flüssige Licht der fünf Elemente direkt in die Riste des Himmels.

00:14:22: Sie flickt das Firmament.

00:14:24: Stein für Stein Element für Element Sie macht den Himmel wieder ganz aber er ist jetzt schöner als zuvor denn er trägt nun die Zeichen ihrer Heilung.

00:14:49: Doch den Himmel zu flicken war nur der erste Teil der Arbeit!

00:14:53: Die Erde wangte immer noch, die Stabilität war verloren das Vertrauen in den festen Boden war erschüttert.

00:15:00: Die Menschen – so sie schon existierten – hatten Angst bei jedem Schritt wieder einzubrechen.

00:15:08: Nürver wusste Heilung braucht ein Fundament.

00:15:12: Sie sah eine gewaltige Urschuldkröte im Ozean Ein Wesen, das seit Anbeginn der Zeit in der tiefe Route.

00:15:21: In einem Akt, der uns heute vielleicht grausam erscheint aber die radikale Notwendigkeit der Ordnung symbolisiert nutzt sie vier Beine der Schildkröte und stellt sie an die Vier Ecken der Welt.

00:15:37: Diese Beine wurden zu den neuen Säulen des Himmels.

00:15:42: Sie sind das Symbol für die unerschütterliche Standhaftigkeit.

00:15:46: Wenn wir im Qigong unsere Position einnehmen, wenn wir im Stand des Baumes Shanghuang verweilen und in eine tiefe erdverbundene Reiterstellung gehen dann werden unsere eigenen Beine zu den Säulen der Schildkröte.

00:16:03: Wir sagen dem Universum Ich stehe fest egal wie sehr der Himmel über mir gerissen ist mein Fundament wackelt nicht.

00:16:13: Nürver zeigt uns, dass Spiritualität nichts Luftiges ist.

00:16:18: Es ist die Arbeit an der Stabilität – es ist das Wissen, dass wir uns auf unsere eigene Kraft verlassen können wenn wir die vier Ecken unseres Lebens körper, geist, Seele und Emotion fest verankern.

00:16:36: Nimm mal einen Schluck Tee!

00:16:40: Und spüre jetzt den Tee in deinem Mund.

00:16:43: Schmecke die verschiedenen Qualitäten.

00:16:46: In diesem einen Schluck sind alle fünf Farben von Nüvers steinend enthalten.

00:16:52: Da ist die Hitze des Feuers, das Wasser des Tees, das Metall des Kessels, das Holz der Teeblätter und die Erdigkeit des Geschmacks.

00:17:05: Tee zu trinken ist eine kleine tägliche Zeremonie der Weltgröberatur!

00:17:10: Mit jedem Schluck genießt du die flüssige Harmonie der fünf Elemente in deinen eigenen inneren Rissen.

00:17:19: Nüwa rettete die Welt!

00:17:22: Sie gab ihr den geflickten Himmel und die stabilen Säulen zurück, aber sie wollte mehr – sie wollte dass diese geheilte Welt bewohnt wird von Wesen, die fähig sind beides zu tun Die Linien von Fuxi zu denken und die Steine von Lüver zu fühlen.

00:17:44: Und so legte sie ihre Werkzeuge beiseite, kniete sich tief in den feuchten gelben Schlamm am Ufer des Flusses und fing an zu formen.

00:18:10: Stell dir vor – die Welt ist nun wieder stabil!

00:18:14: Der Himmel is geflickt Die fünf Farben der Steine leuchten wie ein ewiger Regenbogen am Firmament.

00:18:22: Und die Beine der Schildkröte stehen fest wie Granit an den Ecken der Welt, aber es ist still auf der Erde – zu still!

00:18:31: Nüwa, die große Heilerin kniet am Ufer des gelben Flusses.

00:18:37: Die Welt, die sie gerade gerettet hat wirkt leer ohne Augen.

00:18:42: diese bewundern.

00:18:44: Sie schaut in das Wasser des Flusss dass sie die Ment und Leben mit sich führt.

00:18:50: Sie sieht ihr eigenes Gesicht, ein Gesicht voll Mitgefühl und Kraft – und sie erkennt ….

00:18:57: Die Erde braucht Kinder!

00:19:01: Sie greift tief in den gelben Leben des Flussuvers.

00:19:05: Spürst du die Konsistenz in deinen Gedanken?

00:19:09: Dieser Leben ist nicht einfach nur Schmutz… Er is' die Essenz der Erde gesättigt mit dem Wasser des

00:19:16: Lebens.".

00:19:19: Mit unendlicher Geduld beginnt sie zu formen.

00:19:22: Kopf, Rumpf, Gliedmaßen... Jede Figur ist ein kleines Kunstwerk und dann tut sich das was keine Materie alleine kann!

00:19:34: Sie beugt sich tief über diese kleinen Lehmkörper und haucht ihnen ihren eigenen Atem ein.

00:19:44: in der Aufklärung durch Erzählung ist das ein Moment, der uns alles über unseren eigenen Wert sagt.

00:19:53: Wir sind in der östlichen Philosophie keine Sünder oder Zufälle – wir sind göttliche Materie!

00:20:01: Wir sind aus dem Fleisch der Erde und dem Atem der Götter gemacht.

00:20:05: Wenn wir Qigong üben, dann kehren wir genau zu diesem Prozess zurück.

00:20:11: Wir spüren in uns die Schwere des Lebens, unsere Knochen, unsere Sehnen und gleichzeitig diese absolute Leichtigkeit des Atems.

00:20:23: Die Legende erzählt uns jedoch noch etwas.

00:20:27: Juwa formte viele Menschen von Hand mit Liebe zum Detail aber als sie müde wurde nahm sie eine einfache Schnur, tungte sie in den Schlamm und schleuderte die Tropfen über das Land.

00:20:42: Vielleicht fühlst du dich heute wie einer dieser kunstvollen handgeformten Figuren.

00:20:48: Komplex, detailreich aber auch zerbrechlich oder vielleicht fühlste Dich wie eine dieser wilden Tropfen die ins Leben geschleudert wurden roh und voller unbändiger Kraft.

00:21:02: Aber eins vergiss nie Die Essenz der Schlammen und der Atem sind exakt die gleichen.

00:21:10: In der Kunst zu kämpfen bedeutet das Jeder Mensch hat den gleichen Ursprung.

00:21:16: Jeder Gegner ist aus demselben Leben wie du!

00:21:19: Wenn Du das verstehst, verändert sich Dein Kampf.

00:21:22: Er wird nicht mehr von Hass geleitet sondern von der Anerkennung der Urkraft die in uns allen fließt.

00:21:43: Bevor wir diesen hohen Berggipfel den Ort der Schöpfung verlassen schauen wir noch einmal auf das Paar – Fuxi und Nüver.

00:21:53: Sieh Dir ihre Schlangenkörper an.

00:21:56: Sie liegen nicht nebeneinander wie zwei getrennte Wesen, sie sind in einer spirale Verschlung, die keine Trennung mehr zulässt.

00:22:05: Wo hört Fuxi auf?

00:22:07: Wo fängt Nüwa an?

00:22:10: Wir wissen es nicht!

00:22:12: Dieses Bild ist die visuelle Entsprechung für das was wir im Qigong die Mittelsäulen nennen.

00:22:19: Deine Wirbelsäule... ...ist diese Spirale.

00:22:23: In der modernen Wissenschaft sehen wir dieses Muster in der Doppelhelix unserer DNA.

00:22:29: Aber die alten Meister sahen darin den Jadepfeiler.

00:22:34: Fuxi repräsentiert das Yang, den Geist, die Struktur, die Trigramme – das Wissen wohin die Reise geht!

00:22:43: Nüwa repräzentiert das Yin, die Heilung, die Substanz des Fleisch und die Kraft der Reparatur.

00:22:54: Spiritualität bedeutet in diesem Kontext, diese beiden Geschwister in dir zu versöhnen.

00:23:01: Frage dich mal selbst!

00:23:03: Bist du zu sehr bei Fuxi?

00:23:06: Bist Du nur im Kopf?

00:23:07: Planst Du nur?

00:23:09: Suchst Du nun nach Mustern und Strukturen während Dein Körper nach Berührung und Heilungsschreit oder bist Du zu sehr beim Nüver?

00:23:19: Verlierst du dich in deinen Gefühlen, In der ständigen Reparatur deines Lebens ohne ein Ziel, Ohne die klaren Linien von Fuxi?

00:23:29: In der Kunst zu kämpfen ist diese Vereinigung der Schlüssel.

00:23:34: Ein Kämpfer, der nur Technik hat – Fuxy!

00:23:37: – Ist star und vorhersehbar.

00:23:41: Ein Kämpfer , der nur Emotionen und Kraft hat … Nürver… verpufft ins zielloser Wut.

00:23:49: Erst wenn der Geist die Kraft leitet und die Kraft den Geist schützt, entsteht wahre Meisterschaft.

00:23:58: Spür nun den Tee wie er deine Kehle hinunterfließt.

00:24:02: Stell dir vor diese Wärme wandert direkt in Deine Wirbelsäule – sie fließt genau dort entlang wo Fuchsie und Nüwa in Dir verschlungen sind!

00:24:11: Mit jedem Wirbel, den du in deiner Chigongpraxis sanft öffnest gibst du diesem Urpaar mehr Raum zum Tanzen.

00:24:21: Du wirst zum lebendigen Beweis, dass der Himmel Geist und die Erde Körper eins sind.

00:24:43: Es ist an der Zeit den Gipfel des Kulunn wieder zu verlassen.

00:24:49: Wir steigen langsam herab.

00:24:51: Mit jedem Schritt wird die Luft wieder dicker wärmer alltäglicher.

00:24:58: Die weißen Steine unter unseren Füßen werden wieder zu einem gewöhnlichen Fahrt.

00:25:05: Wir lassen Fuxi mit seinen Sandzeichnungen und Nüver mit ihren fünf farbigen Steinen dort oben im Ewinglicht zurück, aber wir kehren nicht als dieselben Menschen zurück die wir waren!

00:25:17: Wir nehmen die Erkenntnis mit dass wir die Architekten unseres eigenen Himmels sind.

00:25:24: Wenn in deinem Leben etwas bricht wenn dein Himmel Risse bekommt dann denke an Nüva.

00:25:32: Sie hat nicht gefragt, wer Schuld war.

00:25:35: Sie hatte Steine gesammelt und angefangen zu flicken.

00:25:39: Das ist die höchste Form der Selbstverantwortung!

00:25:43: Und wenn du dich im Chaos verlierst, dann denke an Fuchsie.

00:25:48: Suche die Muster.

00:25:49: Zeichne deine eigenen Trigramme in den Sand deines Lebens.

00:25:54: Findet die Struktur im Sturm.

00:25:58: Aber eine Frage bleibt offen Die Götter haben uns den Rahmen gegeben.

00:26:03: Sie haben uns die Hardware geschenkt, den Leben und die Trigramme.

00:26:07: Aber wie leben wir nun als Menschen zusammen?

00:26:11: Wie verwandeln wir dieses göttliche Erbe in ein System, das uns durch Krankheiten, durch Kriege und durch Verwirrungen des Alters führen?

00:26:24: Die Ära der Schöpfergötter endet hier!

00:26:32: In der nächsten Folge, der neunzehnten Ausgabe des Podcasts werden wir einem Mann begegnenen, der den göttlichen Funken in eine irdische Meisterschaft verwandelte.

00:26:43: Wir betreten den Palast von Huang Di – dem gelben Kaiser!

00:26:49: Er wird derjenige sein, der Den T systematisiert, die Medizin ordnet und uns lehrt wie wir unseren inneren und äußeren Feinden mit Strategie- und Weisheit begegnern.

00:27:04: Er ist der Architekt der Zivilisation, so wie wir sie heute noch in jeder TCM Praxis und in jeder Kampfkunstschule spüren.

00:27:14: Doch für heute genießt den Rest deines Tees!

00:27:18: Spüre den Leben deiner Knochen, spüre den göttlichen Atem deiner Lungen.

00:27:25: Was wirst du heute flicken?

00:27:27: Welches Muster wirst Du heute erkennen?

00:27:30: Ich bin Andreas.

00:27:32: Danke dass Du heute mit mir diesen Gipfel bestiegen hast.

00:27:37: Es war mir eine Ehre, diese Geschichte mit dir zu teilen.

00:27:42: Bis zur nächsten Tasse-Tee!

00:27:44: Bleib bei dir, pflege deinen inneren Garten und vertraue deiner Natur.

00:27:49: Bis es wieder heißt... Chigong & Eine Tasse Tee Gedanken und Geschichten über Philosophie, Spiritualität und die Kunst zu kämpfen.

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00:28:24: Infos zu mir findest Du auf meiner Homepage.

00:28:27: Den Link dazu findest du wie immer in den Shownotes der Episode.

00:28:32: Von den Füßen steigt die Kraft Ganz sacht und rein Durch jeden Nerv In jede Zelle hinein.

00:28:45: Ein imaginärer Ball Der sich be- wie ein Fluss, der sanft sein Ufer pflegt.

00:28:51: Die Gedanken ziehen wir Wolken fort.

00:28:54: Ich bin ganz hier an diesem halben Ort und ein Duft steigt auf so warm und lädt mich ein bei mir zu sein.

00:29:04: Heißer Tee in meiner Ein Anker in diesem Land Chigong und eine Tasse Tee.

00:29:14: Der Morgen malt ein zartes Licht Im Atemzug da spür ich mehr Als Worte ist beschreiben können.

00:29:22: hier Die Seele lauscht, der Körper leid Der innere Kompass neu geeicht.

00:29:29: Kein Kampf, kein Zwang Nur ein sanftes Fließen die Harmonien im Innen sprießen.

00:29:36: Der Tee erzählt Geschichten alt und weiß.

00:29:39: Das G-Umhüllt mich gibt mir neues Preis Ein Moment der Klarheit tief und wahr.

00:29:45: Mach nicht bereit für all das was es und war Dass er morgen macht.

00:29:56: Im Atemzug.

00:30:00: Warte ist beschreiben können.

00:30:06: Der innere Chico und deine Tastetät So fängt jeder Tag an, den ich sehe.

00:30:15: In Stille finde ich meinen Weg Im Rhythmus der das Leben trägt.